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MFA und Patient

Amputationen

Inhaltsverzeichnis

Iatrogene Wunden

Amputation

Unter einer Amputation versteht man das Entfernen eines Körperteils.

Eine Amputation ist sichtbar und bedingt oft, dass der Betroffene zusätzliche Hilfe in Anspruch nehmen muss. Dies können Prothesen, Rollstühle oder Krücken sein.

Symptome

Phantomschmerzen

Neben der offensichtlichen Beeinträchtigung können auch Nervenstörungen auftreten.

Nervenstörungen, die bei einer Amputation auftreten können, werden Phantomschmerzen genannt. Hier leidet der Betroffene unter Schmerzen oder anderen Gefühlswahrnehmungen, die im eigentlich amputierten Körperteil auftreten. Die Ursachen dafür sind noch nicht ganz aufgeklärt.

Einteilung

Minor- und Majoramputation

Je nach Umfang und Größe des amputierten Körperteils wird von einer Minor- oder Majoramputation gesprochen.

Bei Minoramputationen werden Teile des Fußes oder auch einzelne Zehen entfernt, bei Majoramputationen können Teile des Beins oder auch das gesamte Bein abgenommen werden.

Grundsätzlich kann jeder Körperteil, ohne überlebenswichtige Funktion, amputiert werden.

Ursache und Entstehung

Risikofaktoren

Ursachen für Amputationen können Unfälle oder Erkrankungen sein. Eine Spätfolge von Diabetes mellitus, das Diabetische Fußsyndrom, ist Ursache für bis zu 70% der Amputationen in Deutschland. Andere Ursachen sind Krebserkrankungen, Infektionen oder Deformitäten.

Betroffene Personengruppen

Neben den unfallbedingten Amputationen sind Diabetiker die größte Risikogruppe. Mangelnde Durchblutung und schlecht heilende Wunden sind häufig die Ursache für notwendige Amputationen.

Vorerkrankungen

Bei Tumorerkrankungen können vorsorglich, z.B. bei Brustkrebs, oder akut Körperteile amputiert werden, um ein Ausbreiten der Krebszellen auf weitere Organe zu verhindern.

Erfrierungen sind ebenfalls ein häufiger Grund für Amputationen. Hier kommt es oft zu Autoamputationen, d.h. dass der Körperteil von selbst abfällt.

Gefährdete Körperstellen

Bei Durchblutungsstörungen sind häufig die Zehen oder Beine betroffen, so dass hier Stück für Stück („Salamitechnik“) der Fuß amputiert wird. Bei Diabetikern fängt es oft mit einzelnen Zehen an und endet nicht selten mit dem Verlust des ganzen Fußes.

Insgesamt sind alle Körperteile gefährdet, z.B. die Finger bei Erfrierungen oder bei unfallbedingten Quetschungen.

Vorbeugung und Heilung

Heilungsverlauf

Bei geplanten Amputationen bestehen gute Heilungschancen, da die Operation unter sterilen Bedingungen durchgeführt wird.

Der Stumpf wird so präpariert, dass eine gute Wundheilung ermöglicht wird und nach Möglichkeit eine anschließende Belastung erfolgen kann. Somit heilen komplikationslose Wunden innerhalb von Tagen bis Wochen ab, je nach Stelle und Größe der Wunde.

Vorbeugung und Heilung

Vorbeugung

Gerade bei der Risikogruppe der Diabetiker ist eine Schulung und Einstellung des Blutzuckers entscheidend für die Progression der Erkrankung.

Mangelnde Durchblutung und infizierte Wunden sind unter anderen die Hauptgründe für das Entfernen von Körperteilen. Hier müssen die Patienten und deren Angehörige aufgeklärt werden, damit es gar nicht erst so weit kommt.

Ansonsten helfen Schutzkleidung und gesetzliche Vorgaben, um z.B. Arbeitsunfälle mit Amputationsfolge zu verhindern.

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Mögliche Komplikationen

Wie bei allen Operationen können Infektionen oder Wundheilungsstörungen auftreten, die die Heilungszeit erschweren oder verlängern.

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Die Autoren

Dr. Roxane Lorenz

Nach ihrem Studium der Biologie an der Ruhr-Universität Bochum promovierte Dr. Lorenz zum Dr. rer. nat. Seit 2012 ist sie in der medizinisch-wissenschaftlichen Abteilung bei Dr. Ausbüttel tätig, seit 2018 auch als Leiterin dieser Abteilung sowie der Forschungsabteilung.

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