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Grundlagen

Wundheilungsphasen

Die Wundheilung verläuft in Phasen, die sich zeitlich aneinander anschließen, teilweise aber auch überschneiden.

Inhaltsverzeichnis

Unter Wundheilung werden alle Prozesse zusammengefasst, die dazu führen, dass eine Wunde sich wieder schließt.

Traditionell wird die Wundheilung in drei Phasen eingeteilt:

Exsudationsphase (Tag 1-4): Blutstillung und Blutreinigung

Granulationsphase (Tag 2-14): Aufbau von Granulationsgewebe

Epithelisierungsphase (Tag 3-21): Ausreifung, Narbenbildung und Epithelisierung

Der zeitliche Verlauf der einzelnen Wundheilungsphasen variiert in Abhängigkeit von der Wundgröße und Art der Verletzung, und überschneidet sich häufig. Viele Faktoren können Prozesse einer oder mehrerer Phasen stören und dadurch eine unsachgemäße oder beeinträchtigte Wundheilung verursachen. Zu den Ursachen zählen Krankheiten wie Diabetes mellitus oder eine unsachgemäße Wundpflege. Wird die Kausalursache nicht behandelt, ziehen sich chronische Wundverläufe über Monate bis Jahre hin, ohne dass die Wunde tatsächlich abheilt.

Wundheilungsphasen

Erste Phase der Wundheilung: Exsudationsphase

Die erste Wundheilungsphase wird Exsudationsphase, auch Entzündungsphase, inflammatorische Phase oder Reinigungsphase genannt. In dieser Phase werden Bakterien und Zelltrümmer aus der Wunde herausgeschwemmt.

Hautverletzungen führen häufig zu initialen Blutungen. Um lebensbedrohliche Blutverluste zu vermeiden, initiiert der Körper die Prozesse der Blutstillung und Blutgerinnung, die sogenannte Hämostase. Dafür ziehen sich zunächst die Kapillaren zusammen und die Gefäße verengen sich (Vasokonstriktion). Thrombozyten (Blutplättchen) strömen an den Ort der Verletzung und haften sich an die Kollagenfasern. Nachfolgend verklebt der Gerinnungsfaktor Fibrinogen die Thrombozyten untereinander, wodurch eine Art Pfropf, ein Thrombozytenaggregat entsteht.

Gleichzeitig setzt die Kaskade der Blutgerinnung ein. Die Thrombozyten sezernieren und aktivieren Gerinnungs- und Wachstumsfaktoren, die eine Umwandlung von Fibrinogen in Fibrin bewirken. Ein stabiles Netz aus Fibrinfasern bildet sich. Aus einem relativ losen Thrombozytenaggregat wird ein stabiler Thrombus.

Nun folgt die eigentliche Reinigungsphase. Die Blutgefäße weiten sich (Vasodilatation), um Makrophagen und Neutrophile Granulozyten in den Wundbereich zu transportieren. Dort dienen die Entzündungszellen der Abwehr von Keimen und der Entfernung von abgestorbenem Gewebe, indem sie chemotaktische Stoffe und Wachstumsfaktoren freisetzen. Eine physiologische Entzündungsreaktion wird hervorgerufen, weshalb man auch von der inflammatorischen Phase der Wundheilung spricht. Äußerlich macht sich die Entzündung durch die Exsudation von Wundsekret bemerkbar. Während der Exsudationsphase sind Zellen des Immunsystems wesentlich an der Abtötung eingedrungener Keime und an der Stimulation des Heilungsprozesses beteiligt.

Wundheilungsphasen: Exsudationsphase

Wichtige Immunzellen in der Exsudationsphase

Immunzellen spielen eine entscheidende Rolle in der Wundheilung.

Das menschliche Immunsystem enthält eine große Vielfalt an Leukozyten (weißen Blutkörperchen), die einen Großteil der Immunabwehr regulieren. Die Leukozyten selbst können nochmal in drei Gruppen gegliedert werden: die Granulozyten (Anteil circa 50-70%), die Lymphozyten (Anteil circa 20-40%) und die Monozyten (Anteil circa 1-6%). Die verschiedenen Zellen des Immunsystems stehen in ständiger Kommunikation - entweder direkt über spezielle Oberflächenmarker oder über lösliche Botenstoffe wie Zytokine.

