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Blasen: Entstehung und Heilung

Mechanische Verletzungen

Blasen

Blasen sind flüssigkeitsgefüllte Hohlräume in der Haut. Sie können auf die oberste Hautschicht beschränkt bleiben oder in tieferen Hautschichten vorkommen. Häufig entstehen Blasen nach Verbrennungen, Reibung oder ungewohntem Druck, besonders an den Füßen oder Händen.

Inhaltsverzeichnis

Blasen können aber auch durch Krankheiten hervorgerufen werden. Sie entstehen beispielsweise bei Windpocken, Ekzemen oder Autoimmunerkrankungen am ganzen Körper oder vereinzelten Stellen des Körpers. Bläschen bis zu einer Größe von 5 mm werden in der Fachsprache als Vesiculae und größere Blasen als Bullae bezeichnet. In der Regel verheilen Blasen nach wenigen Tagen wieder, wenn sie nicht geöffnet und sauber gehalten werden. Beim ersten Auftreten von kleinen Scheuerstellen, kann eine Blasenbildung noch verhindert werden. Generell kann man der Entstehung von Blasen durch Tragen von gutsitzenden, bequemen Schuhen, faltenfreien Socken und langsamer Gewöhnung der Haut an ungewohnte Belastungen vorbeugen.

Ursache und Entstehung

Wie entstehen Blasen?

Häufig entstehen Blasen als Folge von starker Reibung oder ungewohntem Druck.

Weil Hände und Füße den meisten äußeren Belastungen ausgesetzt sind, kommen Blasen dort am häufigsten vor. Durch vermehrtes Schwitzen wird die Bildung von Blasen noch begünstigt. Die Ursachen für Blasen an den Füßen sind meist schlechtsitzende Schuhe, Socken aus synthetischen Fasern, die starkes Schwitzen auslösen, oder eine Kombination daraus. Schuhe, die im Zehenbereich sehr eng sitzen, können Blasen zwischen den Zehen verursachen. Besonders, wenn in dem Bereich Reibung entsteht und sich Schweiß sammelt. Außerdem können kleine Bläschen zwischen den Zehen ein Symptom von Fußpilz sein.

Blasen sind im Grunde ein Symptom voneinander gelöster Hautschichten. Die Ursache dafür kann aber sehr verschieden sein:

  • Druckblasen: Durch mechanische Reibung werden Hautschichten gegeneinander verschoben. Wenn der Druck zu hoch wird, lösen sich als Folge die Hautschichten voneinander ab.
  • Brandblasen: Heiße Flüssigkeiten oder Gegenstände sorgen bereits ab einer Temperatur von etwa 50°C dafür, dass sich Hautschichten voneinander lösen.
  • Entzündungsbedingte Blasen: Bei Infektionen oder Autoimmunkrankheiten sorgen einwandernde Bakterien oder Immunzellen dafür, dass sich die Hautschichten voneinander lösen.

Wenn sich die Hautschichten voneinander lösen, füllt sich der entstandene Zwischenraum mit Flüssigkeit. Das kann Lymphflüssigkeit, Serum, Blut oder Eiter sein. Auch wenn sich die Ursachen einer Blasenbildung unterscheiden können, ist das Aussehen grundsätzlich ähnlich. Bedingt durch die Ursache der Blase, kann die Umgebungshaut ebenfalls geschädigt sein. Dies ist beispielsweise bei Brandblasen oder Blasen aus entzündlicher Ursache der Fall.

Ursache und Entstehung

Wie werden Blasen eingeteilt und diagnostiziert?

Eine Einteilung von Blasen kann nach verschiedenen Kriterien erfolgen. Medizinisch ist es sinnvoll, Blasen nach ihrer Ursache und ihrer Lokalisation einzuteilen.

