Blasen

Blasen sind flüssigkeitsgefüllte Räume, die sich in einer der Hautschichten bilden können.



Symptome

Die Hautschichten lösen sich voneinander und der Zwischenraum wird mit Flüssigkeit, z.B. Lymphe, Serum oder Blut gefüllt.

Auch wenn sich die Ursachen einer Blasenbildung unterscheiden können, ist das Aussehen grundsätzlich ähnlich. Bedingt durch die Ursache der Blase kann die Umgebungshaut ebenfalls geschädigt sein.


Schweregrad

Geschlossene und offene Blasen

Blasen können aufplatzen, wenn der Druck durch die Flüssigkeitsansammlung zu groß ist oder die Haut von außen verletzt wird. Geschlossene Blasen sollten nicht geöffnet werden, da die Hautschicht als Schutzschicht dient. Muss die Blase auf Grund der Größe oder Stelle geöffnet werden, sollte sie mit einer desinfizierten, sauberen Nadel punktiert werden, die Flüssigkeit abgelassen werden und dann mit einem Pflaster abgedeckt werden. Die Hautschicht sollte als Schutzschicht auf der Blase verbleiben.

Blasen unter der Hornhaut sitzen meistens recht tief im Gewebe. Deshalb sollte man hier einfach abwarten und die Stelle ggf. etwas abpolstern. Nach einigen Tagen verheilt die Stelle meist eigenständig.

Blase mit Eiter oder Blut

Mit Eiter gefüllte, entzündete Blasen sollten von einem Arzt untersucht und dann behandelt werden.

Blutblasen entstehen, wenn zusätzlich noch kleine Blutgefäße verletzt werden und Blut in die Hautschichten einlaufen kann. Die Behandlung einer Blutblase erfolgt wie bei einer normalen Blase.

Blase nach Insektenstich

Nach Insektenstichen entstehen häufig rote Stellen und Quaddeln, die mit Juckreiz einhergehen. Entzündet sich die Stelle, z.B. durch Kratzen, können heftigere Reaktionen die Folge sein. Aus diesem Grund sollte nie an Insektenstichen gekratzt werden. Kühlen oder eine juckreiz-lindernde Salbe können hier Abhilfe schaffen.


Ursache und Entstehung

Blasen entstehen durch thermische oder chemische Einwirkung oder Druck und Reibung.

Andere Entstehungsursachen können krankheitsbedingt sein, z.B. bei Windpocken, Ekzemen oder bullösen Erkrankungen.


Gefährdete Körperstellen

Blasen können an allen Körperstellen auftreten. Besonders oft entstehen sie an Händen oder Füßen, wenn dort ungewohnte Belastungen, z.B. durch neue oder schlechtsitzende Schuhe auftreten.

Behandlung und Therapie

Als erstes sollte die Ursache für die Blasenbildung behoben werden, indem z.B. die Schuhe gewechselt werden. Dann kann die Heilung der Wunde beginnen und dauert, je nach Größe und Stelle, bis zu drei Wochen.

Behandlung offener Blasen

Auf eine offene Blase kann  als Schutz vor Verunreinigungen und zur Unterstützung der Heilung ein Pflaster geklebt werden . Geeignet sind hier Pflaster, die nicht mit der Wunde verkleben und spezielle Blasenpflaster. Diese können mehrere Tage auf der Wunde bleiben, schützen die Wunde und schaffen eine ideale Heilungsumgebung.

Auf offene Wunden können Wundheilsalben aufgetragen werden und dadurch die Heilung unterstützen.

Wurde eine Warze vereist, sodass eine Blase entstanden ist, sollte diese nach Möglichkeit nicht geöffnet werden.


Mögliche Komplikationen

Blasen können sich entzünden und sollten deshalb schon zu Beginn der Behandlung desinfiziert werden. Klingt die Entzündung nicht nach wenigen Tagen und einer Behandlung mit Desinfektionsmitteln ab, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Heilungsverlauf

Normalerweise heilen Blasen innerhalb von einigen Tagen ab. Bei oberflächlichen Verletzungen geschieht dies in der Regel auch ohne Narbenbildung.

Verbrennungen

Bei Verbrennungen ist die Blasenbildung ein Mittel zur Einschätzung der Schwere der Verbrennung.

Vorbeugung

Eine Blasenbildung kann verhindert werden, indem Druck und Reibung reduziert werden. Dies wird  durch gut sitzende Schuhe, faltenfreie Socken oder langsames gewöhnen der Haut an die ungewohnte Belastung erreicht.