Pilotprojekt: Diagnostik-LKW als mobile Notaufnahme für Pflegeheime
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Pilotprojekt: Diagnostik-LKW als mobile Notaufnahme für Pflegeheime

Im Saarland bringt ein Diagnostik-LKW Krankenhaustechnik in 50 Pflegeheime. Ziel ist es, Klinikeinweisungen zu reduzieren und schnelle Diagnosen vor Ort zu ermöglichen.

Im Saarland startet mit „Dikom – Diagnostik und Konsil im Pflegeheim mittels mobiler Geriatrie-Unit“ ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt. Ein speziell ausgestatteter LKW wird künftig wichtige Diagnostik direkt zu den Menschen in Pflegeheimen bringen. An Bord sind unter anderem CT, Röntgen, Ultraschall, EKG, EEG und ein kleines Labor. Damit erreicht der Hightech-LKW nahezu das Niveau einer Notaufnahme im Krankenhaus. 

Entlastung für Pflegefachkräfte sowie Patientinnen und Patienten 

Im Rahmen des Projekts „Dikom“ sollen in den nächsten drei Jahren rund 4.000 Bewohnerinnen und Bewohner aus etwa 50 Einrichtungen im Saarland versorgt werden. Ärztinnen und Ärzte sowie Fachpersonal begleiten die Einsätze. Die Ergebnisse aus dem Diagnostik-LKW werden digital an Spezialistinnen und Spezialisten übermittelt und anschließend an Hausarztpraxen und Pflegeheime zurückgespielt. 

Für Pflegefachkräfte in den beteiligten Einrichtungen ändern sich in Notfällen die Abläufe. Sie müssen mögliche Einsätze des mobilen Diagnostik-LKW in ihre Notfallprozesse integrieren. Wichtige Patientendaten müssen schnell griffbereit und verfügbar sein. Andernfalls scheitern schnelle mobile Untersuchungen an fehlenden Informationen. Auch Angehörige sollten von Beginn an über die neue Diagnostikmöglichkeit informiert werden. 

Pilotprojekt mit Potenzial für den bundesweiten Einsatz 

Sollte das Projekt erfolgreich verlaufen und bundesweit Schule machen, könnte sich der Alltag für Pflegefachkräfte spürbar verändern. Bisher bedeutet ein Sturz oder ein unklarer Gesundheitszustand häufig eine Einweisung ins Krankenhaus, lange Wartezeiten und zusätzlichen Stress für die Betroffenen. Künftig kann die Abklärung direkt vor Ort im Heim erfolgen. Das spart Zeit, reduziert Belastungen und vermeidet unnötige Krankenhaustransporte. 

Für den Erfolg des Projekts wird entscheidend sein, ob der Einsatz des Hightech-LKWs die Zahl der Krankenhauseinweisungen deutlich senken kann und die Versorgung zugleich sicher und wirtschaftlich bleibt. Gelingt dies, könnte die mobile Diagnostik zu einer zusätzlichen Säule in der Versorgung von Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern werden.

Pilotprojekt: Diagnostik-LKW als mobile Notaufnahme für Pflegeheime
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Die Autorin Michelle Eisenberg
Michelle Eisenberg, examinierte Pflegekraft

Michelle Eisenberg ist examinierte Pflegekraft mit der Zusatzqualifikation Praxisanleitung in der Pflege.
Sie hat sowohl in der ambulanten als auch stationären Pflege Erfahrung gesammelt.
Seit einiger Zeit arbeitet Frau Eisenberg im Kundenservice von Dr. Ausbüttel im Bereich Beratung.