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Der Beruf der MFA

Inhaltsverzeichnis

Praxiswissen

Der Beruf der MFA

Ohne ein gut eingespieltes Team aus medizinischen Fachangestellten ist ein reibungsloser Ablauf in Praxis- und Klinikalltag unvorstellbar. Sie sind das Bindeglied zwischen Ärztin und Arzt sowie Patientinnen und Patienten.

Rund 500.000 ausgebildete medizinische Fachangestellte (MFA) gibt es derzeit in Deutschland. Der Beruf der MFA ist vielseitig und abwechslungsreich. MFA arbeiten sowohl im medizinisch-pflegerischen Bereich als auch im Verwaltungsbereich. Medizinisches Fachwissen ist gefragt, um Notfälle zu erkennen und in der Terminplanung zu berücksichtigen. MFA betreuen die Patienten während der Behandlung, nehmen Blut ab, legen Infusionen, wechseln Wundverbände, geben Spritzen und sehr viel mehr. Bei Diagnosemaßnahmen wie Röntgen, EKG oder Endoskopie stehen sie der Ärztin oder dem Arzt assistierend zur Seite. Nach der Behandlung sind sie für die Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von Geräten und Instrumenten verantwortlich.

MFA übernehmen eine wichtige Rolle bei der Präventionsberatung. Sie informieren Patientinnen und Patienten über Vorsorgeuntersuchungen und Gesundheitsthemen wie Sport, Ernährung oder Stressbewältigung. Der richtige Umgang sowie ein gesichertes Wissen über Medikamente, deren Nebenwirkungen und Einnahmewege gehören ebenfalls in das Tätigkeitsfeld der MFA.

Daneben erledigen MFA organisatorische, kaufmännische und verwaltende Aufgaben. Sie wickeln den Telefonverkehr ab, empfangen Patienten, legen Patientenakten an und pflegen diese. In den Zuständigkeitsbereich gehört ebenfalls die Abrechnung mit gesetzlichen Krankenkassen und anderen Kostenträgern.

Ausbildung zur MFA

Sie sind kommunikationsstark, besitzen Einfühlungsvermögen, Organisationstalent und interessieren sich für die Themen Gesundheit und Naturwissenschaften? Dann könnte sie eine Ausbildung zur MFA begeistern.

Informationen zu Lehrinhalten der drei Ausbildungsjahre, Ausbildungsvergütung, Gehaltstabellen der verschiedenen Tätigkeitsgruppen und Einsatzbereichen für MFA:

AUSBILDUNG ZUR MFA: ERFAHREN SIE MEHR

Weiterbildung

MFA sollten früher oder später eine Weiterbildung ins Auge fassen, wenn sie ihre Kompetenzen in speziellen Fachgebieten ausbauen möchten.

Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten der Weiterbildung unterschieden. Die Anpassungsweiterbildung und die Aufstiegsweiterbildung. Die Anpassungsweiterbildung hilft das Wissen auf dem aktuellen Stand zu halten. Aufstiegsweiterbildungen ermöglichen eine Qualifikation für Führungspositionen.

MFA-WEITERBILDUNGEN VERAH UND NÄPA: ERFAHREN SIE MEHR

Aufstiegsweiterbildung für MFA

Nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung eröffnen sich MFA unterschiedliche Aufstiegschancen durch eine Fachqualifikation, u.a. in den Gebieten:

  • Medizintechnik
  • Notfallversorgung
  • Strahlenschutz
  • Praxismanagement
  • Qualitätsmanagement
  • Study Nurse

Weiterbildung im Bereich Wundmanagement

Wundexperten® (ICW) stellen eine fachgerechte Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden sicher und eine verbessern somit die Lebensqualität von betroffenen Patienten. In Basisseminaren, die u.a. vom TÜV angeboten werden, können sich Fachkräfte aus der ambulanten oder stationären Pflege, Krankenhäusern oder Arztpraxen zum Wundexperten® weiterbilden. Aufbauend darauf können die Qualifikationen zu Qualifizierten Wundexperten (ICW), Fachtherapeuten und Pflegetherapeuten Wunde (ICW) erworben werden.

