Zusätzliche Belastung durch den Karneval
 - Arztpraxis, Apotheke

Zusätzliche Belastung durch den Karneval

Am Donnerstag ist Weiberfastnacht: Die Faschings- und Karnevalswoche startet. Beschäftigte im Gesundheitswesen werden voraussichtlich mit mehr Verletzungen und akuten Wunden konfrontiert.

An Karneval kommt es zu mehr Verletzungen: Nicht nur Krankenhäuser, sondern auch Praxen und Apotheken müssen sich auf zusätzlichen Andrang und höhere Belastungen einstellen.

Wenn der Straßenkarneval beginnt, steigt das Verletzungsrisiko deutlich an. Ab Weiberfastnacht suchen in vielen Regionen erheblich mehr Patientinnen und Patienten Notaufnahmen, Arztpraxen und Apotheken auf. Oft geht es um kleinere Blessuren, teils aber auch um größere Unfälle.

Typische Probleme reichen von Schnitt- und Platzwunden bis zu Verstauchungen oder Knochenbrüchen – am häufigsten an den Sprunggelenken. Viele Unfälle passieren unter Alkoholeinfluss. Besonders häufig sind Menschen betroffen, die zu Fuß, auf dem Fahrrad oder mit dem E-Scooter unterwegs sind. Auch Rangeleien können zu Verletzungen führen. Wenn die Temperaturen wieder fallen, stellen womöglich glatte Straßen ein zusätzliches Risiko dar.

Darauf müssen sich Praxen und Apotheken einstellen

Wie sehr der Mehraufwand die Versorgung fordert, hängt stark vom Standort ab: Der Andrang ist natürlich in der Nähe der Festmeilen deutlich höher als in ruhigen Vierteln. Aber selbst in Praxen und Apotheken außerhalb der Zentren steigt die Zahl der Kundinnen und Kunden nach der Erfahrung der vergangenen Jahre um etwa zehn bis fünfzehn Prozent.

Für das Personal bedeutet diese Zeit also Hochbetrieb. Mitarbeitende in Apotheken und Praxen versorgen Betroffene mit Verbandsmaterial, Schmerzmitteln und Wirkstoffen gegen Übelkeit oder Dehydrierung. Letzteres hängt in der Regel mit dem erhöhten Alkoholkonsum zusammen. Gleichzeitig beraten sie Menschen, die kleinere Verletzungen selbst behandeln möchten.

Tipps für MFA
Besprechen Sie die Situation im Team. Das gilt besonders, falls Sie mir reduzierter Besetzung arbeiten sollten. Stocken Sie das Notfallmaterial gegebenenfalls kurzfristig noch auf.

Tipps für PTA und PKA
PTA und PKA können gezielt Produkte für Erste-Hilfe-Maßnahmen bei akuten Wunden sowie für Magen-Darm-Beschwerden in den Fokus rücken. Prüfen Sie nochmals die Bestände an Verbandmaterial und Pflastern. Dabei sollten Sie den zu erwartenden erhöhten Bedarf berücksichtigen. Hier finden Sie Tipps für die Beratung bei akuten Wunden.

Zusätzliche Belastung durch den Karneval
DRACO Wunde+Akute Wunden bei Kindern

Im Karneval besonders wichtig:

Kinderwundversorgung
Die Autorin Steffi, MFA/Wundexpertin (ICW)
Steffi Blog

Nach der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten in einer dermatologischen Praxis für 5 Jahre im Praxisalltag als MFA, seit 2014 bei Dr. Ausbüttel (DRACO®). Wundexpertin (ICW) und bloggende MFA mit Leidenschaft.

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