Die Deutschen wollen Heilmittel per E-Rezept
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Die Deutschen wollen Heilmittel per E-Rezept

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Patientinnen und Patienten hinter der elektronischen Verordnung steht und sich eine Ausweitung wünscht.

Sieben Krankenkassen haben sich zusammengeschlossen, um in einer Modellregion gemeinsam mit verschiedenen Akteuren zu testen, wie das E-Rezept im Bereich der Hilfsmittel-Versorgung umgesetzt werden kann. Jetzt sind die ersten Rückmeldungen von Patientinnen und Patienten da. Parallel hat das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse bundesweit 1.410 Menschen ab 18 Jahren zu diesem Thema befragt. Die Auswahl erfolgte repräsentativ.

Im Ergebnis wünschen sich 83 Prozent der Deutschen, dass weitere Verordnungen per E-Rezept möglich wären, etwa für Physiotherapie oder Kompressionsstrümpfe. Dabei lässt sich zusammenfassen: Je jünger die Befragten sind, desto größer ist die Zustimmung – bei den Personen unter 40 sind es 91 Prozent. Sogar bei den Älteren ab 60 Jahren liegt die Quote immerhin noch bei 74 Prozent. Die Vorteile des E-Rezepts sind also offensichtlich in der Bevölkerung angekommen.

Große Akzeptanz des Pilotprojekts

Da verwundert es nicht, dass die beteiligten Krankenkassen auch großes Interesse am Pilotprojekt zum Hilfsmittel-E-Rezept vermelden. Mehr als 175.000 Versicherte sollen sich bereits Apps der jeweiligen Kasse heruntergeladen haben, um den Empfang der elektronischen Verordnungen zu ermöglichen.

Gestartet war die Aktion im Jahr 2024 mit E-Rezepten für orthopädische Hilfsmittel und Hilfsmitteln der Reha-Technik. Seit einigen Wochen sind weitere große Produktbereiche eingeschlossen, etwa aus der Medizintechnik und dem Homecare-Segment. Lediglich Rezepte für Seh- und Hörhilfen sowie Pflegehilfsmittel müssen auch in der Modellregion derzeit noch analog auf Papier ausgestellt werden.

Neben ärztlichen Praxen und Apotheken nehmen Sanitätshäuser und weitere Hilfsmittelanbieter an dem Projekt teil. Ziel ist es, einerseits die Technik zu testen und andererseits die Abläufe zu verbessern.

Die Teams der Praxen werden beispielsweise beim Einpflegen der Verordnung durch einen digitalen Assistenten unterstützt. So lassen sich Fehler vermeiden. Gleichzeitig soll auf diese Weise die Zahl der Rückfragen Leistungserbringern und Krankenkassen sinken.

Die Erkenntnisse sollen als Grundlage für den bundesweiten Roll-out dienen.

Die Deutschen wollen Heilmittel per E-Rezept
Zum Download: Patienteninformation zum E-Rezept
Die Autorin Steffi, MFA/Wundexpertin (ICW)
Steffi Blog

Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten in einer dermatologischen Praxis, anschließend 5 Jahre im Praxisalltag als MFA tätig. Seit 2014 bei Dr. Ausbüttel (DRACO®). Wundexpertin (ICW) und bloggende MFA mit Leidenschaft.

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