Stiftung UPD: Beratung wird ausgebaut

Stiftung UPD: Beratung wird ausgebaut

Die Stiftung Unabhängige Patientenberatung Deutschland erweitert ihre Angebote. Für Beschäftigte im Gesundheitswesen entsteht damit eine zusätzliche Anlaufstelle, an die sie Patientinnen und Patienten gezielt verweisen können.

Ab dem 13. April können Ratsuchende Anfragen auch über eine neue Online-Plattform an die Stiftung richten. Eine Registrierung ist dafür nicht notwendig. Die Patientinnen und Patienten geben dort nur eine E-Mail-Adresse ein und erhalten über einen sogenannten Magic Link Zugang, ohne ein Passwort festlegen zu müssen. Die Adresse ist Angaben der Stiftung vom Beratungsteam nicht einsehbar, sodass Ratsuchende anonym bleiben.

Über das Portal lassen sich auch Unterlagen und Befunde hochladen. Zusätzlich plant die Stiftung eine datenschutzkonforme Briefberatung, die im ersten Halbjahr 2026 starten soll, sowie eine Videoberatung. Ein möglicher Termin wäre die zweite Jahreshälfte 2026. 

Parallel baut die UPD ihre Präsenzberatung aus. Aktuell bestehen Vor-Ort-Angebote an 18 Standorten in 15 Städten und 13 Bundesländern, darunter Berlin, Chemnitz, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Hamburg, Hannover, Kiel, Lübeck, Ludwigshafen, Magdeburg, Mannheim, Nürnberg und Stuttgart. Im März 2026 kommt eine Beratungsstelle in Bielefeld hinzu, weitere Standorte befinden sich in Vorbereitung. Die Stiftung arbeitet zudem mit lokalen Netzwerken und Selbsthilfe-Organisationen zusammen. 

Wachsender Beratungsbedarf und klare Rolle für Praxisteams
Ende 2023 war die Unabhängige Patientenberatung geschlossen geworden. Die neue Stiftung hat 2024 ihre Arbeit aufgenommen. Die Kontaktzahlen zur UPD haben sich zwischen 2024 und 2025 ungefähr verdoppelt: von etwa 24.000 auf rund 48.000 Beratungen. Inhaltlich dominieren Fragen zu Leistungen der Krankenkassen, insbesondere zum Krankengeld, gefolgt von Themen wie Patientenrechte, Berufspflichten, psychosoziale Belastungen und Zugang zu Leistungserbringern. 

Tipps für Beschäftigte im Gesundheitswesen 

Als MFA, Pflegekraft, PTA oder PKA begegnen Sie täglich Versicherten, die medizinische Informationen nur schwer einordnen, Fragen zu sozialrechtlichen Themen haben oder Formulare nicht verstehen. In solchen Situationen ist ein aktiver Hinweis auf die UPD sinnvoll. Die Patientinnen und Patienten fühlen sich unterstützt, gleichzeitig entlastet das Angebot Ihr Team. 

Empfehlen Sie den Kontakt beispielsweise bei komplexen Therapien oder bei Konflikten um Kostenerstattung. Auch bei sprachlichen Hürden oder fehlender familiärer Unterstützung kann die UPD die richtige Anlaufstelle sein. 

Halten Sie die Telefonnummer und die Web-Adresse für den Online-Zugang bereit und ermutigen Sie Patientinnen und Patienten ausdrücklich, dort nachzufragen.

Stiftung UPD: Beratung wird ausgebaut
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Die Autorin Steffi, MFA/Wundexpertin (ICW)
Steffi Blog

Nach der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten in einer dermatologischen Praxis für 5 Jahre im Praxisalltag als MFA, seit 2014 bei Dr. Ausbüttel (DRACO®). Wundexpertin (ICW) und bloggende MFA mit Leidenschaft.

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