Neues Lernmodul für schwierige Gespräche: Gelungene Kommunikation
Zusammen mit dem Kinderpalliativzentrum in Datteln wurde das Projekt "GEKO – Gelungene Kommunikation über Krankheit und Sterben in der pädiatrischen Palliativversorgung" von der Dr. Ausbüttel GmbH & Co. KG umgesetzt. Die entstandenen Lernmodule sind nun frei verfügbar.
In den Lernmodulen werden Kommunikationsmodelle für die schwierigen Gespräche vermittelt, die im Rahmen der Kinderpalliativversorgung mit Eltern und Kindern geführt werden müssen. Im Fokus der Module stehen daher animierte Lehrfilme zu besonders herausfordernden Gesprächssituationen mit Eltern von schwer oder lebenslimitierend erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Herausfordernde Gesprächssituationen mit ernsten bis existenziellen Hintergründen entstehen auch bei anderen medizinischen Versorgern. Um dann angemessen kommunizieren zu können, sind kommunikative Fähigkeiten notwendig, die weit über das bloße Mitteilen von Informationen hinausgehen. In der Regel werden diese Gespräche von Ärztinnen und Ärzten geführt, die Erfahrung zeigt jedoch, dass auch MFA und Pflegekräfte angesprochen und befragt werden, wenn Patientinnen und Patienten mit existenziellen Ängsten konfrontiert sind.
In diesen Fällen hat gute und sichere Kommunikation großen Einfluss auf Patienten und Angehörige sowie auf ihren Umgang mit der Erkrankung. Darüber hinaus unterstützt es auch die Fachpersonen im Umgang mit der emotional herausfordernden Situation und ihren Folgen.
Alle Lernvideos und Downloadmaterialien sind frei über die Seite GeKo: Kommunikationsmodelle für schwierige Gespräche zugänglich, weitere Module sind in Arbeit und werden in Zukunft ergänzt.
Weiterführende Links:
“Kommunikationshilfen wie zum Beispiel das NURSE- oder PREPARED-System sind zwar in erster Linie für Ärztinnen und Ärzte konzipiert, aber auch wir als MFA und Pflegekräfte stehen tagtäglich im Kontakt mit teilweise sehr kranken Patientinnen und Patienten. Gerade die Gespräche zwischen Tür und Angel treffen einen oft völlig unvorbereitet. In solchen Situationen waren diese Modelle für mich eine echte Hilfe, um professionell und gleichzeitig einfühlsam auf die Patientinnen und Patienten zu reagieren.”