ApoVWG: Was sich für Sie ändern wird
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ApoVWG: Was sich für Sie ändern wird

Das Bundesgesundheitsministerium will Apotheken stärker in die Versorgung einbinden und neue Leistungen ermöglichen. Für Sie als PTA oder PKA bringt das Reformpaket voraussichtlich einige Neuerungen mit sich.

Der Bundestag hat die Apothekenreform beschlossen. Jetzt muss nur noch der Bundesrat zustimmen. Das Gesetz soll vor allem die Vor-Ort-Apotheken stärken, besonders im ländlichen Raum, und den Betrieben mehr Spielraum geben. Dazu zählen angepasste Regeln für Zweigapotheken und flexiblere Modelle für die Leitung. Gleichzeitig soll die Reform die Grundlage schaffen, um die pharmazeutische Kompetenz vor Ort auszubauen. Das bezieht sich vor allem auf die Themen Prävention und Beratung. 

Neue Leistungen und Abgaben 

Ein zentraler Punkt betrifft die Leistungen der Apotheken. Künftig sollen sie bestimmte verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne neues Rezept abgeben dürfen, wenn die Anschlussversorgung bei chronischen Erkrankungen oder die Behandlung akuter, unkomplizierter Beschwerden das rechtfertigt.

Außerdem dürfen Apotheken mehr Impfungen mit Nicht-Lebendimpfstoffen anbieten und diverse Schnelltests für Selbstzahlende durchführen. Auch die pharmazeutischen Dienstleistungen werden ausgebaut, etwa für die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 und tabakassoziierte Risiken. 

Erleichterungen im Alltag 

Die Reform greift auch bei der Arzneimittelabgabe. Wenn ein rabattiertes Arzneimittel nicht verfügbar ist, sollen Apotheken künftig ein vorrätiges Mittel abgeben dürfen. Zugleich schränkt das Gesetz die Nullretaxation bei formalen Fehlern ein, wenn die Apotheke fachlich korrekt gehandelt hat. Für Heimversorgung, Kommissionierautomaten und die Nutzung von Arzneimittellogistik schafft das Gesetz ebenfalls neue Regeln. 

Was PTA und PKA betrifft 

Für PTA kann sich der Alltag spürbar ändern. Erfahrene PTA dürfen in ländlichen Regionen unter strengen Voraussetzungen und mit Genehmigung die Apothekenleitung vertreten, allerdings nur für begrenzte Zeit.

PTA und PKA sollten sich darauf einstellen, dass sich ihr Alltag verändert und der Bereich der Dienstleistungen zunimmt, auch die Beratungskompetenz wird stärker gefragt sein. Erkundigen Sie sich daher gegebenenfalls rechtzeitig nach Fortbildungen, um entsprechende Kompetenzen auszubauen. Hier erfahren Sie beispielsweise mehr zur empathischen Beratung in der Apotheke.

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Der Autor Richard Joos
Richard Joos

Richard Joos ist SEO-Experte und arbeitet seit 2022 bei DRACO®. Mit über 20 Jahren Erfahrung im Online-Marketing mit Großunternehmen, Filialketten und dem Mittelstand ist er spezialisiert auf digitale Sichtbarkeit und Suchmaschinenoptimierung (SEO). Sein Fokus liegt auf praxisnaher Beratung und der Optimierung von Websites.

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