2026: Gesetz für Advanced Practice Nursing soll kommen
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2026: Gesetz für Advanced Practice Nursing soll kommen

Ein neues Gesetz befindet sich in Vorbereitung. Ziel ist es, die Ausbildungswege von Advanced Practice Nurses (APN) festzulegen sowie künftige Aufgaben und Befugnisse zu regeln.

Die Bundesregierung plant ein Gesetz, das die Rolle von Advanced Practice Nurses definieren soll. Das Gesundheitsministerium arbeitet dafür gemeinsam mit weiteren Stellen an den Inhalten. Das klingt im ersten Moment überraschend, da es Weiterbildungen zur APN bereits gibt und viele Pflegekräfte diese absolviert haben. Doch bislang fehlt eine klare rechtliche Grundlage. Diese Lücke erschwert den Einstieg der APN in neue Tätigkeitsfelder. Das neue Gesetz soll für Klarheit sorgen.

Nach Ansicht des Bundesministeriums für Gesundheit könnten Advanced Practice Nurses künftig vor allem Aufgaben in der Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen und Pflegebedarf übernehmen und dabei in gewissen Bereichen mehr Verantwortung tragen als bisher. Besonders in ländlichen Regionen werden sie als eine wichtige Möglichkeit angesehen, um die vielerorts bestehenden Versorgungslücken zu schließen.

Mehr Verantwortung und neue Aufgabenbereiche

Dafür sollen APN unter anderem eine Lotsenfunktion im Gesundheitssystem übernehmen, also Abläufe koordinieren und sich mit anderen Berufsgruppen abstimmen. Außerdem ist geplant, sie verstärkt in der Prävention einzusetzen. Insgesamt erhoffen sich Fachleute davon einen gezielteren Einsatz der vorhandenen Ressourcen. Zudem würden Probleme durch den engen Kontakt zu Patientinnen und Patienten früher erkannt, wodurch sich Arztkontakte und Klinikaufenthalte in vielen Fällen vermeiden ließen. APN werden dementsprechend sehr eigenständig arbeiten können. Vermutlich werden APN auch Tätigkeiten ausüben dürfen, die derzeit Ärzten und Ärztinnen vorbehalten sind.

Einheitliche Regeln für die Ausbildung

Natürlich müssen APN über die Ausbildung auf die neuen Aufgabenbereiche vorbereitet werden. Das Gesetz wird daher auch bundeseinheitliche Mindestanforderungen für den Berufszugang regeln. Aktuell wird ein generalistisch geprägter Masterabschluss diskutiert, der APN zur erweiterten Pflegepraxis mit heilkundlichen Kompetenzen befähigt. Es gibt noch keinerlei Aussage darüber, was die neuen Regelungen voraussichtlich für eine Anerkennung der bisherigen APN-Ausbildungen bedeuten werden.

Tipps für Pflegekräfte

Die Arbeit als APN könnte für Sie interessant sein, wenn Sie gern möglichst selbstständig arbeiten möchten und bereit sind, mehr Verantwortung in der Versorgung zu übernehmen. Sinn macht es, in diesem Fall das neue Gesetz abzuwarten. Auf diese Weise können Sie sicher sein, dass Ihre Qualifikation für das Berufsbild bundesweit anerkannt wird.

2026: Gesetz für Advanced Practice Nursing soll kommen
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Die Autorin Michelle Eisenberg
Michelle Eisenberg, examinierte Pflegekraft

Michelle Eisenberg ist examinierte Pflegekraft mit der Zusatzqualifikation Praxisanleitung in der Pflege.
Sie hat sowohl in der ambulanten als auch stationären Pflege Erfahrung gesammelt.
Seit einiger Zeit arbeitet Frau Eisenberg im Kundenservice von Dr. Ausbüttel im Bereich Beratung.