Studie: Physician Assistants als echte Entlastung
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Studie: Physician Assistants als echte Entlastung

Zehn Praxen in Westfalen-Lippe haben zwei Jahre lang Physician Assistants (PA) eingesetzt. Was leisten sie tatsächlich – und wie können MFA sich zur PA weiterbilden?

Wie können Physician Assistants (PA) in einer Arztpraxis zur Entlastung beitragen? Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat im April 2023 ein Modellprojekt mit der Hochschule EU|FH in Rheine und der Deutschen Gesellschaft für Physician Assistants (DGPA) gestartet, um diese Frage zu beantworten. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat das Projekt ausgewertet.

Das hat das Zi herausgefunden

Das Zi hat Praxisleitungen und PAs zweimal befragt: kurz nach dem Start und nach rund einem Jahr. Auch Patientinnen und Patienten kamen zu Wort. Die wichtigsten Ergebnisse sehen folgendermaßen aus: Im Schnitt übernahmen die PAs 30 Prozent der Kontakte mit Erkrankten, was die Wartezeiten auf Termine teils verkürzte. Die Ärztinnen und Ärzte fühlten sich entlastet und konnten sich intensiver um Personen mit starken Beschwerden kümmern. Sowohl das restliche Team als auch die Patientinnen und Patienten nahmen die PAs gut an.

Es gab aber auch Kritik oder Bedenken: Die Ärztinnen und Ärzte wünschten sich mehr Unterstützung für die Finanzierung der Stellen. Die PAs stellten fest, dass ihnen zum Teil Wissen für die Arbeit in den Praxen fehlt. Aus ihrer Sicht sollte es im Studium zusätzliche Module geben. Patientinnen und Patienten gaben an, dass ihnen zum Teil nicht klar war, welche Rolle PA in den Praxen spielten. Sie forderten mehr Aufklärung.

PA und MFA: Was ist der Unterschied?

MFA lernen ihren Beruf in drei Jahren dual: in der Praxis und meist an zwei Tagen pro Woche im Berufskolleg. Am Ende legen sie ihre Prüfung vor der Ärztekammer ab. PAs studieren und schließen mit einem Bachelor of Science ab, meist nach sechs Semestern und 180 Leistungspunkten. Das Studium setzt in der Regel eine Ausbildung in einem Gesundheitsberuf voraus. PAs bauen beispielsweise ihr Wissen in den Bereichen Anatomie, Pharmakologie, Innere Medizin, Chirurgie und Notfallmedizin aus. Sie erheben Anamnesen, wirken an Diagnose und Behandlungsplan mit – immer im Auftrag einer Ärztin oder eines Arztes.

Von der MFA zur PA

MFA können PA werden. Die Bundesärztekammer erkennt die MFA-Ausbildung als Zugang zum Studium an. Die EU|FH bietet das Studium an vier Standorten berufsbegleitend an. Dort reisen Studierende im ersten Semester für fünf Wochen an, im zweiten für vier und im dritten für drei Wochen. Wer kein Abitur hat, kann in vielen Fällen über mehrere Jahre Berufserfahrung eine Zugangsberechtigung erhalten.

Studie: Physician Assistants als echte Entlastung
Das bringt es Arztpraxen wirklichPhysician Assistant als Weiterbildung für MFA
Die Autorin Steffi, MFA/Wundexpertin (ICW)
Steffi Blog

Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten in einer dermatologischen Praxis, anschließend 5 Jahre im Praxisalltag als MFA tätig. Seit 2014 bei Dr. Ausbüttel (DRACO®). Wundexpertin (ICW) und bloggende MFA mit Leidenschaft.

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