Ihr bester Freund: der Roboterhund!

Ihr bester Freund: der Roboterhund!

Ein vierbeiniger Roboter soll in einem Modellprojekt am Universitätsklinikum Würzburg das Personal entlasten. Bei ersten Tests war das Personal begeistert.

HELIA läuft noch etwas unbeholfen über die Gänge im Universitätsklinikum Würzburg. Die Hündin sorgt aber bereits für eine Menge Aufmerksamkeit beim Personal und auch bei Patienten und Patientinnen. Sie wird viel fotografiert und angefasst. Das ist schon mal ein dicker Pluspunkt für diesen neuen Pflegeroboter. Denn viele Menschen haben Vorbehalte gegenüber Pflege- oder Assistenzrobotern, die aussehen wie Personen. Sie empfinden in ihrer Nähe Unbehagen und wollen keinen Kontakt. Das ist bei HELIA anders. Sie löst den typischen Haustiereffekt aus: Wer ihr begegnet, lacht, findet sie lustig, niedlich oder will sie sogar streicheln. Auf jeden Fall erntet sie fast durchweg positive Reaktionen. Genau das wollten die Forschenden erreichen.

Welche Aufgaben wird HELIA übernehmen?

HELIA steht für „Helfender Roboter im Klinikalltag“. Ein großes Team kümmert sich darum, den Roboterhund auszubilden. Ziel ist, dass Mitarbeitende HELIA über gesprochene Anweisungen steuern können. Sie soll dann beispielsweise Visiten begleiten und protokollieren, Befunde dokumentieren, Wunden fotografieren und Vitalwerte erfassen. Nach Möglichkeit überträgt sie diese Informationen direkt ins Krankenhausinformationssystem. 

Zusätzlich könnte sie Patientinnen und Patienten den Weg zu Untersuchungen zeigen, Inhalte auf einem Bildschirm darstellen und technische Geräte im Zimmer erklären. Die Forschenden wollen sie noch mit einem Greifarm ausstatten, damit sie weitere Aufgaben erledigen kann, etwa Türen öffnen, Lagerware nachfüllen oder Tabletts abräumen.

HELIA versteht menschliche Sprache. Es ist daher nicht nötig, sie für jede Tätigkeit aufwendig zu programmieren. Stattdessen kann das Personal ihr Schritt für Schritt erklären, was sie tun soll.

Wenn HELIA ihre Arbeit gut macht, dürften Pflegekräfte durch sie mehr Zeit gewinnen, die sie für die Betreuung der Patienten und Patientinnen einsetzen können. Das würde HELIA von einfachen Sozialrobotern unterscheiden, die bislang vor allem im Einsatz sind. Denn die Pflegekräfte nehmen sie bislang noch nicht als echte Entlastung wahr

Ihr bester Freund: der Roboterhund!
Die Autorin Michelle Eisenberg
Michelle Eisenberg, examinierte Pflegekraft

Michelle Eisenberg ist examinierte Pflegekraft mit der Zusatzqualifikation Praxisanleitung in der Pflege.
Sie hat sowohl in der ambulanten als auch stationären Pflege Erfahrung gesammelt.
Seit einiger Zeit arbeitet Frau Eisenberg im Kundenservice von Dr. Ausbüttel im Bereich Beratung.