Achtung vor betrügerischen Mails und Anrufen
Aktuell berichten viele Apotheken-Teams von gefälschten Mails, die unter anderem von der ABDA stammen sollen. So schützen Sie sich vor diesen Betrugsversuchen.
Sogenannten Phishingmails dienen dazu, sensible Daten wie Bankverbindungen oder Passwörter abzugreifen. Zum Teil werden die Angeschriebenen sogar dazu aufgefordert, direkt eine Überweisung zu tätigen. Derzeit sind beispielsweise Mails im Umlauf, die angeblich von Thomas Preis stammen, dem Präsidenten der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA).
Vor einigen Jahren waren solche Aussendungen noch leicht zu erkennen, weil sie unter anderem viele Rechtschreibfehler aufwiesen und zum Teil nicht einmal der Satzbau stimmte. Doch die Betrüger haben dazugelernt. Heutzutage sind die meisten Anschreiben perfekt formuliert. Abbinder und Logo werden aus dem Netz kopiert.
Aktueller Betrugsversuch: Überweisungen an die ABDA
In den gefälschten ABDA-Mails werden Apothekenteams dazu aufgefordert, Überweisungen vorzunehmen. Die ABDA weist daraufhin, dass sie niemals um Vorleistungen oder kurzfristige Überweisungen bittet. Wenn derartige Schreiben in Ihrem Postfach landen, sollten Sie diese umgehend löschen. Antworten Sie nicht und öffnen Sie keinesfalls einen Anhang! Über diesen könnte ein Computervirus auf Ihren Rechner gelangen.
Phishing: Bankdaten verifizieren der Apobank
Ebenfalls im Umlauf sind angebliche Aufforderungen der Apotheker- und Ärztebank (Apobank), die Kontodaten zu verifizieren. Hinterlegt sind meist ein Link und ein QR-Code. Beides führt zu einer Seite, die täuschend echt die Homepage der Apobank imitiert. Ziel ist es, die Empfängerinnen und Empfänger dazu zu bewegen, dort Ihre Log-in-Daten fürs Online-Banking einzugeben.
Wenn Sie unsicher sind, ob es sich um ein echtes Schreiben der Bank handeln könnte, hilft ein einfacher Trick: Klicken Sie auf „Antworten“. Dann sehen Sie in der Regel, dass sich ein anderer Absender hinter der Mail verbirgt. Wenn Sie unsicher sein sollten, hilft ein kurzer Anruf bei der Bank. Folgen Sie auf keinen Fall den Anweisungen aus der E-Mail!
Angeblich verärgerte Geschäftspartner
Von einem besonders perfiden Betrugsversuch berichtet die Apothekerkammer NRW. In diesen Fällen landen im Posteingang der Apotheke E-Mails, die angeblich von Vorgesetzten stammen (die gerade nicht im Haus sind) oder von bekannten Geschäftspartnern. Die Anschreiben sind also individuell formuliert und erwecken beispielsweise den Eindruck, eine Zahlung sei vergessen worden.
Unterm Strich werden die Apothekenleitung oder Mitarbeitende mit Kontozugang darum gebeten, kurzfristig eine Überweisung zu tätigen.
Die wichtigsten Regeln zum Schutz vor Betrugsversuchen
- Zeitdruck ist immer ein Warnsignal. Keine Bank und kein Geschäftspartner schließt innerhalb weniger Stunden den Zugang zu einem Konto oder stellt Lieferungen ein. Atmen Sie also durch, damit Sie nicht vorschnell handeln.
- Prüfen Sie die exakte Adresse des Absenders. Oftmals wird zwar der korrekte Name angezeigt, bei einem Klick auf die Adresse sind aber abweichende Angaben erkennbar.
Sie sind unsicher? Greifen Sie zum Telefonhörer und haken Sie nach. Das muss aber unbedingt über einen bekannten Kontakt erfolgen. Denn einige Betrüger richten sogar gefälschte Hotlines ein. Rufen Sie also keinesfalls bei einer Nummer an, die in der E-Mail angegeben ist!