Zeitumstellung: Tipps für die Gesundheit

Zeitumstellung: Tipps für die Gesundheit

Der Widerstand gegenüber der Zeitumstellung nimmt ab. Dabei bringt der Wechsel Schlaf und Kreislauf durcheinander. Beschäftigte im Gesundheitswesen können mit wichtigen Tipps unterstützen.

In der Nacht zum 25. Oktober stellen wir die Uhren von drei auf zwei Uhr zurück. Viele Menschen haben sich offensichtlich damit abgefunden: In einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit forderten 71 Prozent der Teilnehmenden, die Zeitumstellung abzuschaffen. Das sind fünf Prozentpunkte weniger als im Vorjahr und so wenige wie zuletzt 2015. Bei den 18- bis 29-Jährigen sank der Anteil binnen eines Jahres von 66 auf 50 Prozent.

Und das, obwohl 29 Prozent der Befragten nach dem Uhrenwechsel schon einmal Beschwerden hatten. Bei Frauen waren es 36 Prozent, bei Männern 22 Prozent. Die betroffenen Personen litten zum Beispiel unter Schlafstörungen, waren tagsüber müde, konnten sich kaum konzentrieren oder waren ungewöhnlich gereizt. Jeder Fünfte brachte den Uhrenwechsel sogar mit depressiven Verstimmungen in Verbindung.

Was im Körper passiert

Die innere Uhr orientiert sich unter anderem am Licht. Verschiebt sich die Uhrzeit, geraten Schlaf, Hormone und Stoffwechsel aus dem Takt. Die American Academy of Sleep Medicine sieht vor allem bei der Zeitumstellung im Frühjahr einen Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle, Stimmungstiefs und Unfälle.

Wichtig für Sie als Beschäftigte im Gesundheitswesen: In der Woche nach der Zeitumstellung kommt es tendenziell auch häufiger zu Behandlungsfehlern.

So helfen Sie Patientinnen und Patienten bei der Zeitumstellung

Geben Sie diese Tipps weiter:

  • Schon an den Tagen zuvor 15 bis 30 Minuten später zu Bett gehen und aufstehen.
  • Jeden Tag möglichst zur selben Zeit aufstehen, wie es die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin empfiehlt.
  • Morgens viel Licht machen (eventuell per Tageslichtlampe).
  • Eine halbe Stunde vorm Schlafen Fernseher, Computer, Handy & Co. ausschalten.
  • Zu festen Zeiten essen (nicht zu spät) und abends auf Alkohol und Kaffee verzichten.
  • Wer Medikamente zu festen Uhrzeiten einnimmt, wie Insulin oder Parkinson-Mittel, sollte den Zeitpunkt in kleinen Schritten verschieben.

Bei Pflegebedürftigen sollten Pflegefachpersonen darauf achten, Mahlzeiten und weitere Routinen langsam an die neue Uhrzeit anpassen.

Und das eigene Team?

Wer in der Nacht zum Sonntag Dienst hat, arbeitet eine Stunde länger. Planen Sie daher Pausen ein und trinken Sie genug. 

Kontrollieren Sie in den Tagen danach Dosierungen und Rezepte doppelt, da auch Ihre Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt sein könnte.

Ein Spaziergang in der Mittagspause hilft der inneren Uhr, sich neu einzustellen.

Zeitumstellung: Tipps für die Gesundheit
21.05.2026Teilkrankschreibung im Gesundheitswesen
Die Autorin Steffi, MFA/Wundexpertin (ICW)
Steffi Blog

Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten in einer dermatologischen Praxis, anschließend 5 Jahre im Praxisalltag als MFA tätig. Seit 2014 bei Dr. Ausbüttel (DRACO®). Wundexpertin (ICW) und bloggende MFA mit Leidenschaft.

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