Pilotprojekt zur Telepflege
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Pilotprojekt zur Telepflege

In Zeiten des Fachkräftemangels sind neue Konzepte gefragt: In einem Pflegeheim in Landshut läuft derzeit ein Test zur fachlichen Anleitung über einen Telemonitor.

Telemedizin ist in vielen Bereichen bereits Alltag. In hausärztlichen und psychotherapeutischen Praxen werden Videosprechstunden angeboten. In Klinken schalten sich Fachleute bei Bedarf zu Fallkonferenzen zusammen. Das sind nur zwei Beispiele unter den zahlreichen Möglichkeiten der digitalen Versorgung. In der Pflege ist dieser Ansatz hingegen neu. Schließlich geht es dabei in der Regel nicht um Diagnosen, sondern um pflegerische Tätigkeiten, weswegen sich digitale Varianten nicht anbieten – oder doch?

Im Pflegeheim Hofberg des Kreisverbands Landshut des Bayerischen Roten Kreuzes ist gerade das Projekt „Virtuelles Pflegeheim“ gestartet. Im Kern geht es um die Frage, inwiefern zugeschaltete Pflegefachpersonen Hilfskräfte vor Ort per Video- und Audioverbindung unterstützen können.

Darum geht es in dem Pilotprojekt

Über einen Zeitraum von drei Jahren werden die telepflegerischen Optionen in drei verschiedenen Phasen erprobt. Zunächst geht es darum, den Ist-Zustand zu ermitteln. Daran schließen sich die Praxisphase und die Evaluation an.

Hintergrund ist ein Promotionsvorhaben: Franz Wacker hatte seine Masterarbeit über virtuelle Pflegeheime geschrieben. Jetzt leitet er in der Abteilung Senioren und Pflege der BRK-Landesgeschäftsstelle ein Pilotprojekt, um diese Idee in der Praxis zu testen. Im Wesentlichen geht es darum, dass Pflegehilfskräfte oder andere Mitarbeitende vor Ort die Möglichkeit erhalten, bei pflegerischen Fragestellungen eine Pflegefachperson über Video zuzuschalten. Diese soll Antworten liefern, beraten, aber auch praktisch anleiten. Wacker sucht also nach Wegen, dem Fachkräftemangel kreativ zu begegnen und das vorhandene Wissen besser verfügbar zu machen.

Tipps für Pflegekräfte

Die Digitalisierung hält auch in der Pflege immer mehr Einzug – von Apps zur Pflegedokumentation bis zu sozialen Robotern. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich mit innovativen Technologien beschäftigen. Nutzen Sie Fortbildungsmöglichkeiten und setzen Sie sich auch privat mit Tablet & Co. auseinander, um Sicherheit im Umgang mit den Geräten zu gewinnen.

Pilotprojekt zur Telepflege
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Die Autorin Michelle Eisenberg

Michelle Eisenberg ist examinierte Pflegekraft mit der Zusatzqualifikation Praxisanleitung in der Pflege. Dank ihrer umfangreichen Erfahrung in der Pflege hat sie ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen und Anforderungen in der Patientenversorgung. Sie hat selbst Wunden versorgt und kennt die Praxis aus erster Hand – ein Aspekt, der ihre Beratung besonders praxisnah macht. Seit 2021 ist sie ein Teil des Kundenservice von Dr. Ausbüttel. Ihr Ziel ist es, mit praxisnaher Beratung und ihrer Expertise in der Wundversorgung bestmöglich zu unterstützen.