Aufgepasst: Wechseljahre am Arbeitsplatz

Aufgepasst: Wechseljahre am Arbeitsplatz

Dieses Thema ist so wichtig, dass es dafür am heutigen 7. September einen extra Welttag gibt. Er soll Ihre Aufmerksamkeit auf die Gesundheit von Frauen richten.

Die große Mehrheit der Beschäftigten im Gesundheitswesen sind Frauen. Sie besitzen umfangreiches Hintergrundwissen zu diversen Krankheitsbildern und ihren Symptomen. Dennoch unterschätzen viele von ihnen die Auswirkungen der Menopause. Oftmals suchen Betroffene lange Zeit nach anderen Gründen für ihre Beschwerden. Seit 2021 gibt es daher den Welttag für Wechseljahre am Arbeitsplatz, der von der European Menopause and Andropause Society (EMAS) ins Leben gerufen wurde.

Frühe Hormonumstellungen kaum bekannt

Mit dem Begriff „Wechseljahre“ verknüpfen die meisten Frauen die Lebensphase ab etwa 50 Jahren. Tatsächlich setzt die hormonelle Umstellung in der Regel schon deutlich früher ein, meist mit etwa 45 Jahren. In manchen Fällen zeigen sich schon mit Anfang 40 erste Symptome. Zum Teil wirken sie sich auch auf das Berufsleben aus. Doch in einem Alter, in dem manche Frauen noch Kinder bekommen, führen die wenigsten ihre Beschwerden auf beginnende Wechseljahre zurück. Die Betroffenen haben als Ursachen eher Stress, eine Schilddrüsenunterfunktion oder einen Mangel an bestimmten Nährstoffen wie Eisen im Verdacht. 

Sie stoßen wegen ihres Leistungsabfalls selten auf Verständnis und leiden womöglich darunter, dass sie selbst nicht begreifen, „was mit ihnen plötzlich los ist“. Die EMAS möchte diese Situation durch Aufklärungsarbeit beenden. Als Beschäftigte im Gesundheitswesen sollten Sie dieses Thema für sich selbst und ihre Kolleginnen im Kopf behalten und auch Patientinnen auf diese Möglichkeit hinweisen.

Typische Wechseljahressymptome

Häufig ist der Start der Wechseljahre beispielsweise mit Schlafstörungen verbunden, die sich sowohl als Einschlaf- als auch als Durchschlafprobleme äußern können. Die damit einhergehende mangelhafte Erholung und auch die Hormonschwankungen selbst können zu weiteren Beschwerden führen, etwa intensive körperliche und geistige Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Gedächtnisstörungen und eine auffällige Gereiztheit. Hinzu kommen in manchen Fällen Kopfschmerzen, Migräne, Gelenk- und Muskelschmerzen oder depressive Verstimmungen. 

Hitzewallungen wiederum sind zwar ein bekanntes Symptom, das zumindest in der Regel schnell den Verdacht auf Wechseljahre als Ursache lenkt, nichtsdestotrotz gerade am Arbeitsplatz aber eine große Belastung darstellen kann.

Tipps für Beschäftigte im Gesundheitswesen

Sprechen Sie dieses Thema bei weiblichen Teammitgliedern offen an, wenn diese 40 Jahre oder älter sind. Darüber hinaus können Sie Informationsmaterialien auslegen, auch für Patientinnen. Gehen Sie mit Wechseljahresbeschwerden unter Kolleginnen verständnisvoll um. Am besten versuchen Sie, gemeinschaftlich Lösungen zu finden, die zur Entlastung beitragen, etwa eine andere Aufgabenverteilung.

Informationsbroschüren zum Download

Aufgepasst: Wechseljahre am Arbeitsplatz
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Die Autorin Steffi, MFA/Wundexpertin (ICW)
Steffi Blog

Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten in einer dermatologischen Praxis, anschließend 5 Jahre im Praxisalltag als MFA tätig. Seit 2014 bei Dr. Ausbüttel (DRACO®). Wundexpertin (ICW) und bloggende MFA mit Leidenschaft.

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