Neutrophile Granulozyten phagozytieren abgestorbenes Gewebe und Bakterien.

Leukozyten zerfallen und sezernieren dabei hydrolytische Enzyme. Diese wiederum zersetzen Zelltrümmer.

Monozyten phagozytieren die Zelltrümmer. Sie sind die Vorläuferzellen der Makrophagen.

Makrophagen bewirken die Reinigung der Wunde durch Phagozytose. Zudem produzieren sie Wachstumsfaktoren, die die nachfolgenden Phasen der Wundheilung stimulieren. So stimulieren sie auch die Fibroblasten zur Vermehrung und leiten die Gefäßneubildung ein. Diese Aktivität ist jedoch nur bei feuchten Wundverhältnissen und einer Wundtemperatur von mindestens 28 Grad möglich. Bei chronischen Wunden ist diese Phase oft stark verlängert, weil bakterielle Entzündungsreaktionen die Wundheilung verlangsamen.

Wundheilungsphase: Exsudationsphase

Geeignete Wundauflagen in der Exsudationsphase

Die Exsudationsphase geht mit einer hohen Menge an austretender Flüssigkeit mit Zelltrümmern und Bakterien einher. Deshalb ist in dieser Wundheilungsphase eine starke Saugkapazität der Wundauflage gefragt.

Eine ideale Auflage verhindert die Mazeration von Wundrand und Wundumgebung, trocknet die Wunde aber gleichzeitig nicht aus.

Schaumstoff

Schaumstoffwundauflagen sind indiziert bei mittel bis stark exsudierenden Wunden. DracoFoam Wundauflagen bestehen aus reinem Polyurethan-Schaumstoff. Ihre weiche Qualität begünstigt die optimale Wundheilung und schmerzarmen Verbandwechsel. Für infizierte Wunden eignen sich die Wundauflagen aus der DracoFoam Infekt-Serie. Der Polyurethanschaum ist mit antimikrobiell wirksamem Polihexanid (PHMB) versetzt. Das PHMB inaktiviert Keime und wirkt einer Kolonisierung und Verbreitung von Bakterien innerhalb der Auflage entgegen. Die Keimlast wird reduziert, Wundinfektionen können verhindert bzw. die Ausbreitung eingedämmt werden.

Draco-Schaumstoffauflagen werden in verschiedenen Designs als selbstklebende und nicht-haftende Varianten angeboten. Speziell für die Versorgung von Wunden mit sensibler Umgebungshaut eignen sich die DracoFoam haft sensitiv Modelle. Diese zeichnen sich durch einen repositionierbaren Kleber aus, der sich komplett der Hautoberfläche anpasst. Dadurch verteilt sich die Haftung auf der gesamten Klebefläche. Der Verband lässt sich hautschonend und atraumatisch entfernen. Schaumstoffverbände sollten ausreichend über den Wundrand hinaus auflegt werden. Nicht-haftende Auflagen benötigen einen Sekundärverband.

PhaseExsudationsphase, Granulationsphase
TragezeitBei gut granulierenden Wunden ohne Infektionen können Schaumstoffe mehrere Tage (fünf bis sieben) belassen werden. Die maximale Tragezeit beträgt sieben Tage.

Alginate

Alginatauflagen wie DracoAlgin eignen sich besonders als Primärauflage tieferer und stärker exsudierender Wunden am Übergang von der Reinigungs- in die Granulationsphase. Die sterilen Kompressen bestehen aus Calciumalginat-Fasern. Bei Kontakt mit Wundexsudat wirkt DracoAlgin stark absorbierend und schließt Bakterien und Zelltrümmer sicher ein. Ein physiologisch feuchtes Wundmilieu wird geschaffen. Um eine Mazeration der Umgebungshaut zu verhindern, dürfen Alginatkompressen nicht über den Wundrand hinaus aufgebracht werden. Alginatverbände müssen mit einem geeigneten Sekundärverband abgedeckt und fixiert werden.

PhaseExsudationsphase, Granulationsphase
TragezeitDie Wundauflage sollte gewechselt werden, wenn DracoAlgin die Wundflüssigkeit vollständig aufgenommen hat. Bei infizierten Wunden ist der tägliche Verbandwechsel durch einen Arzt indiziert. Bei nicht infizierten Wunden verbleiben die Kompressen für meist zwei bis drei Tage auf der Wunde, um ihre Wirkung entfalten zu können. Die maximale Tragezeit beträgt sieben Tage.

