Praxistest: VR-Brillen für Pflegeeinrichtungen
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Praxistest: VR-Brillen für Pflegeeinrichtungen

Ein Alten- und Pflegeheim in Neumarkt setzt seit wenigen Tagen VR-Brillen ein und berichtet von positiven Effekten – sogar bei Menschen mit Demenz.

VR-Brillen (VR = virtuelle Realität) gehören ohne Frage nicht zur typischen Ausstattung einer Pflegeeinrichtung. Dass solche innovativen Technologien eine sinnvolle Ergänzung im Alltag darstellen können, beweist aber das Beispiel in Neumarkt. Dort hat das Alten- und Pflegeheim St. Alfons drei VR-Brillen angeschafft und erste Erfahrungen veröffentlicht. Von den Bewohnenden werde das Angebot sehr gut angenommen. Auf Menschen mit Demenz hätten die gezeigten Aufnahmen sogar eine beruhigende Wirkung. Im Ergebnis soll es sich um sinnvolle Maßnahme zur Beschäftigung und Aktivierung handeln, die das Personal zeitlich entlastet.

Wie funktionieren VR-Brillen?

Über einen Computer werden Daten ausgewählt und eingespielt. Im Ergebnis sieht die Person, die eine VR-Brille trägt, nicht mehr die Realität, sondern einen virtuellen Raum, beispielsweise einen Wald. Sie kann nach oben schauen und entdeckt dort den Himmel über den Wipfeln. Wenn sie sich umdreht, sieht sie die Bäume hinter sich und so weiter. Vereinfacht gesagt befindet sie sich also in einem digitalen dreidimensionalen Raum.

Wofür nutzt St. Alfons die VR-Brillen?

Die Mitarbeitenden wählen Inhalte aus, die an die Biografien und Interessen der Bewohnenden angelehnt sind, etwa zu Themen wie Natur und Kunst. Da es sich um einen kirchlichen Träger handelt, gehören auch Kirchenräume zum Angebot. Beispielsweise eine Bewohnerin, die in ihrer Mobilität eingeschränkt ist, sich aber für Kunst interessiert, kann mit dieser Technik eine Ausstellung betrachten, als sei sie dort.

Bei Menschen mit Demenz liegt der Schwerpunkt darauf, vertraute Bilder oder sogar Erinnerungen wachzurufen und gleichzeitig von belastenden Alltagssituationen abzulenken.

Ein zusätzliches Plus sind Programme für Mitarbeitende. Sie können die VR-Brillen etwa in der Mittagspause nutzen, um ein Entspannungsprogramm abzurufen – oder einen Waldspaziergang zu machen.

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