Systemische Therapie

Systemische antibiotische Therapie

Systemische Therapie
Die Anwendung abdeckender Pasten in der Wundumgebung erschwert die Beurteilung der Umgebung bezüglich Zeichen einer Wundinfektion – Rötung, Überwärmung etc. und sollte daher vermieden werden.

Ist eine chronische Wunde (mit oder ohne multiresistente Erreger) so stark lokal infiziert, dass eine systemische Infektion droht oder bereits vorliegt, sollte eine systemische antibiotische Therapie durchgeführt werden. Angesichts weiter steigender Resistenzen von MRSA und ESBL gegenüber diversen Antibiotika sollten keine leichtfertige und ggf. unpassende antibiotische Therapie erfolgen. Eine lokale Behandlung mit Antibiotika in der Wunde ist nicht mehr zeitgemäß und fördert Resistenzen. Die lokale Wundbehandlung sollte immer mit desinfizierenden Substanzen wie Polyhexanid, Octenidin oder PVP-Iod erfolgen.

Eine systemische Antibiose erfolgt im Idealfall nach einem bereits durchgeführten Resistogramm. Sollte aus klinischen Gründen die Notwendigkeit gegeben sein, vor Erhalt des Resistogramms mit einer systemischen antibiotischen Therapie zu beginnen, ist es von großem Vorteil die Resistenzsituation im eigenen Umfeld/in der eigenen Klinik zu kennen. Entsprechende Statistiken werden von mikrobiologischen Instituten in der Regel jährlich erstellt.

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