Als Ursachen kommen Entzündungen (Schadstoffe, Infektionen, allergische Reaktionen), mechanische Schädigungen (Druck, Reibung) oder Verbrennungen infrage. Da sich Blasen zwischen verschiedensten Hautschichten bilden können, werden sie auch nach ihrer Tiefe unter der obersten Hornschicht (Stratum corneum) eingeteilt:

  • Subcorneal: direkt unter der obersten Schicht (Stratum corneum) der Epidermis (Oberhaut)
  • Intraepidermal: innerhalb der Epidermis
  • Subepidermal: zwischen Epidermis und Dermis (Lederhaut unter der Epidermis)

Üblicherweise ist die Entstehung einer Blase mit Schmerzen verbunden, so dass die Ursache klar eingegrenzt werden kann. Gibt es keine Anhaltspunkte für äußere Einflüsse, die zur Blasenbildung beigetragen haben könnten, kann auch eine Entzündung der Auslöser sein. In dem Fall, oder wenn sich eine Blase entzündet hat oder mit Eiter gefüllt ist, sollten Betroffene unbedingt einen Arzt aufsuchen.

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Behandlung und Heilung

Wie werden Blasen behandelt und wie lange dauert die Heilung?

Meist können Blasen ohne einen Besuch beim Arzt mit Hausmitteln (z.B. Teebaumöl oder Aloe Vera) und bestimmten Verhaltensregeln behandelt werden.

Unabhängig von ihrer Entstehungsursache, sollten alle geschlossenen Blasen nicht geöffnet oder aufgestochen werden. Die Haut über der Blase schützt das geschädigte Gewebe darunter vor Bakterien. Eine Öffnung der Blase ermöglicht das Eindringen von Erregern, wodurch sich eine an sich ungefährliche Blase schnell entzünden kann. Stattdessen muss Druck auf der Blase vermieden werden, insbesondere am Fuß kann das gut durch ein Aufbringen von Blasenpflastern erreicht werden. Im Regelfall verbleibt das Blasenpflaster auf der Blase, bis es sich von alleine löst. Zusätzlich muss der Druckverursacher, z. B. der verursachende Schuh, wenigsten bis zur kompletten Ausheilung entfernt werden. Die Heilungszeit einer geschlossenen Blase hängt von ihrer Lokalisation sowie Größe ab und sollte nach etwa sieben Tagen abgeschlossen sein. Wenn eine Blase unter tieferen Hautschichten sitzt oder sehr groß ist, dauert die Heilung länger als bei kleineren, oberflächlichen Blasen.

In seltenen Fällen kann es jedoch notwendig werden, geschlossene Blasen zu öffnen. Dies betrifft vor allem Blasen, die aufzuplatzen drohen. Das sind insbesondere oberflächliche Blasen an Stellen, an denen Druck nicht vermieden werden kann. Blasen, die ihrerseits unangenehmen Druck verursachen, weil sie beispielsweise unter einer dicken Hornhautschicht unter dem Fuß sitzen, können ebenfalls geöffnet werden, um den Druck zu mindern. Um eine Blase zu öffnen, sollte man eine saubere Nadel desinfizieren und die Blase damit an einer Stelle einstechen (punktieren). Die Haut sollte man danach unbedingt als Schutzschicht auf der offenen Blase lassen und nicht abschneiden oder gar reißen. Gleiches gilt für bereits aufgeplatzte, halboffene Blasen. Die verbliebene Haut sollte immer auf der Blase belassen werden. Um Infektionen zu vermeiden, ist Hygiene bei halboffenen oder offenen Blasen besonders wichtig. Damit keine Verunreinigungen in das Gewebe geraten können, sollte man ein Pflaster - jedoch kein Blasenpflaster - auf die Blase kleben. Die Heilung von offenen Blasen dauert etwas länger als bei geschlossenen Blasen. Diese sollte dennoch nicht deutlich länger als sieben Tage in Anspruch nehmen.

Juckende und nässende Blasen zwischen den Zehen können durch Fußpilz verursacht worden sein. Deshalb sollte man beim Auftreten dieser Blasen einen Hautarzt aufsuchen. Wenn sich der Verdacht auf Fußpilz bestätigt, sollten die Blasen mit einer entsprechenden Salbe gegen Fußpilz behandelt werden. Wenn Blasen als Symptom von Erkrankungen entstanden sind, muss, neben der lokalen Blasenbehandlung, ebenfalls die zugrundeliegende Krankheit mit ärztlicher Abklärung behandelt werden. Die Dauer bis zur Abheilung dieser Blasen richtet sich dann nach der Zeit, bis die Erkrankungen abgeklungen sind.

