Öko‑Test zu Magnesiumpräparaten: Das sollten Sie wissen
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Öko‑Test zu Magnesiumpräparaten: Das sollten Sie wissen

Das Team der Zeitschrift Öko‑Test hat Magnesiumpräparate geprüft. Die Kundschaft wird Sie womöglich auf die Ergebnisse ansprechen.

Öko‑Test hat 24 Magnesiumpräparate aus Apotheken, Drogerien, Reformhäusern, Discountern und Supermärkten untersucht. Die Produkte lagen teils in Pulver‑, Tabletten‑ oder Kapsel­form vor; bewertet wurden vor allem Gehalt, Dosierung, Inhaltsstoffe, Deklaration sowie mögliche Gesundheitsrisiken. Ein zentrales Kriterium war, ob die Nahrungsergänzungsmittel (NEM) für gesunde Erwachsene überhaupt einen zusätzlichen Nutzen bieten oder ob sie überflüssig bis kritisch sein können.

Beratungshintergrund: Bedarf von Magnesium‑NEM

Für gesunde Erwachsene liegt der Schätzwert für eine angemessene tägliche Magnesiumzufuhr nach Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei etwa 300 mg für Frauen und etwa 350 mg für Männer. Viele Menschen decken ihren Bedarf über eine ausgewogene Ernährung, sodass Supplemente für diese Gruppe meist nicht nötig sind. Personen mit starker körperlicher oder geistiger Belastung, erhöhtem Stress oder bestehenden Mangelerscheinungen, etwa durch chronische Darmerkrankungen, können einen erhöhten Bedarf haben und profitieren eventuell von NEM. Für die Mehrheit trifft das jedoch nicht zu.

Insgesamt konnte Öko‑Test kein einziges der 24 Präparate uneingeschränkt empfehlen; die meisten Produkte erhielten die Noten „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Zentrale Kritikpunkte waren eine zu hohe Dosierung, die teils deutlich über der vom Bundesinstitut für Risikobewertung genannten sinnvollen Obergrenze von 250 mg Magnesium pro Tagesdosis lag, sowie Zusatzstoffe wie Phosphate, synthetische Süßstoffe, Verdickungsmittel oder Emulgatoren. Im Test lag etwa jedes zweite Präparat über der empfohlenen Tageshöchstmenge und erhöht damit das Risiko für Durchfälle und andere unerwünschte Effekte.

In der Stichprobe befanden sich übrigens auch Produkte aus Discountern und Supermärkten, die ähnlich abschnitten wie Präparate aus Apotheken, sodass sich aus dem Test keine grundsätzlichen Qualitätsvorteile ableiten lassen. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihre Beratungskompetenz nutzen.

Hinweise für die Beratung in der Apotheke

Zunächst sollten Sie klären, ob wirklich ein begründeter NEM-Bedarf besteht, und auf die Möglichkeit hinweisen, den üblichen Magnesiumbedarf über die Ernährung zu decken. Wenn Kundinnen und Kunden dennoch ein Präparat wünschen oder bereits eines verwenden, prüfen Sie mit ihnen gemeinsam die Dosierung im Hinblick auf die 250‑mg‑Grenze und erklären mögliche Nebenwirkungen wie Durchfall bei zu hoher Zufuhr. Sie sollten außerdem ansprechen, dass ein „Mehr“ bei Mineralstoffen nicht automatisch mit größerem Nutzen verbunden ist.

Tatsächlich ist eine ausreichende Versorgung mit Magnesium wichtig für einen guten Schlaf, die Leistungsfähigkeit und die Funktion der Muskeln. Das bezieht sich jedoch darauf, dass ein Magnesium-Mangel zu Problemen führen kann. Eine Überdosierung führt also beispielsweise nicht zu einer überhöhten Leistungsfähigkeit. Das ist vielen Menschen nicht bewusst, weil manche Werbesprechen etwas anderes suggerieren.

Wichtig ist zudem der Hinweis, dass in bestimmten Fällen eine ärztliche Abklärung erfolgen sollte, bevor NEM eingenommen werden, etwa bei chronischen Erkrankungen oder eingeschränkter Nierenfunktion.

 Öko‑Test zu Magnesiumpräparaten: Das sollten Sie wissen
Der Autor Richard Joos
Richard Joos

Richard Joos ist SEO-Experte und arbeitet seit 2022 bei DRACO®. Mit über 20 Jahren Erfahrung im Online-Marketing mit Großunternehmen, Filialketten und dem Mittelstand ist er spezialisiert auf digitale Sichtbarkeit und Suchmaschinenoptimierung (SEO). Sein Fokus liegt auf praxisnaher Beratung und der Optimierung von Websites.

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