Studie: Luftfilter in Pflegeheimen sind unnötig
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Studie: Luftfilter in Pflegeheimen sind unnötig

HEPA-Luftfilter sind verhältnismäßig teuer, tragen aber kaum dazu bei, Infektionen der Pflegebedürftigen zu verringern.

HEPA steht für „High-Efficiency Particulate Air“ und bedeutet auf Deutsch „hocheffizienter Partikelfilter“. Die Geräte wurden während der COVID-19-Pandemie in Pflegeheimen populär, da sie die Luft in einem hohen Maße reinigen. Das heißt, faktisch reduzieren sie Allergene, fangen Bakterien, Schimmelsporen und Viren ab und binden Feinstaub. Sie gelten als sinnvoll, die Anschaffung kann jedoch schnell teuer werden, da jeder Raum mit eigenen Geräten ausgestattet werden muss. Britische Forschende haben daher untersucht, wie große die Effekte für die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner tatsächlich sind.

Insgesamt hatten 91 Pflegeeinrichtungen an der Untersuchung teilgenommen. Ausgestattet wurden jeweils bis zu 16 Schlafzimmer mit HEPA-Luftfiltern. Außerdem erhielten die teilnehmenden Einrichtungen fünf Filter für Gemeinschaftsbereiche. Die Geräte liefen kontinuierlich von September bis Mai. 

Die Ergebnisse waren ernüchtern: Die Zahl der Atemwegsinfektionen sank bei den älteren Menschen kaum. Auch bei Magen-Darm-, Harnwegs- und Hautinfektionen schnitt die Gruppe, deren Räume mit der Luftreinigung ausgestattet war, nicht wesentlich besser ab als die Kontrollgruppe. In der Folge waren die Unterschiede bei Antibiotikaverschreibungen, Krankenhausaufenthalten sowie Stürzen ebenfalls nicht signifikant.

Fazit für Pflegeeinrichtungen

Und das Personal? Viele Pflegekräfte stecken sich in der kalten Jahreszeit häufiger bei Bewohnenden an. Auch daran änderten die Filter fast nichts. 

Unterm Strich kommen die Forschenden zu einer klaren Aussage: Für den geringen Nutzen, der mit HEPA-Filtern verbunden ist, ist die Anschaffung im Verhältnis schlicht zu teuer. Sie raten daher nicht zu einer flächendeckenden Einführung. Einrichtungen können an dieser Stelle also Kosten sparen.

Studie: Luftfilter in Pflegeheimen sind unnötig
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Die Autorin Michelle Eisenberg

Michelle Eisenberg ist examinierte Pflegekraft mit der Zusatzqualifikation Praxisanleitung in der Pflege. Dank ihrer umfangreichen Erfahrung in der Pflege hat sie ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen und Anforderungen in der Patientenversorgung. Sie hat selbst Wunden versorgt und kennt die Praxis aus erster Hand – ein Aspekt, der ihre Beratung besonders praxisnah macht. Seit 2021 ist sie ein Teil des Kundenservice von Dr. Ausbüttel. Ihr Ziel ist es, mit praxisnaher Beratung und ihrer Expertise in der Wundversorgung bestmöglich zu unterstützen.