Sekundäre Wundheilungsstörung

Definition

Werden Wunden in ihrer Heilung gestört, spricht man von einer sekundären Wundheilungsstörung. Diese werden nach jedem chirurgischen Eingriff befürchtet und werden nicht selten zu postoperativen Komplikationen.

sekundaere Wundheilungsstörung Granulation
sekundaere Wundheilungsstörung
sekundäre heilende Wunde
  • Diagnostik

    Die Diagnostik einer Wundheilungsstörung erfolgt über die Anamnese und die Art der Operation. Um Erreger nachzuweisen, sollte ein bakteriologischer Abstrich erfolgen.

    Die Wundheilung ist kein auf die Wunde lokal begrenzter Vorgang, sondern der ganze Organismus ist daran beteiligt.

    Lokale Faktoren einer Wundheilungsstörung:

    • Falsche Wundversorgung
    • Auskühlen der Wunde
    • Druck auf die Wunde
    • Fremdkörper – Einwirkung

    Systemische Faktoren einer Wundheilungsstörung:

    • Immobilität
    • Rauchen
    • Mangelernährung
    • Stress
    • Medikamente, bspw. Cortison, Antibiotika
  • Kausaltherapie

    Die fachgerechte Kausaltherapie einer Sekundären Wundheilungsstörung ergibt sich aus dem klinischen Befund und dem Stadium der Kolonisation bzw. der Infektion der Wunde.
  • Wundreinigung

    Wundreinigung
    Wundreinigung infizierte Wunden
    Wundreinigung
    Wundreinigung nicht infizierte Wunden
    Am Beginn der Therapie steht die Wundreinigung. Sie befreit die Wunde von Nekrosen, Belägen, Fremdkörpern, Abfallstoffen und überschüssigem Wundexsudat (Panfil 2009).

    • infizierte Wunden mit Wund-Antiseptika von außen nach innen reinigen (Bitte längere Einwirkzeit beachten; ca. 10 – 15 min.)
    • nicht infizierte Wunden mit NaCl 0,9 % oder Ringerlösung von innen nach außen reinigen

  • Debridement

    Autolytisches Debridement
    Autolytisches Debridement
    Mechanisches Debridement
    Mechanisches Debridement
    Chirurgisches Debridement
    Chirurgisches Debridement
    Biochirurgisches Debridement
    Biochirurgisches Debridement
    Das Entfernen von abgestorbenem Gewebe dient der Verbesserung der Wundbedingungen und der Infektionsprophylaxe.
    Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Debridement durchzuführen:

    • Autolytisch
    • Mechanisch
    • Chirurgisch
    • Biochirurgisch

    Die Art ist abhängig von Gewebetyp, Lokalisation, Wundtiefe und anderen Faktoren.

    Autolytisches Debridement            

    Verschiedene Wundauflagen z.B. Hydrogele, Alginate und hydrokolloide Wundauflagen tragen dazu bei, das avitale Gewebeanteile aufgeweicht werden und sich somit besser lösen lassen.

    Mechanisches Debridement

    Mithilfe einer sterilen Kompresse erfolgt das mechanische Debridement, mit dem Ziel überschüssiges Exsudat, sowie avitale Gewebeanteile aus der Wunde zu entfernen.

    Chirurgisches Debridement

    Das chirurgische Debridement ist die schnellste und effektivste Art der Wundreinigung. Dabei werden Nekrosen und Beläge aus der Wunde entfernt. Je nach Ausmaß der Wundreinigung ist eine Kurznarkose oder Lokalanästhesie z. B. mit Emla®-Creme (mind. 30 Minuten Einwirkzeit unter Okklusion) erforderlich.

    Biochirurgisches Debridement

    Für das biochirurgische Debridement werden steril gezüchtete Fliegenmaden der Gattung Lucilia sericata verwendet. Der Speichel der Maden verfügt über proteolytische Enzyme, welche Nekrosen und Beläge verflüssigen.
  • Wundauflagen

    Wundauflagen


    • DracoFoam Infekt 10 x 10cm
    • DracoFoam Infekt
    • Schaumstoffwundauflage für infizierte Wunden
    • DracoWundgel Infekt
    • Feuchtigkeitsspendendes Wundgel
    • DracoFoam 10 x 10cm
    • DracoFoam
    • Schaumstoffwundauflage non-haft
    • DracoFoam haft 7,5 x 7,5cm
    • DracoFoam haft
    • Schaumstoffwundauflage mit Haftrand
    • DracoAlgin 10 x 10cm
    • DracoAlgin
    • Alginatkompresse
    • DracoHydrogel 15g
    • DracoHydrogel
    • feuchtigkeitsspendendes Gel
    • DracoHydro ultra 10 x 10cm
    • DracoHydro ultra
    • hydrokolloide Wundauflage mit Hydrogeltechnologie
    • DracoHydro 10 x 10cm
    • DracoHydro
    • hydrokolloide Wundauflage
    • DracoHydro dünn 10 x 10cm
    • DracoHydro dünn
    • dünne Hydrokolloide Wundauflage
    • DracoTüll Silikon 10 x 10cm
    • DracoTüll Silikon
    • silikonbeschichtete Wundkontaktauflage
    • DracoFoam haft sensitiv
    • DracoFoam haft sensitiv
    • Schaumstoffwundauflage mit Silikon-Haftrand
    Draco Wundauflagen Assistent
    Für nicht-ischämische Wunden werden moderne beziehungsweise idealfeuchte oder hydroaktive Wundauflagen verwendet. Die Auswahl der geeigneten Wundauflage ist abhängig von:

    • Wundstadium
    • Wundheilungsphase
    • Klinischen Infektionszeichen
    • Exsudationsmenge
    • Zustand des Wundrandes
    • Wundumgebung

    Weitere Aspekte sind Wirtschaftlichkeit, leichte Handhabung, Patientenbedürfnisse und die Akzeptanz der Wundauflage durch den Patienten.
    Die geeignete Wundauflage kann über den WundauflagenAssistenten ermittelt werden.
  • Verbandwechsel

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