Neue Wege gegen MFA-Mangel: Inklusive Arbeitsplätze
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Neue Wege gegen MFA-Mangel: Inklusive Arbeitsplätze

Viele Arztpraxen suchen händeringend nach Personal. Ein inklusiver Arbeitsplatz kann helfen und das Praxisteam im Alltag entlasten.

Der Fachkräftemangel bei MFA bleibt unverändert hoch. Arztpraxen müssen neue, pragmatische Wege finden. Eine Möglichkeit: Sie können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Beeinträchtigung beschäftigen. Wichtig sind hier klar definierte Aufgaben und die gezielte Unterstützung durch das Praxisteam. 

Klare Aufgaben, spürbare Entlastung
Die zusätzliche Arbeitskraft kann insbesondere einfache Aufgaben übernehmen: Sie füllt Materialien in den Behandlungsräumen auf, frankiert Briefe oder beklebt Atemröhrchen, reinigt Flächen oder begleitet Patientinnen und Patienten in die richtigen Behandlungsräume. Sie assistiert Ihnen als MFA und nimmt Ihnen Aufgaben ab, die Zeit kosten, die dann im Zweifelsfall für die Versorgung von Patientinnen und Patienten fehlt. 

Für einen inklusiven Arbeitsplatz ist kein großer Umbau nötig
Wichtig ist: Für einen inklusiven Arbeitsplatz muss die Praxis nicht aufwändig umgebaut werden. Das Praxisteam muss nur passende Tätigkeiten festlegen. Unterstützung erhalten Arztpraxen über spezialisierte Einrichtungen wie etwa Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung. Diese vermitteln geeignete Personen und begleiten die Einarbeitung in der Praxis. 

So entlastet der betriebsintegrierte Arbeitsplatz Ihre Praxis
Ein zentrales Modell ist hier der sogenannte betriebsintegrierte Arbeitsplatz, kurz BiAp. Dabei bleibt die beschäftigte Person formal bei einer Einrichtung angestellt. Die Arztpraxis zahlt einen vereinbarten Betrag, übernimmt jedoch keine klassische Arbeitgeberrolle. Organisation, Betreuung und Gehalt laufen weiterhin über die Einrichtung. Das reduziert sowohl den Aufwand als auch das Risiko für Ihre Praxis. 

Auch für die Integration in den Praxisalltag gibt es Unterstützung: Jobcoaches helfen bei der Einarbeitung, trainieren neue Aufgaben und stehen bei Fragen zur Verfügung. So können Sie als Praxisteam sicher sein, dass Aufgaben und Belastung gut zur neuen Arbeitskraft passen. 

Das können Sie als MFA jetzt tun: 

  • Bringen Sie die Idee eines inklusiven Arbeitsplatzes mit ihren Vorteilen bei Praxisleitung und Praxisteam ein. 

  • Prüfen Sie, welche Aufgaben im oft stressigen Praxisalltag entlasten können. 

  • Nehmen Sie Kontakt zu Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung in der Nähe auf und lassen Sie sich zu Möglichkeiten der Beschäftigung beraten. 

  • Planen Sie für die neue Arbeitskraft maximal zwei feste Ansprechpersonen im Team ein. 

  • Beginnen Sie mit einem Probearbeitstag und anschließend mit einem sechs- bis achtwöchigen Praktikum, das verlängert werden kann: Hier üben Sie gemeinsam mit der Werkstattmitarbeiterin oder dem Werkstattmitarbeiter Aufgaben, Tätigkeiten und Arbeitswege ein und passen diese gegebenenfalls an. 

Fazit: Inklusive Arbeitsplätze können Ihren Praxisalltag als MFA deutlich entspannen und für neue Freiräume sorgen. 

Neue Wege gegen MFA-Mangel: Inklusive Arbeitsplätze
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Die Autorin Steffi, MFA/Wundexpertin (ICW)
Steffi Blog

Nach der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten in einer dermatologischen Praxis für 5 Jahre im Praxisalltag als MFA, seit 2014 bei Dr. Ausbüttel (DRACO®). Wundexpertin (ICW) und bloggende MFA mit Leidenschaft.

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