WUNDEXPERTEN® (ICW): WEITERBILDUNG FÜR MFA

Kaufmännische MFA-Weiterbildungen und MFA-Fortbildungen

Betriebs- und Fachwirte übernehmen häufig leitende Positionen in größeren Arztpraxen, Krankenhäusern oder Gesundheitszentren und organisieren als übergeordnete Stelle unter anderem den gesamten Praxisbetrieb. Gesundheitsämter, Krankenkassen und Sozialversicherungsträger sind ebenfalls typische Branchen für folgende Berufsgruppen:

  • Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen (IHK)
  • Fachwirt/in für ambulante medizinische Versorgung (ÄK)
  • Betriebswirt/in – Management im Gesundheitswesen

(Fach-) Hochschulstudium

Für MFA im Besitz einer Hochschulzugangsberechtigung kann auch ein Vollzeit- oder Teilzeitstudium attraktiv sein. Die Zukunftsaussichten für Mediziner oder Medizinerinnen sowie Gesundheitswissenschaftler und Gesundheitswissenschaftlerinnen sind hervorragend. Der demographische Wandel, das Auftreten neuartiger Erkrankungen und die Entwicklung innovativer Medikamente und Therapieformen stellen die Gesellschaft vor immer neue Herausforderungen.

STUDIENFÄCHER FÜR AUSGEBILDETE MFA

MFA: Fortbildung

Fortbildungen mit DRACO®

Auch DRACO® bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten für Medizinische Fachangestellte zu lernen und sich fortzubilden – vor allem rund um das Thema „Wundversorgung“.

Um sich kurz und knapp über relevante Themen und Fakten der Wundversorgung zu informieren, bietet sich unser Videoblog „Experten-News | DRACO®“ an. In unseren 5-minütigen Videos möchten wir kurz und prägnant wichtige und aktuelle Themen aus der Medizinbranche, insbesondere der Wundversorgung, besprechen.

Entdecken Sie auch die kostenfreien DRCAO® Online-Fortbildungen. In Webinaren informieren DRACO®-Mitarbeiter der medizinischen Praxis und Apothekenpersonal über aktuelles Wissen, zum Beispiel in den Bereichen Wundreinigung, Narbenpflege und Hygiene.

In praxisnahen Präsenz-Fortbildungen können Sie sich zu den Themen „Chronische Wunden“, „Diabetisches Fußsyndrom“ oder „Ulcus cruris“ weiterbilden. Diese 4-stündigen Kurse richten sich an Medizinische Fachangestellte mit mehrjähriger praktischer Wunderfahrung oder Vorkenntnissen in den speziellen Themengebieten.

Videoblog

Workshops für Pflegeexperten

Die 4-stündigen DRACO® Workshops „Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden – Schwerpunkt Fußsyndrom oder Schwerpunkt Ulcus cruris“ richten sich speziell an Pflegeexperten.

Als MFA im Ausland arbeiten

Die Möglichkeiten eines Auslandsjobs sind vielfältig - über einen zeitlich begrenzten Aufenthalt im Rahmen eines Auslandspraktikums, Freiwilligenarbeit bis hin zu einem angestellten Beschäftigungsverhältnis.

Vor dem Auslandsaufenthalt sollten die folgenden Punkte geklärt sein

  • Visum/Visumspflicht
  • Anerkennung der beruflichen Ausbildung
  • Sprachkenntnisse 

Besonders junge Erwachsene möchten nach einer abgeschlossenen MFA-Ausbildung Berufs- und Lebenserfahrung im Ausland sammeln.

Bevor das Abenteuer beginnt, sollten jedoch einige Fragen geklärt werden:

1. Visafrage klären

Zunächst sollte geklärt werden, ob und was für ein Visum für die Einreise in das Land der Wahl benötigt wird.

