Wunde und Schmerz

Schmerz ist eine unangenehme Sinneserfahrung, die

  • negative Emotionen hervorruft

  • die Lebensqualität herabsetzt

  • einen erheblichen Stressfaktor darstellen kann

Der Begriff Wundschmerzen beschreibt Schmerzen, die im Bereich der Wunde während des Heilungsprozesses auftreten. Der Schmerz liegt nicht immer im Wundgebiet, oftmals strahlt das Schmerzempfinden in das Umfeld der Wunde aus.

Halten Wundschmerzen über einen längeren Zeitraum an, können sie chronisch werden. Schmerzen bei chronischen Wunden treten häufig auf und sind oft auch sehr stark.

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Inhaltsverzeichnis

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Ursache und Entstehung

Ursachen für Schmerzen sind Verletzungen oder Veränderungen im Gewebe. An den betroffenen Stellen werden Substanzen freigesetzt, die umliegende Nervenzellen aktivieren können. Diese leiten die Impulse weiter zum Gehirn, wo der Schmerz als solcher wahrgenommen und verarbeitet wird. Wie alle Schmerzen führen auch die wundbedingten zu einem erhöhten Stresslevel (Cortisol), Angst (Verengung der Gefäße) und einer Herabsetzung der Funktionalität des Immunsystems.

Chronische (Wund-)schmerzen sind komplex und werden beeinflusst durch psychische und physische Faktoren. Zudem sind sie abhängig von

  • dem derzeitigen emotionalen Zustand,

  • der persönlichen kulturellen Prägung,

  • der Erwartungshaltung gegenüber Schmerzen,

  • der Bedeutung, die der Wunde beigemessen wird.


Behandlung und Therapie

Das sollten Sie beachten!

Wundversorger sollten immer auf die Schmerz- und Lebensqualität des jeweiligen Patienten achten bzw. Rücksicht nehmen.

Wundschmerzen können unter anderem zu Depressionen und damit auch zur Isolation führen. Schmerzen einer Wunde sollten immer eine Hauptpriorität im chronischen Wundmanagement spielen.

Eine ganzheitliche Organisation muss auf einer sicheren und effektiven Kombination von psychosozialen Ansätzen, zusammen mit lokaler und systematischer Schmerztherapie, basieren.

Geeignete Wundauflagen

  • Wundauflagen mit zeitgemäßem idealfeuchtem Milieu anwenden, dadurch längere Wechselintervalle möglich

  • Bei Alters- und Pergamenthaut Wundauflagen mit Silikonhaftrand anwenden

  • möglichst keine Wundauflagen mit stark haftenden Kleberändern oder Wundkontaktflächen verwenden, da diese die häufig überreizten Nerven zusätzlich reizen können

  • geeignete DRACO-Produkte: DracoFoam haft sensitiv (Verwendung eines sanften Silikonklebers am Rand, kein Klebstoff auf dem Wundkissen)

Schmerzarmer Verbandwechsel

Unsere Empfehlung

Für chronische Schmerzen gilt:

  • Akzeptanz

  • Dokumentation

  • Entwicklung einer therapie- und überwachungsgerechte Strategien

  • Ganzheitliche Therapie sollte psychosoziale Ansätze und eine lokale und systemische Schmerztherapie umfassen

Somit kann das Leben von Personen mit chronischen Wunden optimal verwaltet werden. Eine verbesserte Schmerzbehandlung kann auch zu einer verbesserten und schnelleren Wundheilung beitragen.