Hydrofaser

DracoHydrofaser ist ein gelbildender Faserverband aus Carboxymethylcellulose (CMC). Bei Kontakt mit Wundexsudat wirkt DracoHydrofaser stark absorbierend. Zelltrümmer und Exsudat werden zwischen den Fasern in vertikaler Richtung aufgesogen und abgeleitet. Die Wundauflage quillt daher in die Höhe und nicht in die Breite. Durch ein effektives Gelieren wird das Verkleben mit der Wunde verhindert. Die Umgebung bleibt trocken und wird vor einer Mazeration geschützt. DracoHydrofaser kann über die Wundränder hinaus appliziert werden, da die vertikale Aufnahme des Exsudats das Mazerationsrisiko reduziert. Ein Sekundärverband ist notwendig.

PhaseExsudationsphase, Granulationsphase
TragezeitFaserverbände können zwei bis drei Tage belassen werden. Die maximale Tragezeit beträgt 7 Tage.

Wunddistanzgitter

Wunddistanzgitter wie DracoTüll Silikon ermöglichen das ungehinderte Abfließen von Exsudat und verhindern das Verkleben der Wundauflage mit der Wunde oder empfindlicher Wundumgebungshaut. Somit ist einen absolut atraumatischen Verbandwechsel gewährleistet.

PhaseExsudationsphase, Granulationsphase
Tragezeitmehrere Tage, werden beim Wechsel der Sekundärauflage mitgewechselt

Saugkompressen

Draco Saugkompressen und Draco Saugkompressen steril sind ideale Wundauflagen für stark exsudierende Wunden. Sie verfügen über einen hautfreundlichen Zellstoff-Flocken-Kern und bieten dadurch eine große Saugkapazität.

PhaseExsudationsphase
TragezeitUm ein feuchtes Wundmilieu während der Exsudationsphase zu garantieren, müssen die Kompressen mehrmals täglich gewechselt werden. Dies ist mit einem erheblichen pflegerischen Aufwand verbunden. Es handelt sich aber um eine Alternative bei sehr stark exsudierenden Wunden, z.B. in der Entstauungsphase einer Kompressionstherapie.

Pflaster/Wundauflagen

Pflaster und Wundauflagen der DracoPor-Serie gewährleisten die Erstversorgung akuter Wunden mit geringer Exsudatmenge. Die sterilen Pflaster sind geeignet für Schürf-, Schnitt- und Platzwunden und kleineren postoperativen Wunden. Luftdurchlässiger Wundschnellverband in den Farben weiß und hautfarben. Zum Baden und Duschen wird DracoPor Waterproof als Duschpflaster empfohlen.

PhaseExsudationsphase, Granulationsphase, Epithelisierungsphase
TragezeitEin Pflasterwechsel erfolgt in der Regel alle zwei Tage, sofern die Wunde sauber bleibt und nicht schmerzt. DracoPor waterproof sollte nach dem Duschen durch ein DracoPor soft ersetzt werden.

Mull- und Vlieskompressen

Die DracoFix Mullkompressen und Draco Vlieskompressen eignen sich ideal als Primärverband bei leicht bis mittelstark exsudierenden, granulierenden oder epithelisierenden Wunden.

PhaseExsudationsphase, Granulationsphase, Epithelisierungsphase
TragezeitUm ein wirklich feuchtes Wundmilieu während der Exsudationsphase zu garantieren, müssen die Kompressen mehrmals täglich gewechselt werden. Dies  ist mit einem erheblichen pflegerischen Aufwand verbunden ist und kann bei betroffenden Person mitunter starke Schmerzen hervorrufen. Kompressen sollten nicht zur alleinigen Versorgung von chronischen exsudierenden Wunden genutzt werden.
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Wundheilungsphasen

Zweite Phase der Wundheilung: Granulationsphase

Die Granulationsphase beginnt ca. 24 Stunden nach der Entstehung der Wunde und erreicht innerhalb von 72 Stunden ihr Maximum. Neues Gewebe wird gebildet und die Wundlücke damit aufgefüllt.

