Manipulierte Arzneimittelpackungen?
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Manipulierte Arzneimittelpackungen?

Die Sendung „Plusminus“ hat eine Sicherheitslücke aufgedeckt, die Medikamentenfälschungen erleichtert. Besonders groß ist das Risiko auf dem Schwarzmarkt. Infos für PTA und PKA.

Als PTA oder PKA wissen Sie, dass Arzneimittelpackungen grundsätzlich mit einer nachverfolgbaren Seriennummer ausgestattet sind. Theoretisch lässt sich ihr Weg vom Hersteller bis zur Kundin oder zum Kunden tracken. Jetzt hat sich allerdings herausgestellt, dass dieser Sicherheitsmechanismus nicht ausreicht. Denn der Kleber, mit dem die Seitenlaschen verschlossen sind, kann offenbar mit einem handelsüblichen Bügeleisen verflüssigt werden. Fälscher können so den Inhalt austauschen und die Packung wieder versiegeln, ohne dass der Vorgang erkennbar wäre. Sie verkaufen dann beides: die echten Tabletten (ohne reguläre Verpackung) und die Originalverpackung mit gefälschtem Inhalt.

Mit einem ähnlichen Verfahren, etwa mit einem erhitzten Messer, ist es zudem möglich, Schutzsiegel aufzubrechen.

Das Problem ist offenbar schon länger bekannt, da ein Pharmahändler aus Frankreich die Sicherheitslücke gemeldet habe. Nach Ansicht der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) sind die nationalen Behörden für diese Angelegenheit zuständig. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sieht jedoch keinen Handlungsbedarf.

Beratungswissen für PTA oder PKA

Als PTA oder PKA werden Sie womöglich mit Fragen verunsicherter Kundinnen und Kunden konfrontiert. Hundertprozentige Sicherheit gibt es tatsächlich nicht. Theoretisch wären Manipulationen von Verpackungen entlang der Lieferkette möglich. Sie können aber darauf verweisen, dass bislang keine derartigen Fälle bekannt geworden sind. Der Aufwand wäre sehr hoch. Zudem lohnen sich Fälschungen in erster Linie für Arzneimittel, die auf dem Schwarzmarkt zu hohen Preisen nachgefragt werden. Beispiele wären Betäubungsmittel oder die Abnehmpille Wegovy.

Bei solchen Präparaten ist es umso wichtiger, sie nicht bei dubiosen Online-Anbietern zu bestellen, um eine ärztliche Verordnung zu umgehen. Denn Fälschungen sind in der Regel entweder wirkungslos oder sogar gefährlich, weil sie verunreinigt sein können.

Manipulierte Arzneimittelpackungen?
26.02.2026Achtung bei BtM-Rezepten
Der Autor Richard Joos
Richard Joos

Richard Joos ist SEO-Experte und arbeitet seit 2022 bei DRACO®. Mit über 20 Jahren Erfahrung im Online-Marketing mit Großunternehmen, Filialketten und dem Mittelstand ist er spezialisiert auf digitale Sichtbarkeit und Suchmaschinenoptimierung (SEO). Sein Fokus liegt auf praxisnaher Beratung und der Optimierung von Websites.

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