Thermische Verletzungen

Erfrierungen

Erfrierungen entstehen durch Kälte. Bei länger anhaltender Kälte entzieht der Körper den Extremitäten Blut, um es im Körper vor weiterer Auskühlung zu schützen. Dadurch sind häufig zuerst Finger, Zehen und Nasen von Erfrierungen betroffen.

  • Erfrierungen 1. Grades: Die Blutgefäße verengen sich, die Haut ist blass. Da aber nur die obere Hautschicht betroffen ist, regeneriert sich die Haut sehr schnell, sobald sie sich wieder erwärmt hat.
  • Erfrierungen 2. Grades: Wenn neben Kälte Feuchtigkeit hinzukommt, wird die Haut noch weiter abgekühlt. Hier kann es zur Blasenbildung kommen, die aber meistens komplikationslos abheilen.
  • Erfrierungen 3. Grades: Es entstehen irreparable Gewebeschäden. Das Gewebe ist so stark zerstört, dass es nekrotisch wird und häufig amputiert werden muss.

Verbrennungen

Verbrennungen entstehen durch Hitzeeinwirkung, z.B. durch Feuer, heiße Flüssigkeiten oder UV-Strahlen. Kleine Verbrennungen von Grad 1 bis 2a können oft selbst behandelt werden, stärkere Verbrennungen sollten immer von einem Arzt begutachtet werden. Kinder sollten grundsätzlich bei allen Verbrennungen und Verbrühungen einem Arzt vorgestellt werden. UV-Strahlung kann zu einem sehr schweren Sonnenbrand führen, der ärztlich behandelt werden muss.

  • Verbrennung 1. Grades: Es handelt sich um eine oberflächliche Verletzung, die schmerzhaft und gerötet ist und ein Ödem aufweisen kann. Diese Verletzung heilt innerhalb von wenigen Wochen problemlos ab.
  • Verbrennung 2. Grades: Die Hitzeeinwirkung war hierbei größer, so dass der Schaden bis in die Dermis reichen kann. Unterschieden wird in Grad 2a (Abheilung innerhalb weniger Wochen ohne Narben) und Grad 2b (tiefergehende Schäden, oft weißliche Verfärbung der Haut, hierbei heilt die Wunde oft narbig ab).
  • Verbrennung 3. Grades: Diese Verletzung ist durch sehr schwere Verbrennungen gekennzeichnet, das Gewebe ist sehr tief und stark geschädigt. Schmerzen treten nicht auf, da die Hautschichten komplett fehlen. Die Verletzungen heilen narbig und oft nur mithilfe einer Hauttransplantation ab.