In dieser Phase bildet sich neues Granulationsgewebe, das die Wunde auffüllt und die Wundränder zusammenzieht. Dafür wandern Zellen wie Fibroblasten und Endothelzellen in die Wundränder ein. Unter dem Abbau des Fibrinnetzes bilden die Fibroblasten Kollagen. Zudem bewirken Fibroblasten die Synthese von sogenannten Proteoglykanen, einer Substanz, die zum Zusammenhalt des Granulationsgewebes beiträgt. Ankerproteine wie Fibronektine stellen Querverbindungen zwischen den verschiedenen Bestandteilen des Gewebes her, so dass eine dreidimensionale Matrix entsteht. Aus den migrierenden Endothelzellen entstehen Kapillaren (Neovaskularisation), die für eine optimale Wunddurchblutung sorgen und dadurch den wundspezifisch gesteigerten Stoffwechsel gewährleisten. Namensgebend für das Granulationsgewebe ist seine charakteristische Erscheinung während der Entwicklung. Auf der Oberfläche von Granulationsgewebe zeigen sich hellrote, glasig-transparente Körnchen (lateinisch: Granula). Die Körnchen stellen Gefäßbäume mit zahlreichen feinen Kapillaren dar.

Wundheilungsstörungen

Ein optimaler Heilungsverlauf einer akuten Wunde ist gekennzeichnet durch eine klar strukturierte Neovaskularisation sowie durch den geordneten Wiederaufbau der Matrix durch Fibroblasten. Wird dieser Ablauf durch interne (z.B. zu Grunde liegende Krankheiten) oder externe (z.B. mechanische Manipulation an der Wunde) Einflussfaktoren gestört, kann sich die Wunde chronifizieren.

Fibrinpersistenz: Das an der Wunde angesammelte Fibrin wird normalerweise abgebaut, sobald neues Kollagen während der Wundheilung eingebaut wird. In chronischen Wunden ist dieser Ablauf meist gestört. Das übrig gebliebene Fibrin lagert sich auf der Wundoberfläche ab.

Geeignete Wundauflagen in der Granulationsphase

Die Granulationsphase ist kennzeichnend durch eine Reduktion der Exsudatmenge. Gleichzeitigt reagiert die Wunde noch sehr empfindlich auf äußere Einwirkungen. Ohne eine Wundauflage trocknet die Wunde in dieser Phase aus. Dies wiederum ließe die oberen freiliegenden Zellen absterben. Letztendlich käme die Granulation zum Stillstand.

Ziel der Wundversorgung in der Granulationsphase ist die Wunde zu schützen. Ein feuchtes Wundmilieu sollte aufrecht erhalten werden, ohne dabei den Gasaustausch zu behindern. Je länger ein Verband dies ohne Wechsel leistet, desto besser für die Heilung.

Hydrokolloide Wundauflagen

DracoHydro und DracoHydro ultra sind geeignet für trockene Wunden sowie Wunden mit bis zu mittlerer Exsudation. Die Hydrokolloid-Wundauflage schafft ein idealfeuchtes Wundmillieu und optimale Heilungsbedingungen.

PhaseExsudationsphase, Granulationsphase
TragedauerEin Wechsel der Wundauflage ist erforderlich, wenn das Hydrokolloidkissen vollständig mit Exsudat vollgesogen ist oder die Gelblase sich über den Wundrand hinaus ausdehnt. Die Tragedauer kann abhängig vom Exsudataufkommen drei bis sieben Tage betragen.
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Wundheilungsphasen

Dritte Phase der Wundheilung: Epithelisierungsphase

Die Epithelisierungsphase (auch: Reparative Phase) beginnt bei einer akuten Wunde nach drei bis vier Tagen und kann mehrere Wochen dauern. Narbengewebe bildet sich aus, indem das Granulationsgewebe gefäß- und wasserärmer wird.

Nach Abschluss der Granulationsphase beginnt die Epithelisierungsphase, welche mitunter mehrere Wochen andauern kann. Das Granulationsgewebe, das als provisorisches Ersatzgewebe angelegt wird, wird während des Epithelisierungsphase zum endgültigen Ersatzgewebe umgebaut.

