Leitlinie zum Medikationsmanagement
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Leitlinie zum Medikationsmanagement

Was müssen Sie als PTA oder PKA zum Medikationsmanagement wissen? Dazu gibt es jetzt eine Leitlinie der Bundesapothekerkammer (BAK).

Die meisten Menschen mit chronischen Erkrankungen nutzen eine Stammapotheke, über die sie den größten Teil ihrer Medikamente beziehen. Daher erscheint es absolut sinnvoll, dort das kontinuierliche Medikationsmanagement anzusiedeln. Doch wie genau kann das ablaufen? Im Modellprojekt ARMIN hat sich gezeigt, welcher Faktor ausschlaggebend ist für den Erfolg: eine klare Aufgabentrennung zwischen Apotheken und Arztpraxen. 

 Daran orientiert sich nun die Leitlinie, die von der BAK verabschiedet wurde. 

 Ziele der neuen Leitlinie 

 Die Bundesapothekerkammer nennt drei wichtige Ziele, die sie mit diesem praxisorientierten Dokument erreichen will: 

  • An erster Stelle steht eine bessere Einbindung der Patientinnen und Patienten in das Medikationsmanagement. Damit soll die Therapietreue gefördert werden. 

  • Der zweite Punkt ordnet das Apotheken-Team klar als Begleitung für die ärztlich verordnete Arzneimitteltherapie ein. Anders gesagt: Ihre Aufgabe als PTA oder PKA besteht wie gewohnt darin, die Erkrankten aufzuklären und zu beraten, damit die Medikamente korrekt eingenommen werden und ihre Wirkung entfalten können. 

  • Das leitet über zum dritten Ziel, nämlich Probleme mit Arzneimitteln, wie Begleiterscheinungen und Wechselwirkungen, zu verringern. 

 Inhaltliche Schwerpunkte der Leitlinie 

Dafür sieht die Leitlinie vor, dass in Apotheken die gesamte Medikation erfasst wird, einschließlich der frei verkäuflichen Präparate, die Patientinnen und Patienten ohne ärztliche Rücksprache einnehmen. Außerdem ist es wichtig, eventuelle arzneimittelbezogene Probleme zu erfassen.  

Konkrete Maßnahmen, die das Apotheken-Team ergreift, werden dokumentiert und mit Einverständnis der betroffenen Person an die Arztpraxis weitergereicht. Langfristig wünscht sich die BAK, dass entsprechende Vorschläge in die ePA eingetragen werden können. 

Grundlage für das Medikationsmanagement ist die pharmazeutische Dienstleistung der Medikationsanalyse. Dazu liegt bereits eine Leitlinie vor. 

Tipps für PTA und PKA 

Die Verantwortung für die Medikationsanalyse liegt bei der Apothekerin oder dem Apotheker, da es sich um eine anspruchsvolle pharmazeutische Tätigkeit handelt, die über die übliche Information und Beratung hinausgeht. Als PTA oder PKA dürfen Sie jedoch bei einzelnen, nicht dem Leitungspersonal vorbehaltenen Arbeitsschritten mitwirken. 

Besprechen Sie im Team, um welche Aufgaben es sich genau handelt und wie sich die Arbeit am besten aufteilen lässt. Darüber hinaus können Sie organisatorische Tätigkeiten übernehmen und beispielsweise die Kundschaft darüber aufklären, welche Unterlagen und Informationen für die Medikationsanalyse und das anschließende Management benötigt werden. 

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