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Inhaltsverzeichnis

Grundlagen

Wunde und Schmerz

Schmerz ist eine unangenehme Sinneserfahrung, die zu verschiedenen Beeinträchtigungen führen kann.

Schmerz kann negative Emotionen hervorrufen, die Lebensqualität herabsetzen und/oder einen erheblichen Stressfaktor darstellen.

Der Begriff Wundschmerzen beschreibt Schmerzen, die im Bereich der Wunde während des Heilungsprozesses auftreten. Der Schmerz liegt nicht immer im Wundgebiet, oftmals strahlt das Schmerzempfinden in das Umfeld der Wunde aus.

Halten Wundschmerzen über einen längeren Zeitraum an, können sie chronisch werden. Schmerzen bei chronischen Wunden treten häufig auf und sind oft auch sehr stark.

Therapie

Schmerztherapie

Die Ursache von Schmerzen bei der Behandlung und Versorgung von Wunden ist individuell verschieden und immer abhängig von der Grunderkrankung, weiteren Erkrankungen, der Wunde selber und ihrer Versorgung, sowie der Gesamtverfassung des Patienten.

Behandlung von Schmerzen

Es muss zwischen den Schmerzen einer akuten Behandlung – z.B. der Wundreinigung – und grundsätzlich bestehenden Schmerzen unterschieden werden.

Nahezu alle Verletzungen, außer starken Brandwunden und Erfrierungen, verursachen mehr oder weniger heftige Schmerzen. Je nach Äußerung des Patienten und Umfang der Verletzung gibt es verschiedene Schmerzmedikationen, die eingesetzt werden können.

Neben lokalen Betäubungsmitteln, die mittels Spritze oder Creme appliziert werden, gibt es auch systemisch, d.h. im ganzen Körper wirkende Medikamente. Die Behandler entscheiden hier anhand der Verletzung, welches Schmerzmedikament das am besten geeignete ist.

Bei akuten Verletzungen ist oft eine Schmerzbehandlung während der Versorgung und einige Tage danach nötig, bis sich das Gewebe soweit stabilisiert hat, dass auch die Schmerzen nachlassen.

Liegt eine chronische Erkrankung zu Grunde, sind auch die Schmerzen oft ein andauernder Begleiter. Je nach Grunderkrankungen haben Patienten mehr oder weniger starke Schmerzen. Bei einer pAVK ist die Messung der schmerzfreien Gehstrecke ein wichtiges Diagnosemerkmal. Bei Diabetikern tritt häufig eine Polyneuropathie, eine Nervenschädigung, auf. Diese Patienten haben in Bezug auf die Wunde oft ein gestörtes, insbesondere vermindertes Schmerzempfinden.

Starke Schmerzen können einen negativen Einfluss auf die Wundversorgung und die allgemeine Genesung haben, da sie mit einem erhöhten Stresslevel einhergehen. Dies kann zu einer schlechteren Durchblutung und damit zu einer geringeren Sauerstoffversorgung im Gewebe führen. Diese Faktoren können dann die Wundheilung weiter verzögern. Zudem führen Schmerzen zu Angst vor der Behandlung und reduzieren die Lebensqualität der Betroffenen.

Schmerztherapie, Tabletten

Wichtig ist, dass die Schmerzen des Patienten immer ernst genommen und vom Behandler akzeptiert werden. Im nächsten Schritt sollte ihre Herkunft herausgefunden werden, sodass dann eine Behandlung zur Schmerzreduktion eingeleitet werden kann. Bei einer medikamentösen Behandlung ist es wichtig, die Schmerzmittel auf die sonstigen Medikamente abzustimmen, die der Patient einnimmt. Entscheidend ist auch der Einnahmezeitpunkt. Wenn die stärksten Schmerzen während des Verbandwechsels einer chronischen Wunde auftreten, sollte die Medikation rechtzeitig vorher eingenommen werden, damit das Medikament Zeit hat, zu wirken. Viele Schmerzmittel in Tablettenform benötigen mindestens 20 Minuten, bis sie ihre Wirkung zeigen, da sie über den Magen-Darm-Trakt ins Blut gelangen müssen. Der Patient kann z.B. die Schmerzmittel bereits zu Hause einnehmen, bevor er in die Praxis zur Behandlung kommt. Der Wirkspiegel ist dann zur Behandlung erreicht und es treten weniger Schmerzen beim Verbandwechsel auf.

