| Verletzung der oberflächlichen Haut und/oder der darunterliegenden Gewebe durch anhaltende lokale Druckeinwirkung in Verbindung mit Zeit, Reibungs- und Scherkräften. | ![]() wunden dekubitus gesaess 01 |
| GRAD | BESCHREIBUNG |
| I | persistierende, umschriebene Hautrötung |
| II | oberflächliche Hautschädigung, Blase, Hautabschürfung oder flaches Geschwür |
| III | tiefe Schädigung der Haut und des Gewebes (Faszie/Muskel) |
| IV | ausgedehnte Zerstörung (Muskeln/Knochen) |
Immobilität, herabgesetztes Schmerzempfinden, Kontrakuren u. a.
Vor allem Menschen, die sich durch Krankheit oder durch körperliche Einschränkungen nicht ausreichend bewegen oder ernähren können sind anfällig für die Entstehung eines Dekubitus. Zu diesen Patienten zählen auch Schlaganfall Patienten mit Lähmungen und/ oder Spastiken.
Zusammenfasssend sind bettlägerige, geschwächte und bewegungseingeschränkte Patienten einem erhöhten Dekubitusrisiko ausgesetzt. Ebenso Menschen mit herabgesetztem Schmerzempfinden oder Lähmungen sowie Stuhl- und Harninkontinente Menschen.
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Am häufigsten sind die Körperstellen gefährdet, an denen die Haut ![]() Dekubitusgefährdete Körperstellen (Legende) mäßig bis stark gefährdet stark bis sehr stark gefährdet |
![]() Dekubitusgefährdete Körperstellen |
Reduzierung oder Eliminierung der Risikofaktoren durch lokale Druckentlastung und therapeutisches Lagern oder Mobilisation.
Konsequente Druckverteilung durch Lagerung, Mobilisation und Umlagerung.., Spezielle Schaumstoffe bewirken eine Druckverteilung. Wechseldruckmatratzen bewirken eine Druckentlastung und -verteilung, Wundkonditionierung, stadiengerechte idealfeuchte Wundtherapie sind ebenso notwendig.
Am Beginn der Therapie steht die Wundreinigung. Sie befreit die Wunde von Nekrosen, Belägen, Fremdkörpern, Abfallstoffen und überschüssigem Wundexsudat (Panfil 2009).
Verbandwechsel bei:
Das Entfernen von abgestorbenem Gewebe dient der Verbesserung der Wundbedingungen und der Infektionsprophylaxe.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Debridement durchzuführen:
Die Art ist abhängig vom Gewebetyp, Lokalisation, Wundtiefe und anderen Faktoren.
Das autolytische Debridement:
Verschiedene Wundauflagen z.B. Hydrogele, Alginate, DracoFoam Ferse und hydrokolloide Wundauflagen tragen dazu bei, das avitale Gewebeanteile aufgelöst werden.
Das chirurgische Debridement:
Das chirurgische Debridement ist die schnellste und effektivste Art der Wundreinigung dabei werden Nekrosen und Belägen aus der Wunde entfernt. Je nach Ausmaß der Wundreinigung ist eine Kurznarkose oder Lokalanästesie z. B. mit Emla ® -Creme erforderlich.
Das biochirurgische Debridement:
Für das biochirurgische Debridement werden steril gezüchtete Fliegenmaden der Gattung Lucilia sericata verwendet. Der Speichel der Maden verfügt über proteolytische Enzyme welche Nekrosen und Beläge verflüssigen.
Die geeignete Wundauflage:
Für nicht-ischämische Wunden werden moderne bzw. idealfeuchte oder hydroaktive Wundauflagen verwendet. Die Auswahl des geeigneten Wundverbandes hängt ab vom Wundstadium, der Wundheilungsphase, klinischen Infektionszeichen, der Exsudationsmenge, Zustand des Wundrandes und den der Wundumgebung.
Weitere Aspekte sind Wirtschaftlichkeit, leichte Handhabung, Patientenbedürfnisse und die Akzeptanz der Wundauflage durch den Patienten.
Die geeignete Wundauflage kann über den Wundassistenten ermittelt werden.
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![]() wunden dekubitus gesaess 02 |
| Dekubitus am Gesäß, Grad III | Dekubitus linke Ferse mit ausgedehnter Nekrose |
Großflächiger Dekubitus am Gesäß |
![]() Wunden Sacral Dekubitus III. Grades mit Fibrinbelag |
![]() Wunden Sakral Dekubitus mit Fibrinbelag und Granulation |
![]() Wunden Sacral Dekubitus in der Epithelisierungsphase |
| Sacral Dekubitus III. Grades mit Fibrinbelag |
Sakral Dekubitus mit Fibrinbelag und Granulation |
Sacral Dekubitus in der Epithelisierungsphase |