Brandblasen sollten sofort nach der Verbrennung am besten unter fließendem Leitungswasser gekühlt werden. Wichtig bei der Kühlung ist, dass sie nicht zu lange (etwa 10 Minuten) und nicht zu kalt (nicht deutlich unter 20°C) erfolgen darf. Das Auftragen von kühlenden Brandsalben kann ebenfalls zur Heilung beitragen. Die Heilung sollte bei kleineren Brandblasen nach einigen Tagen abgeschlossen sein.

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Behandlung von Blasen

  • Geschlossene Blasen nicht öffnen oder aufstechen.
  • Blasen, die aufzuplatzen drohen, sollten punktiert werden, um die Flüssigkeit abzulassen.
  • Bei punktierten Blasen die Haut als Schutzschicht auf der Blase belassen.
  • Bei unabsichtlich geöffneten Blase mit eingerissener Blasenhaut das Blasendach komplett abschneiden. So wird vermieden, dass umliegende Haut nicht versehentlich abgerissen wird und es so zu neuen Verletzungen kommt.
  • Auf offene Blasen sollte kein Blasenpflaster aufgebracht werden
  • Juckende und nässende Blasen von einem Hautarzt untersuchen lassen
  • Brandblasen sofort unter fließendem Leitungswasser kühlen (nicht länger als 10 Minuten, nicht kälter als 20°C)

Behandlung und Heilung

Welches Verbandmaterial ist für Blasen geeignet?

Alle Blasen sollten mit geeignetem Verbandmaterial abgedeckt werden.

Geschlossene Blasen werden am besten mit Blasenpflastern abgedeckt, um den Druck auf der Blase zu minimieren und ein Aufplatzen zu verhindern. Geeignet ist hier das DracoPlast Blasenpflaster. Die hydrokolloide Matrix (Gelsubstanz) des Blasenpflasters schützt die Blase als eine Art Polster vor Druckbelastung und Verunreinigung.

Durch ein Blasenpflaster wird die betroffene Region vollständig verschlossen, ohne dass das Pflaster mit der Wunde verklebt. Das Blasenpflaster ermöglicht die feuchte Wundbehandlung der Blase. Die Wahrscheinlichkeit einer Narbenbildung wird durch das Pflaster ebenfalls minimiert.

FAQ Blasen: Häufige Fragen

Wenn sich die Blase z.B. beim Laufen geöffnet hat, kann man ein Desinfektionsmittel anwenden, z.B. Octenisept. Betaisodona® sollte eher bei akuten Verletzungen genommen werden.

Blasenpflaster sollten im Regelfall auf der Blase verbleiben, bis sie sich von alleine lösen.

Auf offene Blasen sollte man kein Blasenpflaster kleben. Ggf. kann so Schmutz auf der offenen Blase eingeschlossen werden. Bei offene Blasen, bei denen das Blasendach aufgeplatzt ist oder entfernt wurde, erfolgt die Wundbehandlung wie bei anderen akuten Wunden auch. Wichtig ist, eine Wundauflage zu verwenden, die das sensible Gewebe nicht reizt oder damit verklebt. Verwendet werden können normale Pflaster, auch in Kombination mit einer Heilsalbe. Es bieten sich aber auch dünne sterile hydrokolloide Wundauflagen an, die mehrere Tage auf der Wunde verbleiben können.

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Die Autoren

Dr. Roxane Lorenz

Nach ihrem Studium der Biologie an der Ruhr-Universität Bochum promovierte Dr. Lorenz zum Dr. rer. nat. Seit 2012 ist sie in der medizinisch-wissenschaftlichen Abteilung bei Dr. Ausbüttel tätig, seit 2018 auch als Leiterin dieser Abteilung sowie der Forschungsabteilung.

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