Die geplante PTA-Regelung: Was sie für Apotheken bedeutet
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Die geplante PTA-Regelung: Was sie für Apotheken bedeutet

Die Politik passt die Rolle von PTA im Apothekenbetrieb an. Künftig sollen sie zeitweise Verantwortung übernehmen dürfen, um die Versorgung im ländlichen Raum zu sichern.

Die Regierungsfraktionen haben den Entwurf für die geplante PTA-Regelung im Rahmen des Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetzes angepasst. Jetzt geht es nicht mehr um eine klassische Vertretung, sondern um die vorübergehende Sicherung des laufenden Betriebs. Damit verfolgen sie das Ziel, Apotheken in Regionen mit geringer Versorgungsdichte handlungsfähig zu halten, aber gleichzeitig mehr Flexibilität zu ermöglichen. 

Der Entwurf sieht vor, dass eine Apotheke an bis zu 20 Tagen im Jahr ohne anwesende Apothekenleitung geöffnet sein darf. Dabei darf dieser Zeitraum höchstens zehn Tage am Stück umfassen. Die zuständige Behörde entscheidet im Einzelfall über eine Genehmigung. 

Voraussetzungen für die Umsetzung 

Eine Genehmigung setzt klare Bedingungen voraus. Die Apotheke darf sich nicht in unmittelbarer Nähe zu einer weiteren Apotheke befinden (sechs Kilometer). Die Apothekenleitung muss die Abläufe im Qualitätsmanagement festlegen und die verantwortliche PTA gezielt einweisen. Zudem bestätigt er, dass die ausgewählte Person die nötigen fachlichen und persönlichen Voraussetzungen erfüllt. 

Nicht jede Apotheke kommt für dieses Modell infrage. Betriebe mit komplexen Herstellungsprozessen oder besonderer Versorgungsstruktur sind davon ausgeschlossen. Auch wenn eine Vertretung durch approbiertes Personal möglich ist, greift die neue Regelung nicht. 

Rolle und Verantwortung der PTA 

Erfahrene PTA übernehmen in diesem Zeitraum eine zentrale Rolle im Betrieb. Sie führen pharmazeutische Tätigkeiten eigenständig aus und tragen Verantwortung für den Ablauf im Tagesgeschäft. Dafür verlangt die Regelung mehrjährige Erfahrung in allen relevanten Bereichen der öffentlichen Apotheke. Zusätzlich müssen sie über einen längeren Zeitraum (drei Jahre) hinweg zuverlässig ohne direkte Aufsicht gearbeitet haben. 

Die Apothekenleitung bereitet die PTA gezielt auf besondere Aufgaben vor. Dazu gehört der Umgang mit sensiblen Arzneimitteln ebenso wie die Koordination des Teams. Während dieser Phase handeln PTA mit erweiterten Pflichten. Sie sichern die Versorgung und treffen Entscheidungen im Rahmen ihrer Kompetenz. Für PTA ist das auch ein gutes Argument, um Gehaltsverhandlungen zu führen. 

Die geplante PTA-Regelung: Was sie für Apotheken bedeutet
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Der Autor Richard Joos
Richard Joos

Richard Joos ist SEO-Experte und arbeitet seit 2022 bei DRACO®. Mit über 20 Jahren Erfahrung im Online-Marketing mit Großunternehmen, Filialketten und dem Mittelstand ist er spezialisiert auf digitale Sichtbarkeit und Suchmaschinenoptimierung (SEO). Sein Fokus liegt auf praxisnaher Beratung und der Optimierung von Websites.

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