Ausbildung PTA

Ausbildung PTA

Für den PTA-Beruf ist ein Interesse an Gesundheit, Biologie und Chemie wichtig, um die tägliche Arbeit mit Einsatzbereitschaft und Spaß durchführen zu können. Da es in der Apotheke sehr oft zum Kontakt mit Kundinnen und Kunden kommt, sind Freude am Umgang mit Menschen, Einfühlungsvermögen und Hilfsbereitschaft grundlegende soziale Voraussetzungen.

Voraussetzungen und Aufnahmetest für die Ausbildung zur PTA

Für eine PTA-Ausbildung ist die Mittlere Reife oder ein vergleichbarer mittlerer Schulabschluss nötig. Gute Noten in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern sind wünschenswert; erhöhen die Chance auf einen Ausbildungsplatz. Die Bewerbung muss direkt an die Berufsschule gerichtet werden, bei der die Ausbildung absolviert werden soll. Jede Schule hat noch einmal eigene Voraussetzungen und bei vielen Schulen gibt es Aufnahmetests für die Bewerber und Bewerberinnen.

Welche Bewerbungsunterlagen werden für die Ausbildung zur PTA verlangt?

  • Bewerbungsschreiben
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Lichtbild
  • Kopie des Abschlusszeugnisses, Zwischenzeugnisses oder die Anerkennung eines ausländischen Schulabschlusses
  • Ausgefüllter Anmeldebogen der jeweiligen Berufsschule

Weitere Informationen müssen bei der jeweiligen Berufsschule eingesehen werden. Nachdem die Unterlagen eingereicht wurden, wird dann eine Einladung zum Aufnahmetest und zum Bewerbungsgespräch durch die Berufsschule ausgesprochen.

Wie finde ich eine Berufsschule für PTA?

Berufsschulen für PTA gibt es in ganz Deutschland und in vielen Städten, so dass es fast immer möglich ist, die Ausbildung nahe der Heimat zu absolvieren. Zudem werden gerade viele pharmazeutische Fachkräfte gesucht, was die Chancen auf dem Arbeitsmarkt nach der Ausbildung erhöht. Eine Übersicht der Berufsschulen in der jeweiligen Region kann über die Website der zuständigen Apothekenkammer eingesehen werden.

Wie lange dauert die Ausbildung zur PTA?

Die Ausbildung beginnt im September und dauert insgesamt zweieinhalb Jahre. Sie gliedert sich in eine zweijährige schulische Ausbildung und eine anschließende halbjährige praktische Ausbildung. 

Welche Prüfungen müssen abgelegt werden um Pharmazeutisch Technische Assistentin oder Assistent zu werden?

Die Prüfungen werden in zwei Abschnitten abgelegt: Eine schriftlich, mündlich und praktisch direkt nach den beiden Schuljahren, die andere nach der halbjährigen praktischen Ausbildung. Bei der Prüfung im zweiten Abschnitt werden Inhalte aus der halbjährigen praktischen Ausbildung abgefragt.

Ablauf der PTA Ausbildung

Die zweijährige Schulausbildung an einer staatlich anerkannten Berufsfachschule für PTA endet mit einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung. In den Ferien, die zur selben Zeit stattfinden wie die Ferien an öffentlichen Schulen, muss ein 160-stündiges Praktikum in einer öffentlichen Apotheke absolviert werden. Dadurch bekommen angehende PTA einen ersten Einblick in den Berufsalltag. Um am Ende der Ausbildung zur PTA-Prüfung zugelassen zu werden, ist außerdem ein Erste-Hilfe-Kurs nachzuweisen. Dieser kann schon vor der Ausbildung besucht werden, darf aber nicht älter als zwei Jahre sein. Im Anschluss an die Schulausbildung startet die sechsmonatige praktische Ausbildung in einer Apotheke, die mit einer mündlichen Prüfung abgeschlossen wird.

Gehalt in der Ausbildung zur PTA?

