Neue OzempicDosierung: Das sollten Sie wissen
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Neue OzempicDosierung: Das sollten Sie wissen

In Kürze kommt eine höhere OzempicDosierung auf den Markt. Wir haben Ihnen das nötige Hintergrundwissen zusammengestellt.

Ozempic mit dem Wirkstoff Semaglutid gehört zu den sogenannten GLP1Rezeptoragonisten und senkt bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit Typ2Diabetes den Blutzucker und damit auch das Risiko für Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Probleme oder einen Diabetischen Fuß

Bisher waren bei Ozempic wöchentliche Dosen von 0,25 Milligramm als Einstieg sowie 0,5 mg und 1 mg als Erhaltungsdosen üblich. Eine neue, höhere Dosis von 2 mg einmal wöchentlich erweitert das Spektrum, wenn die Blutzuckerkontrolle unter 1 mg nicht ausreicht. Studien haben gezeigt, dass 2 mg den Langzeit-Blutzucker und das Gewicht stärker senken können als 1 mg, bei einem ähnlichen Nebenwirkungsprofil. 

Informationen für das Personal in Apotheken und Praxen 

Auch wenn der Arzt oder die Ärztin die neue Dosierung bei Bedarf verordnet und darüber aufklärt, werden Sie wahrscheinlich mit Fragen von Patienten und Patientinnen beziehungsweise Ihrer Kundschaft konfrontiert. Wichtig ist dabei unter anderem das Erwartungsmanagement: 

Patientinnen und Patienten starten weiterhin mit 0,25 mg einmal wöchentlich für mindestens 4 Wochen. Dann wird die Dosis auf 0,5 mg und bei Bedarf auf 1 mg erhöht. Erst wenn unter 1 mg trotz guter Adhärenz die Zielwerte fehlen, verordnet die Ärztin oder der Arzt 2 mg als maximale Erhaltungsdosis.

Wichtig: Erklären Sie klar die langsame Steigerung, damit Betroffene die anfängliche Übelkeit richtig einordnen und nicht eigenmächtig abbrechen. 

Weitere Punkte betreffen die Handhabung der Pens, Dosistreue und Sicherheit. Weisen Sie Patientinnen und Patienten auf die unterschiedlichen Stärken und die korrekte Einstellung der Dosis hin. Betonen Sie, dass Ozempic Typ2Diabetes behandelt und kardiovaskuläre sowie, bei 1mgDosis, auch renale Risiken reduzieren kann, aber keine Lebensstil-Änderungen ersetzt. Anders gesagt: Die Ergebnisse sind besser, wenn die Betroffenen sich ausgewogen ernähren und regelmäßig bewegen.

Sprechen Sie aktiv Kontraindikationen und Warnzeichen wie anhaltende starke Bauchschmerzen sowie den Umgang mit vergessenen Dosen an und verweisen Sie bei Unsicherheiten an die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt. 

Neue OzempicDosierung: Das sollten Sie wissen
Semaglutid - Gamechanger in der Diabetestherapie
Die Autorin Steffi, MFA/Wundexpertin (ICW)
Steffi Blog

Nach der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten in einer dermatologischen Praxis für 5 Jahre im Praxisalltag als MFA, seit 2014 bei Dr. Ausbüttel (DRACO®). Wundexpertin (ICW) und bloggende MFA mit Leidenschaft.

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