Hitzeschutz in Arztpraxis und Pflege: So schützen Sie sich und andere
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Hitzeschutz in Arztpraxis und Pflege: So schützen Sie sich und andere

Hitzewellen belasten die Arbeit in Arztpraxen und in der Pflege. Was jetzt wichtig ist, damit Sie sich sowie Ihre Patientinnen und Patienten gesund und sicher durch heiße Tage bringen.

Die erste Hitzewelle des Jahres im Mai mit Temperaturen von teilweise über 30 °C hat wieder einmal gezeigt: Hohe Temperaturen sind keine Ausnahme mehr und treten offenbar häufiger auf. Für Sie als MFA oder Pflegefachkraft bedeutet das eine doppelte Herausforderung. Sie müssen nicht nur sich selbst im Blick behalten, sondern auch auf Ihre Patientinnen und Patienten achten – vor allem dann, wenn diese besonders gefährdet sind. 

Gerade ältere und chronisch kranke Menschen reagieren empfindlicher auf Hitze als jüngere, gesunde Menschen. Viele trinken zu wenig oder erkennen Warnzeichen zu spät. Gleichzeitig steigt für Sie als MFA oder Pflegefachkraft der Arbeitsdruck: mehr Beratungsbedarf, mehr Unsicherheit, mehr körperliche Belastung. Auch die Stimmung kann leiden – Hitze reduziert die Konzentration und erhöht die Reizbarkeit. 

Was Sie als MFA und Pflegekraft in puncto Hitzeschutz tun können 

Markieren Sie potenzielle Risikopatientinnen und -patienten in der Patientenakte und sprechen Sie diese aktiv an: Kurze Fragen zu Trinkmenge, Kreislauf oder Beschwerden helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen. Planen Sie Termine möglichst in den kühleren Morgenstunden ein und prüfen Sie, ob die Medikation angepasst werden muss. Zum Hintergrund: Einige Medikamente beeinflussen Flüssigkeitshaushalt, Kreislauf und Wärmeregulation. Sie wirken also bei Hitze anders. 

Auch für Sie als Pflegefachkraft ist die Situation herausfordernd. Neben der eigentlichen Pflege müssen Sie verstärkt auf Flüssigkeitszufuhr, Kühlung und das Wohlbefinden Ihrer Patientinnen und Patienten achten. Dadurch erhöht sich das Risiko, eigene Bedürfnisse zurückzustellen – es drohen Flüssigkeitsmangel und Erschöpfung. 

Der beste Hitzeschutz ist eine gute Vorbereitung in Arztpraxis und Pflege: Entwickeln Sie gemeinsam mit Ihrem Team klare Abläufe für die heißen Sommermonate. Sorgen Sie für ausreichend Getränke, angepasste Arbeitszeiten und einen offenen Umgang im Team, um Belastungen von vornherein zu reduzieren. 

Die folgenden Tipps helfen Ihnen, gut und gesund durch heiße Tage zu kommen: 

  • Trinken Sie über den Tag verteilt etwa 2 bis 3 Liter. 
  • Bevorzugen Sie Leitungs- oder Mineralwasser, ungesüßte Früchte- und Kräutertees sowie leichte Fruchtsaftschorlen. 
  • Tragen Sie leichte, atmungsaktive Kleidung. 
  • Planen Sie feste Trinkpausen im Arbeitsalltag ein. 
  • Achten Sie auf Symptome wie Schwindel oder Kopfschmerzen. 
  • Halten Sie Räume so kühl wie möglich, zum Beispiel durch Lüften am Morgen, Verschattung (Jalousien oder Sonnensegel), (mobile) Klimaanlagen oder Ventilatoren. 
  • Falls noch nicht vorhanden, können Sie der Praxis- oder Pflegeleitung den Vorschlag unterbreiten, Trinkwasserspender aufzustellen. 
  • Informieren Sie Ihre Patientinnen und Patienten aktiv über das richtige Verhalten bei Hitze und achten Sie besonders auf ältere und chronisch kranke Menschen. 

Auch auf Wunden wirkt sich Hitze oftmals negativ aus. Deshalb sollten Sie chronischen Wunden im Sommer besondere Aufmerksamkeit schenken. 

Hitzeschutz in Arztpraxis und Pflege: So schützen Sie sich und andere
Die Autorin Steffi, MFA/Wundexpertin (ICW)
Steffi Blog

Nach der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten in einer dermatologischen Praxis für 5 Jahre im Praxisalltag als MFA, seit 2014 bei Dr. Ausbüttel (DRACO®). Wundexpertin (ICW) und bloggende MFA mit Leidenschaft.

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