Agaplesion: KI-Chatbot für Pflegekräfte
Gibt es Fragen im Arbeitsalltag? Bei Agaplesion können die Beschäftigten jetzt einen digitalen Assistenten fragen. Er kennt die internen Informationen.
In einem Konzern wie Agaplesion mit seinen über 100 Einrichtungen, darunter 18 Krankenhäuser, 29 Medizinische Versorgungszentren sowie 41 Wohn- und Pflegeeinrichtungen, sind die Datenmengen riesig. Wie großartig wäre es, wenn die Beschäftigten mit wenigen Klicks auf alles zugreifen könnten, was sie brauchen? Genau das soll jetzt Agabot ermöglichen – ein spezieller Chatbot, den Agaplesion zusammen mit den IT-Unternehmen Timetoact und IBM entwickelt hat.
So funktioniert der digitale Assistent
Agabot arbeitet im Prinzip wie gängige Sprachmodelle – mit Sprachmodellen sind Computerprogramme gemeint, die normale menschliche Sprache „verstehen“, das bekannteste Beispiel ist ChatGPT. Die Beschäftigten tippen also einfach in eine Maske auf dem Rechner, was sie wissen wollen. Dafür wird im Intranet eine extra Chat-Oberfläche eingeführt. Anders als ChatGPT & Co. recherchiert dieser KI-Assistent (KI = künstliche Intelligenz) dann aber nicht im Internet, sondern im Datenbestand von Agaplesion. Dafür hat das Technik-Team sämtliche Dokumente des Konzerns hochgeladen, von Qualitätsstandards bis zu Verfahrensanweisungen.
Der Agabot gibt außerdem bei jeder Antwort an, aus welcher Quelle die jeweilige Information stammt. Wenn er nicht findet, wonach die Beschäftigten ihn gefragt haben, bleibt eine Antwort aus – er versucht in diesem Fall also nicht, selbst eine entsprechende Textpassage zu formulieren. So soll das Risiko verringert werden, dass die KI Fehler macht.
Warum führt der Gesundheitskonzern den KI-Chatbot ein?
Agaplesion hat eine eigene Digitalisierungsstrategie entworfen, zu der auch der Ausbau von KI-Anwendungen zählt. Das Unternehmen verspricht sich davon erhebliche Arbeitserleichterungen für die Beschäftigten. Der Agabot soll sie bei der Informationsrecherche und weiteren administrativen Aufgaben unterstützen. Unterm Strich könnte das zu einer Zeitersparnis führen, die dann beispielsweise für die Pflege zur Verfügung steht.