Wundtherapie

Wundtherapie kritisch kolonisierter und infizierter Wunden

Bei jedem Verbandswechsel einer chronischen Wunde sollte eine entsprechende Reinigung erfolgen. Grobe Verunreinigungen, Nekrosen und festhaftende Fibrinbeläge etc. sollten dabei chirurgisch mit dem Skalpell oder einem Ringmesser (Kürette) entfernt werden. Weniger anhaftende Fibrinbeläge können entweder ebenfalls chirurgisch debridiert, mittels Ultraschall oder autolytisch (z. B. idealfeuchte Wundbehandlung) entfernt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass bei mikrobiell besiedelten Wunden die mechanische Reinigung von außen nach innen stattfindet, um die Keime nicht auf der Wundumgebungshaut zu verteilen. Bakterielle Beläge sollten zusätzlich mit Flüssigkeiten abgelöst und reduziert werden. Im Falle einer Kontamination reicht eine Reinigung mit physiologischer Kochsalzlösung oder Ringerlösung aus. Kommt es aber zu einer Zunahme der Erregerzahl (Kolonisation) oder gar systemischen Entzündungszeichen, so sind weitere Maßnahmen erforderlich.

kritisch kolonisierte bzw. infizierte Wunde
kritisch kolonisierte bzw. infizierte Wunde
kritisch kolonisierte bzw. infizierte Wunde
kritisch kolonisierte bzw. infizierte Wunde