Ein elementar wichtiger Punkt ist natürlich die Behandlung der Grunderkrankung. Gerade bei chronischen Wunden sollte die Grunderkrankung immer vorrangig behandelt werden, um die Heilungschance zu verbessern. Die schlechte Durchblutung führt bei Patienten mit pAVK zu starken Schmerzen bei Belastung, später auch im Ruhezustand. Die Durchblutung muss, entweder medikamentös oder operativ, wiederhergestellt werden. Bei Patienten mit einer CVI können Schmerzen durch die Schwellung der Beine auftreten. Die Kompressionstherapie wird auch nicht von allen Betroffenen problemlos akzeptiert.

Wunde und Schmerz

Ursache und Entstehung

Chronische (Wund-)schmerzen sind komplex und werden beeinflusst durch psychische und physische Faktoren. Zudem sind sie abhängig von dem derzeitigen emotionalen Zustand, der persönlichen kulturellen Prägung, der Erwartungshaltung gegenüber Schmerzen und der Bedeutung, die der Wunde beigemessen wird.

Verletzungen/ Veränderungen im Gewebe

Durch die Verletzung oder die Veränderung im Gewebe werden an den betroffenen Stellen Substanzen freigesetzt.

Aktivierung umliegender Nervenzellen

Diese freigesetzten Substanzen aktivieren die umliegenden Nervenzellen und leiten die Impulse weiter zum Gehirn.

Schmerz wird wahrgenommen und verabeitet

Dort wird der Schmerz als solcher wahrgenommen und verarbeitet. Das Resultat ist ein erhöhtes Stresslevel (Cortisol), Angst (Verengung der Gefäße) und eine Herabsetzung der Funktionalität des Immunsystems.

Wunde und Schmerz

Behandlung und Therapie

Angemessene Schmerzbehandlung kann zu einer besseren Wundheilung beitragen. Ganzheitliche Ansätze umfassen psychosoziale, lokale und systemische Therapie.

Das sollten Sie beachten!

Wundversorger sollten immer auf die Schmerz- und Lebensqualität des jeweiligen Patienten achten bzw. Rücksicht nehmen.

Wundschmerzen können unter anderem zu Depressionen und damit auch zur Isolation führen. Schmerzen einer Wunde sollten immer eine Hauptpriorität im chronischen Wundmanagement spielen.

Eine ganzheitliche Organisation muss auf einer sicheren und effektiven Kombination von psychosozialen Ansätzen, zusammen mit lokaler und systematischer Schmerztherapie, basieren.

Anbringung einer Wundauflage
DracoFoam haft sensitiv im Einsatz

Geeignete Wundauflagen

  • Es sollten zeitgemäße idealfeuchte Wundauflagen verwendet werden, sodass längere Ruhezeiten zwischen potentiell schmerzhaften Verbandwechseln möglich sind.
  • Bei Alters- und Pergamenthaut wenden Sie Wundauflagen mit Silikonhaftrand an (statt Polyacrylat-Kleber).
  • Nach Möglichkeit sollten Sie keine Wundauflagen mit stark haftenden Kleberändern oder Wundkontaktflächen verwenden, da diese die häufig überreizten Nerven zusätzlich reizen können.

Empfehlungen bei schmerzhaften chronischen Wunden

Für chronische Schmerzen gilt:

  • Akzeptanz
  • Dokumentation
  • Entwicklung einer therapie- und überwachungsgerechten Strategie
  • Ganzheitliche Therapie sollte psychosoziale Ansätze und eine lokale und systemische Schmerztherapie umfassen

Somit kann das Leben von Personen mit chronischen Wunden optimal verwaltet werden. Eine verbesserte Schmerzbehandlung kann auch zu einer verbesserten und schnelleren Wundheilung beitragen.

DracoFoam haft sensitiv

geeignetes DRACO-Produkt

DracoFoam haft sensitiv

DracoFoam haft sensitiv besitzt einen sanften Silikonkleber am Rand und keinen Klebstoff auf dem Wundkissen.

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