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MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus)

Der Erreger Staphylococcus aureus findet sich natürlicherweise auf der Schleimhaut des Nasenvorhofs und auf der Haut jedes 2. bis 3. Menschen. Dieses Bakterium ist gram-positiv und kann durch β-Laktam-Antibiotika, welche die Zellteilung des Bakteriums verhindern, zerstört werden. Bei gesunder Haut verursacht S. aureus normalerweise keine Infektion, anders ist es, wenn Verletzungen der Haut vorliegend. Ein geschwächtes Immunsystem begünstigt schwere Infektionen wie z.B. Blutvergiftung oder Lungenentzündung. MRSA- bzw. ORSA-Stämme sind resistent gegen das Antibiotikum Methicillin bzw. Oxacillin (http://www.mrsa-net.org 2009). Diese Stämme sind gegen alle Antibiotika der β-Laktam-Klasse resistent, wozu auch Methicillin und Oxacillin gehören. MRSA-Stämme unterscheiden sich im Prinzip nur durch die schwierigere Behandlung von anderen S. aureus, führen aber nicht häufiger zu einer Infektion. Die Übertragung von MRSA findet besonders in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen statt. Besondres betroffen sind dabei Patienten mit langen Krankenhausaufenthalten, die unter offenen Wunden leiden oder ein geschwächtes Immunsystem haben (MRSA 2008).

Durch einen Abstrich kann in einem Labor untersucht werden, ob MRSA nachgewiesen werden kann. Sollte der Test positiv ausfallen, werden die betroffenen Patienten im Krankenhaus von Nichtbetroffenen isoliert, um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern. Wichtig ist das Einhalten von verstärkten Hygienemaßnahmen aller Kontaktpersonen (Patient, Besuch, Krankenhauspersonal). Durch sog. Reserveantibiotika kann MRSA aber behandelt werden. Zusätzlich muss eine Sanierungstherapie durchgeführt werden, d.h. die MRSA-Stämme müssen entfernt werden. Dies kann z.B. durch antibiotische oder antiseptische Salben geschehen. Bei einer nicht-intakten Hautoberfläche (Wunden, Katheter) muss diese erst abheilen können, bevor eine Sanierungstherapie erfolgen kann.

Da MRSA nicht durch die Luft übertragen wird und auch Tröpfcheninfektionen selten sind, sondern längeren Kontakt erfordern, ist das Risiko einer Infektion für gesunde Menschen sehr gering. Aus diesem Grund sind auch in Pflegeheimen oder zu Hause  nicht dieselben Schutzmaßnahmen wie im Krankenhaus anzuwenden.

Downloads:

Schnellratgeber MRSA
Patientenbroschüre MRSA

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