Stützstrümpfe – Medizinischer Thrombosepropyhlaxestrumpf – medizinischer Kompressionsstrumpf

Auf dem Markt finden sich verschiedene Arten von komprimierenden Strümpfen. Sie unterscheiden sich bezüglich ihrer Einsatzbereiche und Indikation grundlegend. Das Wirkprinzip ist bei allen Strumpfarten gleich. Durch Druck von außen wird der Venendurchmesser verringert und so die Rückstromgeschwindigkeit des venösen Blutes erhöht. Venenklappen, die noch nicht irreversibel geschädigt sich, schließen wieder und werden ihrer Funktion als Rückstauventil gerecht.

Die Einteilung in Stützstrümpfen, Medizinische Thromboseprophylaxe (MTPS) und Medizinischen Kompressionsstrümpfen (MKS) richtet sich nach der entsprechenden Indikation.

Medizinischer Kompressionsstrumpf (MKS) Medizinischer Thromboseprophylaxestrumpf (MTPS) Stützstrumpf
Einsatz bei bereits existierenden Venenproblemen, Voraussetzung für ihre Wirksamkeit ist die Mobilität. Bei bettlägerigen Patienten ist aufgrund des höheren Kompressionsdrucks der Einsatz kontraindiziert und kann zu schwerwiegenden Schäden führen. Ziel des Einsatzes ist es, die Rückflussgeschwindigkeit in den unteren Extremitäten zu erhöhen und so das Entstehen von Thrombosen bei immobilen Patienten zu verhindern, weitestgehend unabhängig davon, ob eine venöse Störung vorliegt.

Wirkungsprinzip ist auf die Immobilität des Patienten ausgerichtet.
Sie dienen der Vorbeugung von Venenschäden und werden bei leichten venösen Beinbeschwerden empfohlen. Sie gelten nicht als Medizinprodukt und sind deshalb von Thromboseprophylaxe- und Kompressionsstrümpfen zu unterscheiden.
Medizinische Kompressionsstrümpfe dienen der Behandlung venöser Beinleiden und sind zur Thromboseprophylaxe bei liegenden Patienten aufgrund höherer Druckwerte nicht geeignet! Es gibt vier Kompressionsklassen. Medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe sind speziell für liegende Patienten zur Prävention tiefer Beinvenenthrombosen konzipiert. Stützstrümpfe sollten weder für die Prophylaxe noch für die Behandlung venöser Krankheitsbilder eingesetzt werden.

Quelle: nach BVMed Stand Oktober 2013