Mehr Geld für die Pflege
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Mehr Geld für die Pflege

Die Durchschnittslöhne für Mitarbeitende in der Langzeitpflege sind weiter gestiegen. Der GKV-Spitzenverband hat entsprechende Zahlen veröffentlicht.

Im Durchschnitt liegen die Stundenlöhne inzwischen bei 24,50 Euro – das entspricht einem Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl könnte für Zündstoff sorgen, da gerade die Pflegereform beschlossen wurde. Sie ist mit zusätzlichen Belastungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen und andererseits mit Leistungskürzungen verbunden. Steigende Gehälter in der Pflege wirken sich im Normalfall auf den Eigenanteil aus, den Pflegebedürftige leisten müssen. Gleichzeitig ist klar: Höhere Gehälter sind ein wichtiger Hebel, um den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

So viel verdienen Ihre Kolleginnen und Kollegen

Der GKV-Spitzenverband hat die Zahlen nach Qualifikationen aufgeschlüsselt. Bei allen Angaben handelt es sich um Durchschnittswerte:

  • Pflegefachkräfte: 28,03 Euro pro Stunde (+3,6 Prozent)
  • Pflegeassistenzkräfte (Hilfskräfte mit mindestens einjähriger Ausbildung): 23,36 Euro pro Stunde (+3,3 Prozent)
  • Pflegehilfskräfte ohne Ausbildung: 20,96 Euro pro Stunde (+3,5 Prozent)

Im Monat bedeutet das: Pflegefachkräfte in der Altenpflege verdienen laut Bundesagentur für Arbeit (BA) im Mittel 4.438 Euro brutto. In der Krankenpflege liegt das durchschnittliche Bruttogehalt mit 4.587 Euro noch etwas höher.

Das dürfte einer der Gründe dafür sein, dass die Zufriedenheit in der Pflege gestiegen ist.

Tipps für Pflegekräfte

Es handelt sich um Durchschnittswerte. In der Praxis verdient also ein Teil der Beschäftigten deutlich weniger, andere dagegen mehr. Es kann daher sinnvoll sein, das eigene Gehalt mit diesen Zahlen zu vergleichen und einzuordnen. Bedenken Sie dabei, dass es große regionale Unterschiede gibt. Schließlich hängen auch die Lebenshaltungskosten davon ab, wo genau Sie wohnen.

Auf der Seite des GKV-Spitzenverbands können Sie die detaillierte Aufschlüsselung einsehen. 

Wenn Sie feststellen, dass Ihr Lohn geringer ausfällt als der Durchschnitt, kann eine Gehaltsverhandlung sinnvoll sein. Legen Sie dabei die entsprechenden Zahlen vor und bitten Sie um eine Anpassung auf Durchschnittsniveau. Außerdem können Sie Weiterbildungen nutzen, um Ihre Kompetenzen zu erweitern. Das stärkt Ihre Position gegenüber Ihrem Arbeitgeber.

Mehr Geld für die Pflege
Die Autorin Michelle Eisenberg

Michelle Eisenberg ist examinierte Pflegekraft mit der Zusatzqualifikation Praxisanleitung in der Pflege. Dank ihrer umfangreichen Erfahrung in der Pflege hat sie ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen und Anforderungen in der Patientenversorgung. Sie hat selbst Wunden versorgt und kennt die Praxis aus erster Hand – ein Aspekt, der ihre Beratung besonders praxisnah macht. Seit 2021 ist sie ein Teil des Kundenservice von Dr. Ausbüttel. Ihr Ziel ist es, mit praxisnaher Beratung und ihrer Expertise in der Wundversorgung bestmöglich zu unterstützen.