MFA – ein Job mit Perspektive und Leidenschaft

MFA – ein Job mit Perspektive und Leidenschaft

Die Anforderungen, die an uns MFA gestellt werden, sind hoch. Aber das Positive, was wir aus dem Beruf ziehen können, sollte man nicht außer Acht lassen. Als MFA ist man ein Multitalent: man ist Organisationstalent, Fachkraft und irgendwie manchmal doch auch ein bisschen Seelsorger. 

Ist MFA ein guter Beruf?

“Was magst Du eigentlich am Beruf der medizinischen Fachangestellten?”

Diese Frage stellte die Tochter einer Freundin, bei der ich vor Kurzem zu Besuch war. Und ehrlich gesagt wusste ich nicht recht, wo genau ich anfangen sollte. Der Beruf als MFA ist so vielseitig, dass er einfach nie langweilig wird, oder?

Also habe ich nachgedacht, was genau den Beruf der MFA für mich persönlich so attraktiv macht: Ein hohes Maß Organisationsfähigkeit, ausgeprägtes fachliches Wissen und die Fähigkeit, feinfühlig mit Menschen in unterschiedlichen Situationen ihres Lebens und teils auch mit sehr schwierigen Gesundheitssituationen umzugehen – all das erfordert unser Beruf. Mit der Bezeichnung der „Sprechstundenhilfe“ oder des „Arzthelfers“ hat der Beruf der medizinischen Fachangestellten nicht viel gemein.  

Organisationstalent

Der Anteil bürokratischer und administrativer Tätigkeiten im Beruf des/der MFA sollte tatsächlich nicht unterschätzt werden. Von der Patientenaufnahme, dem Anlegen und Aktualisieren der Patientenakten über das Verfassen von Berichten, Ausstellen von Überweisungen, Ausfüllen von Anträgen bis hin zur komplexen Terminverwaltung wird der Großteil der Praxisorganisation durch uns MFA „gewuppt“. 

Kommunikationsstärke

Neben dem direkten Patientenkontakt müssen wir MFA unsere Kommunikationsfähigkeit auch übers Telefon und über E-Mail unter Beweis stellen. Dabei sind wir täglich mit den digitalen Anwendungen rund um die elektronische Gesundheitskarte, mit unserer Praxisverwaltungssoftware, einem Terminverwaltungsprogramm oder auch Reaktionen auf Bewertungen in verschiedenen Online-Portalen befasst. 

Fachexpertise

Die medizinische Ersteinschätzung nehmen in der Regel tatsächlich wir MFA vor. Wenn eine Patientin am Telefon ihre Beschwerden schildert oder ein Patient am Empfang die Dringlichkeit erläutert, jetzt gleich und sofort behandelt werden zu müssen, liegt es in der Regel zunächst an uns, einzuschätzen, ob eine Situation wirklich besonders zeitkritisch ist. Auch diverse Labortätigkeiten, wie die Blutentnahme, Verabreichen von Infusionen, Urin- und Blutuntersuchungen liegen im Verantwortungsbereich von uns MFA. 

Weiterbildungen

Eine Spezialisierung als MFA ist in vielen Bereichen möglich. Weiterbildungen im Bereich des Wundmanagements, Case Managements, Impf- oder Praxismanagements sind denkbar. Aber auch ein Schwerpunkt auf den kaufmännischen Bereich bis hin zum (Fach-)Hochschulstudium sind möglich. So wird es auch nach zig Jahren nicht langweilig!

Eine gute Übersicht über mögliche Weiterbildungen als MFA findet ihr hier: https://www.draco.de/beruf-der-mfa/

Insgesamt sollte man natürlich von vornherein ein Grundinteresse an gesundheitlichen Themen mitbringen und auch die Fähigkeit zur Empathie ist notwendig, um mit Patienten gut umgehen zu können. In unserem Beruf ist kein Tag wie der andere und es wird nie langweilig. Dazu kommt die Jobsicherheit, die mit der Ausbildung zur MFA einhergeht. 

Denkt ihr, ich habe die Frage, was an unserem Beruf als MFA so spannend ist, gut beantwortet? Oder habe ich doch noch etwas vergessen? Ich bin gespannt, was ihr an eurem Job am meisten liebt!

Viele Grüße 

Eure Steffi  

 

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Die Autorin Steffi, MFA/Wundexpertin (ICW)

Nach der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten in einer dermatologischen Praxis für 5 Jahre im Praxisalltag als MFA, seit 2014 bei Dr. Ausbüttel (DRACO®). Wundexpertin (ICW) und bloggende MFA mit Leidenschaft.

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