Der schulische Teil der Ausbildung zur PTA wird zurzeit nicht vergütet. Teilweise muss sogar ein Schulgeld entrichtet werden. Auf Grund des Fachkräftemangels wird jedoch über Lösungsansätze diskutiert. Denn die Ausbildung zur PTA ist anspruchsvoll und Arbeitskräftemangel ein großes Thema in den Apotheken. In einigen Bundesländern gibt es Modellversuche mit Stipendien, die zukünftige Arbeitgeber-Apotheken an die Auszubildenen auszahlen.

Im Praktikum, welches sich an die schulische Ausbildung anschließt, richtet sich das Gehalt dann nach dem Tarifvertrag für Apotheken.
Wichtig! Diese Vergütung nach Tarifvertrag muss im Praktikumsvertrag schriftlich festgehalten sein.

Folgendes Gehalt wird nach Tarifvertrag 2023 im Praktikum gezahlt:

  • Tarifbereich ADA (gesamtes Bundesgebiet außer Nordrhein): 793,00 € brutto monatl.
  • Tarifbereich Nordrhein: 808,00 € brutto monatl.

Inhalte der PTA Ausbildung

Der Alltag an einer Berufsschule für PTA ist sehr abwechslungsreich. Er gliedert sich in theoretische, praktische und allgemeinbildende Fächer. 
Zu den theoretischen Fächern gehören:

  • Arzneimittelkunde
  • Allgemeine und pharmazeutische Chemie
  • Galenik (Herstellung von Arzneimitteln)
  • Botanik und Drogenkunde
  • Ernährungskunde und Diätetik
  • Gefahrstoff- und Pflanzenschutzkunde
  • Körperpflegekunde
  • Fachbezogene Mathematik
  • Medizinproduktekunde
  • Berufs- und Gesetzeskunde
  • Physikalische Gerätekunde

Praktische Fächer:

  • Chemisch-pharmazeutische Übungen, einschließlich Untersuchungen von Körperflüssigkeiten
  • Übungen zur Drogenkunde
  • Galenische Übungen
  • Apothekenpraxis einschließlich EDV


Allgemeinbildende Fächer:

  • Deutsch und Terminologie
  • Wirtschafts- und Sozialkunde
  • Englisch
  • Kommunikation

Im 160-stündigen Praktikum sollte idealerweise (die Apothekenleitung entscheidet über die Aufgaben selbst) bei der Bestellung und Lieferung von Ware mitgearbeitet werden. Auch die Mitarbeit in Rezeptur und Defektur, die Prüfung von Fertigarzneimitteln und Ausgangsstoffen sowie die Bearbeitung von Rezepten gehört ins Praktikum. 
 

Im halbjährigen Praktikum, dem letzten Ausbildungsabschnitt, wird insbesondere der Umgang mit Kunden erlernt und unter anderem das Wissen über Arzneimittel vertieft

Ist ein Quereinstieg in den Beruf PTA möglich?

Wer einen anderen beruflichen Weg eingeschlagen hat und nun als PTA arbeiten möchte, kann den Quereinstieg wagen. Die Umschulung dauert zweieinhalb Jahre. Sind aber bereits Erfahrungen vorhanden, weil beispielsweise ein ähnlicher Beruf ausgeübt wurde, kann die Dauer verkürzt werden. Wie die Ausbildung auch, besteht die Umschulung zum/zur Pharmazeutisch-technischen Assistenten/in ebenfalls aus einer Kombination aus Berufsschule und praktischer Phase. Sie eignet sich besonders für Menschen, die bereits im medizinischen, chemischen oder naturwissenschaftlichen Bereich arbeiten bzw. gearbeitet haben, zum Beispiel:


Die Umschulung wird in den meisten Fällen von der Bundesagentur für Arbeit gefördert, wenn der eigentliche Beruf aus besonderen Gründen nicht mehr ausgeführt werden kann.

Literatur