HPV-Impfung: So informieren MFA wirksam zum Welt-HPV-Tag
Viele Kinder und Jugendliche erhalten die HPV-Impfung noch zu spät oder gar nicht. Als MFA können Sie dazu beitragen, die Impfquoten zu erhöhen. Die KBV stellt dazu Material bereit.
Die Materialien richten sich klar an Familien: Ein DIN-A3-Plakat ruft dazu auf, Kinder rechtzeitig gegen HPV impfen zu lassen und weist auf das Krebsrisiko durch diese Viren hin. Die Infokarte erklärt kurz, für welche Altersgruppen die Impfung empfohlen ist und warum ein frühzeitiger Aufbau des Impfschutzes wichtig ist. Verfügbar ist auch ein etwa anderthalbminütiges Video fürs Wartezimmer-TV. Alle Angebote stehen den Praxen kostenfrei zur Verfügung.
Warum die HPV-Kampagne so wichtig ist
Die aktuellen Zahlen aus Deutschland zeigen, wie groß der Handlungsbedarf ist: Bei den 15-jährigen Mädchen verfügen nur etwas mehr als die Hälfte über einen vollständigen HPV-Impfschutz, bei gleichaltrigen Jungen liegt die Quote noch deutlich darunter. Ein Konzept der Nationalen Lenkungsgruppe Impfen bündelt Maßnahmen, um die Impfbereitschaft zu steigern, etwa durch strukturierte Impfaufklärung, gute Kommunikation im Team und regelmäßige Impfstatus-Checks. Für 2028 ist zusätzlich ein bundesweites HPV-Impfjahr vorgesehen. Der Welt-HPV-Tag am 4. März dient ebenfalls dazu, dass Thema stärker ins Bewusstsein zu rücken.
HPV verbreitet sich in erster Linie über sexuelle Kontakte; die meisten Menschen infizieren sich irgendwann im Leben. Bestimmte Virus-Typen können Krebs am Gebärmutterhals sowie weitere Anogenital- und Kopf-Hals-Tumoren verursachen. Die vorbeugende Impfung richtet sich gegen die gefährlichsten Typen und verringert so das Erkrankungsrisiko. Am wirksamsten schützt sie, wenn Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren zwei Impfdosen erhalten, bevor sie erstmals sexuelle Kontakte haben. Die gesetzlichen Kassen übernehmen die Kosten für die Impfungen in der Regel bis zum 18. Geburtstag.
Tipps für MFA
Sprechen Sie Eltern aktiv beim Impfpass-Check oder bei jeder Vorsorge auf die HPV-Impfung an. Legen Sie Infokarten gut sichtbar aus und nutzen Sie gegebenenfalls zusätzlich Plakat und Video als Gesprächsöffner im Wartezimmer – das macht vor allem dann Sinn, wenn Sie in einer kinderärztlichen Praxis tätig sind. Hinterlegen Sie in den Akten der Patienten und Patientinnen Reminder, damit das Thema nicht untergeht.
Hier können Sie Infomaterial und Poster zum Thema HPV-Impfung herunterladen.