Epithelisierungsphase

Epithelisierungsphase

Die Epithelisierungsphase, auch Epithelialiserungsphase oder Regenerationsphase genannt, ist die letzte der insgesamt drei Wundheilungsphasen. Ziel der Epithelisierungsphase ist ein vollständiger Wundverschluss.

Narbenbildung

Diese Wundheilungsphase hat das Ziel, die Wunde vollständig zu verschließen.

Dazu wird das Granulationsgewebe zunehmend flüssigkeitsärmer und der Körper bildet verstärkt Kollagenfasern aus, die sich vernetzen und stabilisieren. Die Wundoberfläche wird durch die Epithelisation, also durch Epitelzellen verschlossen. Diese Zellen wandern vom Wundrand her über das frische Granulationsgewebe ein. Je voller das Granulationsgewebe ausgebildet ist, desto schneller verläuft die Epithelisierung.

Treffen zwei Epidermiszellen aufeinander, kommt es zum Stillstand der Wanderung und somit auch zum Stillstand der Gewebeneubildung. Die Zellen verankern sich auf dem Granulationsgewebe und bilden die neue Basalmembran. Als Ergebnis dieser Phase entsteht eine Narbe. Das neu gebildete Narbengewebe unterscheidet sich deutlich von der intakten Haut, da es keine Haar- oder Schweißdrüsen aufweist sowie keine Pigmentzellen enthält.

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Wundversorgung

In der Epithelisierungsphase steht der Wundrandschutz und die Wundruhe im Vordergrund.

Das Wundmilieu sollte optimal feucht sein, um das Granulationsgewebe auf Hautniveau zu halten. Liegt eine Hypergranulation oder atrophische Granulation vor, können die Epithelzellen die Wunde nicht vollständig schließen. Damit das frisch gebildete Epithel nicht aufgeht, sollte die Wunde nicht zu feucht behandelt werden.

Besonders geeignet für Wunden in der Epithelisierungsphase sind:

Die Autorin Dr. Roxane Lorenz
Dr. Roxane Lorenz

Nach ihrem Studium der Biologie an der Ruhr-Universität Bochum promovierte Dr. Lorenz zum Dr. rer. nat. Seit 2012 ist sie in der medizinisch-wissenschaftlichen Abteilung bei Dr. Ausbüttel tätig, seit 2018 auch als Leiterin dieser Abteilung sowie der Forschungsabteilung.