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MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus)

Der Erreger Staphylococcus aureus findet sich natürlicherweise auf der Schleimhaut des Nasenvorhofs und auf der Haut jedes 2. bis 3. Menschen. MRSA- bzw. ORSA-Stämme sind resistent gegen das Antibiotikum Methicillin bzw. Oxacillin.

Übertragung von MRSA findet besonders in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen statt.

Der Erreger Staphylococcus aureus ist gram-positiv und kann durch Beta-Laktam-Antibiotika, welche die Zellteilung des Bakteriums verhindern, zerstört werden. Bei gesunder Haut verursacht S. aureus normalerweise keine Infektion, anders ist es, wenn Verletzungen der Haut vorliegend. Ein geschwächtes Immunsystem begünstigt schwere Infektionen wie z.B. Blutvergiftung oder Lungenentzündung. MRSA- bzw. ORSA-Stämme sind resistent gegen das Antibiotikum Methicillin bzw. Oxacillin. Diese Stämme sind gegen alle Antibiotika der Beta-Laktam-Klasse resistent, wozu auch Methicillin und Oxacillin gehören.

MRSA-Stämme unterscheiden sich im Prinzip nur durch die schwierigere Behandlung von anderen S. aureus, führen aber nicht häufiger zu einer Infektion. Die Übertragung von MRSA findet besonders in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen statt. Besonders betroffen sind dabei Patienten mit langen Krankenhausaufenthalten, die unter offenen Wunden leiden oder ein geschwächtes Immunsystem haben.

Durch einen Abstrich kann MRSA im Labor nachgewiesen werden. Sollte der Test positiv ausfallen, werden die betroffenen Patienten im Krankenhaus von Nichtbetroffenen isoliert, um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern. Wichtig ist das Einhalten von verstärkten Hygienemaßnahmen aller Kontaktpersonen (Patient, Besucher, Krankenhauspersonal).

Durch sog. Reserveantibiotika kann MRSA behandelt werden. Zusätzlich muss eine Sanierungstherapie durchgeführt werden, d.h. die MRSA-Stämme müssen entfernt werden. Dies kann z.B. durch antibiotische oder antiseptische Salben geschehen. Bei einer nicht-intakten Hautoberfläche (Wunden, Katheter) muss diese erst abheilen können, bevor eine Sanierungstherapie erfolgen kann.

Da MRSA nicht durch die Luft übertragen wird und auch Tröpfcheninfektionen selten sind, sondern längeren Kontakt erfordern, ist das Risiko einer Infektion für gesunde Menschen sehr gering. Aus diesem Grund sind auch in Pflegeheimen oder zu Hause nicht dieselben Schutzmaßnahmen wie im Krankenhaus anzuwenden.

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Die Autoren

Dr. Roxane Lorenz

Nach ihrem Studium der Biologie an der Ruhr-Universität Bochum promovierte Dr. Lorenz zum Dr. rer. nat. Seit 2012 ist sie in der medizinisch-wissenschaftlichen Abteilung bei Dr. Ausbüttel tätig, seit 2018 auch als Leiterin dieser Abteilung sowie der Forschungsabteilung.

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