Darmkrebsmonat März: Teamwork für mehr Vorsorge

Darmkrebsmonat März: Teamwork für mehr Vorsorge

Im Darmkrebsmonat März können Beschäftigte im Gesundheitswesen andere Menschen mit entsprechenden Infos zur Darmkrebsvorsorge motivieren – und auf diese Weise Leben retten.

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland: Jährlich erkranken daran in Deutschland mehr als 55.000 Männer und Frauen. Die Sterblichkeit sinkt zwar seit Jahren, 2023 waren es trotzdem etwa 24.100 Menschen. Grundsätzlich ist die Prognose umso besser, je früher der Krebs diagnostiziert wird. Dennoch nutzen viele Anspruchsberechtigte Vorsorge-Angebote wie Stuhltest oder Darmspiegelung noch viel zu selten. Sie können dazu beitragen, das zu ändern! Der Darmkrebsmonat März ist dazu eine gute Gelegenheit. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) stellt dafür ein neues Video bereit. 

Vorsorgeangebote bei Darmkrebs 

Seit 2019 laden Krankenkassen alle gesetzlich Versicherten zwischen 50 und 65 Jahren alle fünf Jahre per Brief zur Darmkrebsfrüherkennung ein. Das organisierte Screening startet ab 50 Jahren für Frauen und Männer. Ab April 2025 steht beiden Geschlechtern die Vorsorge-Koloskopie bereits ab 50 offen; die Kassen übernehmen maximal zwei Untersuchungen im Abstand von mindestens zehn Jahren. Wer keine Darmspiegelung möchte, kann ab 50 alle zwei Jahre einen immunologischen Stuhltest (iFOBT) zulasten der gesetzlichen Krankenkasse durchführen lassen. 

Tipps für Beschäftigte im Gesundheitswesen 

Für MFA in Arztpraxen bieten sich mehrere Hebel an: Sprechen Sie Patientinnen und Patienten ab 50 aktiv auf den Einladungsbrief an und bieten direkt Terminvereinbarungen oder die Ausgabe eines Stuhltests an. Legen Sie Materialien der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im Wartezimmer aus. Empfehlenswert ist beispielsweise eine kleine „Vorsorge-Ecke“, in der Sie auch Informationen zu Vorsorgeuntersuchungen für weitere Erkrankungen platzieren. 

Pflegekräfte sind häufig näher dran an älteren Menschen als Ärzte und Ärztinnen. Beschwerden der Pflegebedürftigen bemerken sie oftmals sogar früher als deren Angehörige. Achten Sie dabei gezielt auf Veränderungen wie Blut im Stuhl, unklare Gewichtsabnahme oder anhaltende Verdauungsbeschwerden und regen frühzeitig ärztliche Abklärung an. In der ambulanten Pflege oder im Heim nutzen sie den Darmkrebsmonat, um Informationsmaterial auszuteilen und Gespräche über Vorsorge anzuregen. 

PTA und PKA in der Apotheke erreichen viele Menschen, die selten eine Praxis besuchen. Sie demonstrieren Ihre Kompetenz im Gesundheitsbereich, wenn Sie Infomaterialien zur Darmkrebsvorsorge auslegen, obwohl dieses Thema an kein Verkaufsangebot gekoppelt ist. 

Darmkrebsmonat März: Teamwork für mehr Vorsorge
Onkologische Wunden versorgen
Die Autorin Steffi, MFA/Wundexpertin (ICW)
Steffi Blog

Nach der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten in einer dermatologischen Praxis für 5 Jahre im Praxisalltag als MFA, seit 2014 bei Dr. Ausbüttel (DRACO®). Wundexpertin (ICW) und bloggende MFA mit Leidenschaft.

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