Die Wunde schließt sich

  1. zu einem Drittel ausschließlich durch Schrumpfung, da das Granulationsgewebe zunehmend wasser- und gefäßärmer wird, und
  2. zu zwei Dritteln durch Neubildung (Narbengewebe). Dazu bildet der Körper verstärkt Kollagenfasern aus, die sich bündelförmig quervernetzen und stabilisieren. Epithelzellen (z.B. an der Haut und den Schleimhäuten) verschließen letztlich die Wundoberfläche.

Wie unterscheidet sich Narbengewebe von intakter Haut?

Das neu gebildete Narbengewebe unterscheidet sich deutlich von der intakten Haut, da es keine Haar- oder Schweißdrüsen aufweist und keine Pigmentzellen enthält. Im Idealfall sind Narben flach, blass und weich. Vor allem auf reife physiologische Narben trifft dies zu. Im frischen Zustand können Narben rot und wulstartig sein oder sich schmerzhaft über das Hautniveau erheben. Selbst älteres Narbengewebe erreicht nicht mehr die Festigkeit von normalem Hautgewebe und bleibt ein Leben lang empfindlich. So entwickelt sich ein Dekubitus auf Narbenhaut etwa 5- bis 10-mal schneller als auf normaler Haut.

Geeignete Wundauflagen in der Epithelisierungsphase

In der Epithelisierungsphase steht der Wundrandschutz und die Wundruhe im Vordergrund. Das Wundmilieu sollte optimal feucht sein, um das Granulationsgewebe auf Hautniveau zu halten. Liegt eine Hypergranulation oder atrophische Granulation vor, können die Epithelzellen die Wunde nicht vollständig schließen.

Hydrokolloide Wundauflagen

DracoHydro dünn ist eine dünne, sterile, hydrokolloide Wundauflage zum Schutz des Epithelgewebes. Das Exsudat wird in der hydrokolloiden Wundauflage gebunden, sodass ein Verkleben mit der Wunde nicht stattfinden kann. Die Wundauflage ist transparent, wasserfest und ermöglicht eine verbandwechselfreie Kontrolle des Wundzustands.

PhaseEpithelisierungsphase
TragezeitDie Tragedauer kann abhängig von der Exsudatmenge vier bis sechs Tage betragen.

Hydrogele

DracoHydrogel ist ein steriles, feuchtigkeitsspendendes Gel zur Befeuchtung und Unterstützung des autolytischen Debridements chronischer und akuter Problemwunden. Der hohe Wasseranteil des Wundgels (85%) rehydriert trockene Wunden und weicht festsitzende Belege und kleinere Nekrosen auf. DracoHydrogel sollte etwa 5mm dick in die gereinigte Wunde gebracht und mit einer geeigneten Wundauflage abgedeckt werden.

PhaseGranulationsphase, Epithelisierungsphase
TragezeitDie Tragedauer kann bis zu drei Tage betragen. Nach dem Öffnen der Tube muss das Hydrogel unverzüglich angewendet werden. Hydrogel-Tuben dürfen nicht mehrfach verwendet werden, der Rest muss entsorgt werden.
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FAQ

1. Exsudationsphase: Während der Exsudationsphase sind Zellen und Hormone des Immunsystems wesentlich an der Abtötung eingedrungener Bakterien und Viren und der Stimulation des Heilungsprozesses beteiligt.

2. Granulationsphase: Diese Phase beginnt ca. 24 Stunden nach Entstehung der Wunde. Hierbei bildet sich neues Gewebe, das die Wunde auffüllt.

3. Epithelisierungsphase: Sie beginnt nach 3 bis 4 Tagen und kann mehrere Wochen dauern. In dieser Phase schließt sich die Wunde zu einem Drittel durch Schrumpfung und zu zwei Dritteln durch Neubildung (Narbengewebe).

Eine Übersicht, welche DRACO®-Produkte in welcher Wundheilungsphase angewandt werden und wie lange deren Tragedauer ist, finden Sie in unserem Therapieschema.

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Die Autoren

Dr. Roxane Lorenz

Nach ihrem Studium der Biologie an der Ruhr-Universität Bochum promovierte Dr. Lorenz zum Dr. rer. nat. Seit 2012 ist sie in der medizinisch-wissenschaftlichen Abteilung bei Dr. Ausbüttel tätig, seit 2018 auch als Leiterin dieser Abteilung sowie der Forschungsabteilung.

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