Start der Impfsaison: Terminverwaltung für Apotheken
Aktuell bieten immer mehr Apotheken Impfungen an oder bauen das Angebot an pharmazeutischen Dienstleistungen aus. Eine digitale Terminverwaltung nutzen aber nur wenige.
Belastbare Zahlen gibt es zwar nicht, wer aber versucht, online einen Termin bei einer Apotheke in seiner Nähe zu buchen, stößt schnell an seine Grenzen, genauer auf den Satz: „Die gewählte Apotheke bietet keine Terminbuchung an.“ Fachleute weisen jedoch darauf hin, dass pharmazeutische Dienstleistungen und Impfangebote nur dann mehr Umsatz generieren beziehungsweise sich wirtschaftlich lohnen, wenn sie gebündelt erfolgen und die Organisation für Sie als PTA oder PKA keine unnötige zeitliche Belastung darstellt.
Online-Terminbuchung als Lösung
Inzwischen bieten viele Hersteller Terminbuchungstools an, die sich leicht in bestehende Systeme integrieren lassen. Das Apotheken-Team kann Zeitfenster für bestimmte Leistungen zur Buchung freigeben und auf diese Weise beispielsweise Impftage planen oder pharmazeutische Dienstleistungen wie Medikationsberatungen oder die Risikoerfassung von Hypertonie gezielt vorbereiten. Das hat zudem den Vorteil, dass unangenehme Situationen vermieden werden. Denn wenn die Kundschaft ad hoc nachfragt, lautet die Antwort sonst womöglich häufig: „Die zuständige Kollegin ist heute nicht da.“
Aufgestellt für die Zukunft
Je stärker Apotheken in die regionale Versorgung eingebunden werden, desto wichtiger wird das Terminmanagement, beispielsweise im Bereich der assistierten Telemedizin. Es ist daher sinnvoll, frühzeitig die technischen Voraussetzungen für eine möglichst unkomplizierte Abwicklung zu schaffen.
Dabei geht es nicht allein um die Terminvergabe und -planung selbst, sondern auch darum, zusätzlichen Verwaltungsaufwand zu vermeiden. Wenn Kundinnen und Kunden online ihre persönlichen Daten eintragen, liegen diese zum Termin bereits vor und müssen nicht nachgepflegt werden.
Ein weiterer Vorteil dürfte darin bestehen, dass Online-Terminbuchungen tendenziell eine gesundheitsbewusste Klientel ansprechen, die Leistungen im Voraus plant und offen ist für weitere Angebote, die in den Bereich der Prävention fallen.
Tipps für PTA und PKA
Besprechen Sie das Thema mit der Apothekenleitung. Sollte sich diese für ein Terminbuchungstool entscheiden, sollten Sie zunächst im Team klären, wann am ehesten Zeitfenster für bestimmte Leistungen möglich wären. Diese schalten Sie frei und informieren aktiv die Kundschaft. Das sollte nicht nur auf der Homepage erfolgen, sondern auch in der Vor-Ort-Apotheke. Weisen Sie über Plakate und Flyer auf die Buchungsoption hin. Lassen Sie kleine Kärtchen drucken mit der URL und dem Hinweis, welche Termine dort gebucht werden können. Diese geben Sie in die Verkaufstüten.