Apotheken bieten mehr Verantwortung in der Primärversorgung an
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Apotheken bieten mehr Verantwortung in der Primärversorgung an

Die ABDA hat als Bundesvereinigung der Apothekerverbände ein Positionspapier vorgelegt. Demnach sollten Apotheken künftig die Primärversorgung stärker mittragen.

Die ABDA reagiert damit auf die Diskussion über zu erwartende Versorgungsengpässe im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel – im Verhältnis nimmt die Zahl älterer Menschen zu. Gleichzeitig gibt es bereits jetzt einen Fachkräftemangel im Gesundheitswesen.

Nach Ansicht der ABDA sollen die Teams in Apotheken die Menschen stärker dabei unterstützen, Gesundheitsinformationen zu verstehen und Beschwerden einzuordnen. Das gilt vor allem für die Frage, wann eine Selbstmedikation nicht mehr ausreicht und stattdessen ein Besuch in einer Arztpraxis anstehen sollte.

Zusätzlich sollen Sie als PTA oder PKA digitale Anwendungen wie die elektronische Patientenakte (ePA) und Gesundheits-Apps (DiGA) erklären und beim Zugang dazu helfen. 

Prävention und Akutversorgung in der Apotheke 

Die ABDA begrüßt daher auch die Pläne der Bundesregierung, Apotheken stärker in die Versorgung einzubinden. Explizit nennt die ABDA das Thema Prävention. Neben Testungen und Impfungen könnten dazu Früherkennungsangebote etwa zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören oder Beratungen zu speziellen Lebensphasen wie Wechseljahren.

In der Akutversorgung positioniert die ABDA die Apotheke als erste Anlaufstelle bei unkomplizierten Beschwerden, um hausärztliche Praxen und Notdienste zu entlasten. Apotheken begleiten dann die Ersteinschätzung vor Ort, leiten bei Bedarf weiter und unterstützen Videosprechstunden sowie assistierte Telemedizin besonders für Menschen mit schlechter technischer Ausstattung oder fehlender digitaler Kompetenz. Entsprechende Pilotprojekte gibt es bereits. 

Neue Aufgabenbereiche 

Kurzfristig sollen Apotheken neue Leistungen anbieten, die direkt Ihren Arbeitsalltag als PTA oder PKA betreffen. Nach Krankenhausentlassungen könnten Teams in Apotheken beispielsweise Risikopatientinnen und -patienten weiter betreuen und die Entlassmedikation in den elektronischen Medikationsplan übertragen. Im Notdienst sollen sie OTC-Arzneimittel für Kinder zu Lasten der GKV abgeben können, ohne dass Eltern vorher eine ärztliche Verordnung einholen müssen. 

Für definierte, unkomplizierte Indikationen prüft die ABDA zudem Modelle, in denen Apothekerinnen und Apotheker bestimmte verschreibungspflichtige Arzneimittel direkt abgeben dürfen. 

Fest steht, dass auch für Sie zusätzliche Aufgabenbereiche entstehen werden. Empfehlenswert ist es daher, sich bereits jetzt um Weiterbildungen für PTA und PKA zu kümmern. 

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Der Autor Richard Joos
Richard Joos

Richard Joos ist SEO-Experte und arbeitet seit 2022 bei DRACO®. Mit über 20 Jahren Erfahrung im Online-Marketing mit Großunternehmen, Filialketten und dem Mittelstand ist er spezialisiert auf digitale Sichtbarkeit und Suchmaschinenoptimierung (SEO). Sein Fokus liegt auf praxisnaher Beratung und der Optimierung von Websites.

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