Kommunikationsmodell Agenda-Setting
Das Kommunikationsmodell “Agenda-Setting” strukturiert das Gespräch und dient der Orientierung. Auf einer gemeinsamen Meta-Ebene führen Sie fokussiert durch das Gespräch und können dieses gezielt anpassen und neu ausrichten.
Dies ermöglicht ein effektives Zeitmanagement. Agenda-Setting bezieht die Familie aktiv ein und erleichtert so die Zusammenarbeit auf Augenhöhe, z.B. bei Behandlungsentscheidungen.
Jedes Familienmitglied wird einzeln und mit Blickkontakt begrüßt.
Formulierungsbeispiel: “Guten Tag! Schön, dass Sie jetzt beide hier sein können. Mein Name ist Robert Schuster, ich bin der zuständige Kinderarzt für Maria und Ihre Familie.”
Es beginnt mit einer offenen Einstiegsfrage.
Die Familie nennt ihre Themen, z.B. Fragen, Wünsche oder Ziele. Hören Sie aktiv zu. Formulierungsbeispiel: „Wollen Sie mir erzählen, was wichtig ist, um Maria und die aktuelle Situation zu verstehen?“
Anschließend haben Sie die Möglichkeit, aus Ihrer Sicht relevante medizinische Themen anzubringen.
Formulierungsbeispiel: “Ich denke, wir sollten zuerst noch besser verstehen, was das Problem ist und welche Behandlungsmöglichkeiten es überhaupt gibt.“
Gemeinsam mit der Familie/ den Eltern diskutieren, verhandeln und priorisieren Sie die für das aktuelle Gespräch relevanten Themen.
Schließlich schlagen Sie der Familie eine gemeinsame Agenda vor. Formulierungsbeispiel: „Ich würde jetzt gerne mit Ihnen zusammen einen Plan machen, wie wir weiter vorgehen. Ist das ok?“
Geben Sie der Familie/ den Eltern abschließend die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen und die Agenda zu bestätigen.
Bei Bedarf können Sie der Familie eine Kopie der Agenda aushändigen. Formulierungsbeispiele: “Habe ich alle wesentlichen Punkte aufgeschrieben, oder fehlt aus Ihrer Sicht etwas?“ „Gibt es vielleicht noch etwas ganz Anderes was Sie heute noch ansprechen wollen?“ „Sind Sie mit diesem Plan einverstanden?“
Navigation der Lehreinheiten und Materialien
- Übersichtsseite GeKo
- Kennenlernen der Familie
- Diagnosegespräch mit den Eltern
- Krankheitsverschlechterung mitteilen
- Umgang mit Hoffnungen
- Zweifel und Unsicherheiten
- Emotionale Reaktion der Eltern
- Das Gespräch mit dem Kind
- Ungeplante Gespräche