Die Fastenzeit beginnt – Sind Sie dabei?
An Aschermittwoch beginnt traditionell die Fastenzeit, und viele Menschen machen mit. Das zeigt eine aktuelle DAK-Studie. Wir haben Ihnen Tipps zusammengestellt.
Das Fasten ist laut der DAK-Umfrage besonders bei jüngeren Menschen beliebt: 85 Prozent der 18‑ bis 29‑Jährigen halten einen bewussten Verzicht für einen gewissen Zeitraum für sinnvoll, insgesamt 70 Prozent der Befragten versprechen sich davon Vorteile für die Gesundheit. Etwa die Hälfte der Bevölkerung hat schon mehrfach gefastet. Besonders häufig planen die Deutschen einen Verzicht auf Alkohol, Süßigkeiten und Fleisch.
Vielleicht überlegen Sie ja selbst, die Fastenzeit zu nutzen? Es spricht nichts dagegen. Aber die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät, Fasten nicht als Diät zu verstehen. Denn das hat in der Regel den berühmten Jo-Jo-Effekt zur Folge: Sie nehmen ab, ernähren sich im Anschluss wieder normal – und der Zeiger der Waage wandert erneut nach oben.
Besser ist es, wenn Sie die Fastenzeit als begrenzte Phase zur Neuorientierung des Lebensstils verstehen. Anders gesagt: Überlegen Sie, worauf Sie auch nach der Fastenperiode verzichten wollen, um das Gewicht zu halten und grundsätzlich gesünder zu leben.
Darf jeder fasten?
Zwei bis vier Fastentage pro Monat gelten für gesunde Erwachsene in der Regel als unbedenklich, wenn keine Kontraindikationen vorliegen. Bei Herzproblemen, Erkrankungen der Leber oder der Nieren sollte hingegen keine Fastenkur stattfinden, beziehungsweise nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin.
Bei manchen Erkrankungen wie Diabetes Typ 2 oder Bluthochdruck ist therapeutisches Fasten sogar von Vorteil. Die medikamentöse Therapie muss aber engmaschig angepasst werden.
Fasten-Tipps für Beschäftigte im Gesundheitswesen
- Planen Sie Ihr Fasten passend zu den Dienstplänen und wählen Sie an körperlich belastenden Tagen eher mildere Formen wie Intervallfasten oder reduzierte Kost.
- Trinken Sie viel Wasser oder ungesüßten Tee und geben Sie der Flüssigkeit Elektrolyte hinzu. Das gilt besonders dann, wenn Sie lange stehen müssen.
- Beobachten Sie Kreislauf, Leistungsfähigkeit und Stimmung; beenden Sie das Fasten bei Schwindel, Herzrasen oder starker Schwäche.
Sie wollen nicht fasten, sondern nur auf bestimmte Lebensmittel verzichten? Dann bietet es sich zum Beispiel an, ungesunden Zuckerkonsum zu reduzieren und Süßigkeiten möglichst ganz vom Speiseplan zu streichen. Übrigens: Wenn Sie sieben Wochen durchhalten (und auch keinen Süßstoff verwenden), schmeckt Schokolade plötzlich fast unangenehm süß. Es fällt Ihnen dann leichter, den Konsum nachhaltig zu reduzieren.
Quellen:
Welche Produkte und Gerichte sind gesund und wie kann man sie möglichst abwechslungsreich in den Berufsalltag integrieren? Anja Rathgeb, studierte Diätologin, gibt Ihnen viele praktische Tipps für die alltagsgerechte Umsetzung.
Gesunde Ernährung für Berufstätige