Impfaktionswoche: Was jetzt für Arztpraxen und Apotheken wichtig ist
Vom 9. bis zum 15. November findet die erste nationale Impfaktionswoche statt. Teil der Aktionswoche ist auch die Lange Nacht des Impfens am 12. November.
Arztpraxen und Apothekenteams können im November mit zusätzlichen Angeboten auf das Impfen aufmerksam machen: Die erste bundesweite Impfaktionswoche des Bundesgesundheitsministeriums bietet vom 9. bis 15. November Raum für Impfsprechstunden, Impfpass-Checks und weitere Aktionen. Sie richtet sich an alle Altersgruppen – besonders an Menschen, die nicht wissen, ob ihr Impfschutz vollständig ist.
Teil der Woche ist die vierte Lange Nacht des Impfens am 12. November. Von 18 bis 22 Uhr sind hier Impfungen gegen Grippe und COVID-19 vorgesehen. Neben Apotheken und Arztpraxen beteiligen sich weitere Impfstellen. Veranstalter ist der Bundesverband der Versorgungsapotheker (BVVA).
Novembertermin soll mehr Menschen erreichen
Anders als in den Vorjahren liegt die Lange Nacht des Impfens nicht im Oktober, sondern im November. Und sie ist in die erste Impfaktionswoche eingebunden. So sollen mehr Menschen erreicht werden, vor allem diejenigen, die sich zu Beginn der herbstlichen Impfsaison noch nicht um ihren Impfschutz gekümmert haben. 2025 wurden bei der Langen Nacht des Impfens mehr als 15.000 Impfungen dokumentiert, wobei 385 Impfstellen registriert waren.
Was Sie als MFA und PTA/PKA jetzt vorbereiten können
Für MFA bietet die Aktionswoche einen Anlass, bei der Terminvergabe auf Impfangebote der Arztpraxis hinzuweisen. Als PTA/PKA können Sie im Team abstimmen, wie Sie Interessierte über das Angebot und die Anmeldung informieren. Für beide Bereiche gilt: Kommunizieren Sie klar, wann Impfungen möglich sind und ob eine Voranmeldung für Impfungen erforderlich ist.
Die Aktionswoche ist auch ohne die Lange Nacht des Impfens möglich, zum Beispiel mit festen Zeiten für Impfpass-Checks, Impfungen oder Beratungen rund um den Impfschutz. Beispiele und Materialien stellt das Bundesgesundheitsministerium auf der Startseite unter „Materialien und Downloads“ bereit. Auch die Impf-App des Robert Koch-Instituts kann hilfreich sein.
Arztpraxen und Apothekenteams, die an der Impfnacht teilnehmen möchten, können ihre Einrichtung zudem auf der Webseite zur Langen Nacht des Impfens anmelden.
Zum Abschluss der Planung: Abläufe festlegen
Praxis- und Apothekenteams können sich bei der Vorbereitung auf wenige klare Schritte konzentrieren:
Stimmen Sie Personal, Impfstoffvorräte, Räume und Aufgaben im Team ab.
Legen Sie fest, wie viele Termine Sie anbieten können und ob spontane Besuche möglich sind.
Machen Sie Ihre Zeiten über Aushänge, Website und persönliche Hinweise bekannt.
Erinnern Sie Interessierte daran, Impfpass und Gesundheitskarte mitzubringen.
Halten Sie für nicht sofort mögliche Impfungen passende Folgetermine bereit. Auch das empfiehlt das Bundesgesundheitsministerium für die Aktionswoche.