Akute Wunden allgemein

Im täglichen Leben passieren kleine Verletzungen schnell. Kratzer, Schnitt- und Schürfwunden und auch Brandblasen sind alltäglich. Diese kleinen Verletzungen heilen aber meistens innerhalb von ungefähr drei Wochen ohne Komplikationen ab. Bei größeren, stark blutenden, stark verschmutzten Wunden sowie Bisswunden sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

Eine Wunde durchläuft mehrere Phasen, bis sie schließlich abgeheilt ist. Je nach Größe der Wunde können diese zeitlich überlappen. Es können auch mehrere Phasen gleichzeitig in einer Wunde stattfinden. 

In der Exsudationsphase wird die Wunde durch den Körper gereinigt. Durch die austretende Flüssigkeit (Lymphe und Blut) werden eingedrungene Bakterien und Fremdkörper herausgespült. Gleichzeitig ist das Immunsystem aktiv und bekämpft eingedrungene Mikroorganismen. In der Granulationsphase wird das verletzte Gewebe durch Narbengewebe wieder aufgefüllt. Die Epithelisierungsphase verschließt dann die Wunde mit einem zarten Epithel. Oberflächliche Wunden heilen meistens ohne sichtbare Narben ab, während Verletzungen der tieferen Hautschichten narbig abheilen.

Akute Wunden lassen sich in vier Gruppen unterteilen: Mechanische, thermische und chemische Verletzungen sowie Strahlenschäden.