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Glossar

Wundhämatom

Inhaltsverzeichnis

Wundhämatome sind mit Blut gefüllte Hohlräume im Wundbereich. Unterschieden wird zwischen abgrenzenden und diffusen Hämatomen. Fließt kein Blut, sondern Flüssigkeit ein, spricht man von einem Serom. 

Definition

Was ist ein Wundhämatom?

Wundhämatome sind mit Blut gefüllte Hohlräume im Wundbereich. Sie gehören neben Wassereinlagerungen, Entzündungen, Hämatomen, Nekrosen und Fremdkörpern zu den entscheidenden Faktoren, die eine sekundäre Wundheilungsstörung verursachen können.

Unterschieden werden abgrenzende und diffuse Hämatome. Diffuse Hämatome entstehen durch eine Gefäßschädigung. Diese kann z.B. durch Traumen, degenerative Prozesse oder Tumore verursacht werden. Die Aufhebung der Gefäßintegrität führt zur diffusen Einblutung in das umgebende Gewebe. Im Gegensatz dazu weist ein abgrenzendes Hämatom eindeutige Ränder auf, die Gefäßintegrität ist intakt.

Entstehen können Wundhämatome unter anderem durch:

  • Gerinnungsstörungen (z.B. Marcumar-Patienten)
  • Mangelhafte Blutstillung während einer Operation
  • Vorzeitiges Ziehen oder Verlegen einer Drainage
  • Blutdruckerhöhung nach einer Operation

Das Blut dringt unter diesen Einflüssen aus den Gefäßen in das Wundgebiet ein. Am besten können Hämatome durch die bildgebende Diagnostik (Sonografie) im Wundgebiet inspiziert werden. Hierbei erkennt der Behandelnde, ob es sich um ein abgrenzendes oder diffuses Hämatom handelt. Ebenso kann der Arzt eine Aussage über die Konsistenz des Hämatoms treffen.

Durch ein Wundhämatom können Komplikationen verschiedenster Art entstehen, wie z.B. eine Infektion, Wundheilungsstörung und/oder Nahtdehiszenz (Auseinanderweichen benachbarter Wundränder).

Behandlung und Therapie

Wie werden Wundhämatome behandelt?

Die Therapie kann in der Anfangsphase bei kleinen Blutansammlungen konservativ erfolgen, z.B. durch Punktion des Areals, was eine sofortige Druckentlastung mit sich bringt. Auch können kleine abgrenzbare Hämatome vom Körper selbst abgebaut werden. Beschleunigt werden kann dieser Vorgang durch manuelle Lymphdrainage.

Bei größeren Wundhämatomen ist eine operative Revision mit Ausräumung des Blutergusses, Abstrichentnahme und die gleichzeitige rasche Blutstillung sinnvoll. Bei Vorhandensein von Implantaten ist immer an eine rechtzeitige Revision zu denken, da die Gefahr besteht, dass sich Keime in tiefergelegene Wundschichten ausbreiten, was dann zur Infektion führen kann.

Weiterführende Artikel

Wenn nicht Blut in einen Gewebshohlraum einfließt, sondern Flüssigkeit, spricht man von einem Serom.

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Die Autoren

Regina Freitag

Regina Freitag ist Pharmazeutisch Technische Assistentin (PTA), Praxis- und Wundmanagerin sowie Wundexpertin ICW. Seit 2016 ist sie in der medizinisch-wissenschaftlichen Abteilung bei Dr. Ausbüttel tätig und betreut Fortbildungen im Bereich der modernen Wundversorgung.

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