Innerhalb der EU stellt dies üblicherweise keine Probleme da. Für EU-Bürger/innen besteht innerhalb der Binnengrenzen der EU und des Schengen-Raumes keine Visumpflicht. Liegt das Traumland außerhalb der EU, ist üblicherweise ein VISA oder eine Aufenthaltsbewilligung zu beantragen:

Eine hohe Lebensqualität, gesicherte Löhne und die gemeinsame Sprache machen die Schweiz zu einem der beliebtesten Auswanderungsziele in Europa. Möchte man eine Beschäftigung in der Schweiz aufnehmen, benötigt man eine Aufenthaltsbewilligung, die regelt, wie lange man in dem Alpenland arbeiten darf. Aufenthaltsbewilligungen werden in den Kantonen beantragt, in dem auch der angestrebte Wohnort liegt.

Traditionell gilt die USA als das Auswanderungsland Nr. 1. Für die Realisierung dieses Traumes muss jedoch zunächst ein Arbeitsvisum beantragt werden. Unterschiedliche Arbeitsvisa stehen zur Verfügung. Gemein ist ihnen alle, dass sie zeitlich gebunden sind und direkt vom US-Unternehmen für den jeweiligen Mitarbeiter beantragt werden müssen. Besteht der Wunsch, dauerhaft in den USA zu leben und zu arbeiten, muss ein Einwanderungsvisums (Green Card) beantragen.

Für die meisten asiatischen und afrikanischen Länder wird für einen längerfristigen Aufenthalt ebenfalls ein Arbeitsvisum benötigt. Im Zuge der Visafrage sollten auch die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes und die Impfempfehlungen geklärt werden.

2. Anerkennung der beruflichen Qualifikation

Als nächstes sollte überprüft werden, ob der Beruf der MFA im Auswanderungsland reglementiert ist. Bei reglementierten Berufen ist die Berufsausübung durch Rechts- und Verwaltungsvorschriften an eine Anerkennung der beruflichen Qualifikation gebunden. Zu den klassischen reglementierten Berufen gehören üblicherweise Heilberufe wie Ärztin oder Arzt, Pflegeberufe, Hebammen oder Physiotherapeutinnen und -therapeuten. Üblicherweise fällt der Beruf der MFA nicht unter diese Reglementierung. Der Schwerpunkt der MFA liegt in organisatorischen Arbeiten sowie der Assistenz von Ärztinnen und Ärzten und nicht in der selbstständigen Behandlung von Patientinnen und Patienten. Die Bewertung, ob die Bewerber/innen für die Berufsausübung geeignet sind obliegt in diesen Fällen dem Arbeitgeber.

3. Sprachkenntnisse

Für MFA sind gute Kenntnisse der Landessprache Voraussetzung, um Patientinnen und Patienten oder Kundinnen und Kunden angemessen zu versorgen. Viele Hoch-, Abend- und Volksschulen bieten ein breites Angebot an zertifizierten Sprachkursen in europaweit anerkannten Niveaustufen an. Dieser europäische Referenzrahmen für Sprachen unterteilt das Sprachniveau des Studierenden in sechs verschiedene Kompetenzstufen (A1 – C2) ein. A1 richtet sich an Spracheinsteiger/innen ohne oder nur mit geringen Vorkenntnissen. C2 ist die höchste zu erwerbende Stufe und belegt eine sehr gute Sprachbeherrschung. Die erworbenen Zertifikate sind meist europa- und teilweise weltweit anerkannt.

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Autorin Dr. Roxane Lorenz

Die Autorin

Dr. Roxane Lorenz

Nach ihrem Studium der Biologie an der Ruhr-Universität Bochum promovierte Dr. Lorenz zum Dr. rer. nat. Seit 2012 ist sie in der medizinisch-wissenschaftlichen Abteilung bei Dr. Ausbüttel tätig, seit 2018 auch als Leiterin dieser Abteilung sowie der Forschungsabteilung.

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