Welt-Alzheimer-Tag: Bewegung hält Körper und Gehirn in Schwung

Welt-Alzheimer-Tag: Bewegung hält Körper und Gehirn in Schwung

Anlässlich des Welt-Alzheimer-Tags am 21. September macht die Alzheimer Forschung Initiative e. V. (AFI) auf die Bedeutung eines aktiven Lebensstils für die Gehirngesundheit aufmerksam.

Eine Demenz lässt sich zwar nicht immer verhindern, doch verschiedene beeinflussbare Faktoren können dazu beitragen, das persönliche Erkrankungsrisiko zu senken. Ein besonders wichtiger Ansatzpunkt ist dabei regelmäßige Bewegung.

Bewegung mit mehrfachen Vorteilen verbunden

Nach aktuellen Erkenntnissen gehört körperliche Inaktivität zu den Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer Demenz erhöhen. Dabei geht es nicht um sportliche Höchstleistungen. Bereits regelmäßige Bewegung im Alltag kann positive Effekte haben: Spaziergänge, Radfahren, Tanzen oder Gartenarbeit fördern die Durchblutung und unterstützen Herz, Gefäße und Stoffwechsel. Zudem kann körperliche Aktivität dazu beitragen, Blutdruck, Blutzucker und Körpergewicht günstig zu beeinflussen. Und nicht zuletzt kann auch der Schlaf davon profitieren. Ein gestörter Schlaf kann dagegen Alzheimer fördern.

Daher empfehlen Fachleute, Bewegung dauerhaft in den Alltag zu integrieren. Dabei erweisen sich kleine, realistische Ziele als oft erfolgreicher als ambitionierte Trainingspläne. Schon kurze Wege zu Fuß oder feste Bewegungsroutinen können hilfreich sein. 

Wer mit anderen Menschen Sport treibt oder zusammen spazieren geht, kann auch Stimmung und soziale Teilhabe stärken – weitere beeinflussbare Faktoren für eine Demenzprävention.

So kann passend zum diesjährigen Motto „Demenz – (k)eine Frage des Alters“ bereits in jungen Jahren einer späteren Demenz vorgebeugt werden.

Welche weiteren Faktoren können das Demenzrisiko beeinflussen?

Die Lancet Commission für Demenz nennt insgesamt 14 beeinflussbare Risikofaktoren, die weltweit rund 45 Prozent der Demenzfälle verzögern oder verhindern könnten, wenn sie konsequent angegangen würden. Das sind neben dem Bewegungsmangel:

  • Hörverlust
  • Nachlassendes Sehvermögen
  • Soziale Isolation
  • Depression
  • Geringes Bildungsniveau
  • Kopfverletzungen
  • Rauchen
  • LDL-Cholesterin
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht
  • Hoher Alkoholkonsum
  • Luftverschmutzung

Eine gesunde Ernährung und guter Schlaf können sich ebenfalls positiv auf die Gehirngesundheit auswirken. Sie spielen zudem eine wichtige Rolle für die Lebensqualität Betroffener.

Was können Sie Patientinnen und Patienten raten?

Für Sie als MFA, PTA, PKA oder Pflegekraft bietet der Welt-Alzheimertag eine gute Gelegenheit, Patientinnen und Patienten für einen aktiven Lebensstil und weitere Möglichkeiten der Demenzprävention zu sensibilisieren. Machen Sie klar: Jede Bewegung zählt und jeder Schritt kann ein Beitrag zu mehr Gesundheit im Alter sein.

Zur Unterstützung können Sie das Factsheet der Alzheimer Forschung Initiative e.V. zu den beeinflussbaren Risikofaktoren herunterladen und ausgedruckt mitgeben.

Welt-Alzheimer-Tag: Bewegung hält Körper und Gehirn in Schwung
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Die Autorin Steffi, MFA/Wundexpertin (ICW)
Steffi Blog

Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten in einer dermatologischen Praxis, anschließend 5 Jahre im Praxisalltag als MFA tätig. Seit 2014 bei Dr. Ausbüttel (DRACO®). Wundexpertin (ICW) und bloggende MFA mit Leidenschaft.

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